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Jazz-Lyrik-Prosa
 
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Jazz-Lyrik-Prosa

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Produktinformation

  • Audio CD (30. Oktober 1995)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Hansa Amig (Sony Music)
  • ASIN: B00000B6YB
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 17.631 in Musik (Die Bestseller Musik)

 
1. When It's Sleepy Time Down South
2. Die Kuh im Propeller
3. My Bonnie Is Over The Ocean
4. Ode an die Seeaalsuppe
5. When The Saints Go Marchin In
6. Zerstörtes Liebesglück
7. Zwei Seelen
8. Die Oliven gedeihn
9. Ein älterer, aber leicht besoffener Herr
10. Ballade vom Briefträger William L. Moore aus Baltimore
11. Anekdote
12. We Shall Overcome
13. Die arme Frau
14. My Funny Valentine
15. Der Engel
16. Tiger Rag
17. Die sieben Sachen
18. A Foggy Day In London Town
19. Der Hase im Rausch
20. Macky Messer
Alle 22 Titel anzeigen.

Produktbeschreibungen

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JAZZ-LYRIK-PROSA

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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein frühes "Kunstwerk" der DDR-Unterhaltung, 8. Januar 2001
Von Ein Kunde
Diese CD ist eine geballte Ladung an Spaß und DDR- Geschichte. Zu einem Zeitpunkt, da noch nicht offen kritisiert werden durfte, wählte man die Komik bzw. das Genre "Lyrik und Prosa", um einiges umschreiben. Stellvertretend hier "Die Kuh im Propeller" von einem genialen Ex- Stöver (Manne Krug). Diese CD ist auch hörenswert, wenn man sich die Version "We shall..." anhört, da ich seit dieser keine bessere hörte. Auch das Thema Wahl und "Großmäuligkeit" wird angesprochen und hier können sich einige der heute "praktizierenden" "Komiker" wirklich Anregung holen. Nämlich wie man alte Themen (und alte Texte) auf einfache, aber perfekte Weise aufarbeiten kann. Kurz und gut, das beste daran ist das beste "darauf". Diese CD ist nicht nur gut, sondern auch ein Sammlerstück, das einer guten Humoristik-Ecke nicht fehlen sollte. Man bedenke, daß M. Krug zu dieser Zeit noch ein "DDR - Mensch" war und als solcher in diesem Sendungs - Mitschnitt vertreten ist. Nicht zuletzt war die erschienene LP (70-er Jahre) schon zu Zeiten von Honecker & Co. vergriffen und damit äußerst beliebt. Ich selbst hörte sie erst in den 80-er Jahren und war ertaunt über den hohen Anspruch und die Kritikfähigkeit der frühen Jahre.

Es ist tatsächlich eine moderne (also auch heute aktuelle und anhörenswerte) KULT - CD und als solche sollte sie auch angesehen(-gehört) werden!

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Großartig., 9. September 2005
Wenn es nicht so abgedroschen klingen würde, könnte man guten Gewissens von einer "Kult"-CD sprechen. Die Zusammenstellung von Musik- und Wortbeiträgen ist hervoragend gelungen. Abgesehen von den erstklassigen Darbietungen wird beim Hören auch die Feinsinnigkeit des damaligen Publikums deutlich: Seinerzeit war man noch in der Lage, zwischen den Zeilen zu lesen und jedem Wort und jeder Betonung mit besonderer Aufmerksamkeit zu lauschen. "Der Hase im Rausch" (Eberhard Esche in Bestform) ist nicht zuletzt deswegen legendär geworden, aber es gilt in gleicher Weise für alle anderen Stücke. Im Übrigen sind die Texte von einer erstaunlichen Aktualität, z. B. der leicht besoffene Herr (herrlich: Gerd E. Schäfer), der sich der Beobachtung von Wahlveranstaltungen widmet. Alles in allem: Keine (N)Ostalgie sondern eine rundherum tolle CD.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Es riecht nach Jazz, Ironie und Ost-Berlin der 60er!, 13. August 2004
Von Ein Kunde
Wusste schon einer, dass der Mann singen kann? Der junge Manfred Krug präsentiert auf diesem Live-Mitschnitt eine Gänsehautversion von "We Shall Overcome", die ihresgleichen sucht. Bevor er die DDR verließ, machte er (nicht zuletzt durch den Film "Spur der Steine", aber eben auch durch die Mitwirkung bei JazzLyrikProsa) sozial- und politikkritisch von sich reden. Dem System geschuldet doppelbödig verpackt, geben die Interpreten der verschiedenen kabarettistischen Einlagen - neben Krug Eberhard Esche, Annekathrin Bürger, Gerd E. Schäfer mit Anekdoten von Tucholsky, Sostschenko u.a. - ein gigantisches Feuerwerk satirischer Vergnüglichkeiten zum Besten. Die musikalischen Einlagen der Jazz-Optimisten, auch hier viele von Krug interpretiert, sind viel mehr als nur die Lückenbüßer. Der ganz eigene "Slang" der Sprecher - typisch für DDR-Produktionen, der Klang, die Farbe der Stimmen, die Artikulation sind unverwechselbar - macht das Erlebnis anheimelnd und duftend nach (Ost)Berliner Luft. Eine mehr als lohnende Anschaffung, gut zum allein genießen oder in Gesellschaft.

Mitschnitt einer Veranstaltung des Verlages Volk und Welt / Kultur und Fortschritt Berlin am 31. Oktober 1965 in der Berliner Kongreßhalle am Alexanderplatz

COVERTEXT:
"Gute Erfahrungen wurden mit der Durchführung von Literaturfesten gemacht oder auch mit literarisch-musikalischen Veranstaltungen", sagte Walter Ulbricht 1965 in seiner Rede auf der l1. Tagung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, als er auf die positiven Seiten unserer Kulturarbeit einging. "Den Bedürfnissen nach guter Literatur wird man noch besser Rechnung tragen können, wenn in allen Ebenen ein engeres Zusammenwirken von Schriftstellern, schreibenden Arbeitern, Bibliothekaren, Buchhändlern, Verlegen und den Lesern erreicht werden kann." Eine der erfolgreichsten und beliebtesten Iiterarisdi-musikalischen Veranstaltungsserien Mitte der sechziger Jahre war bei uns ohne Zweifel "Jazz und Lyrik" vom Verlag Volk und Welt / Kultur und Fortschritt Berlin, die seit Mai 1964 weit über sechzigmal über die Bühne ging. Doch warum sollte, fragten sich die Initiatoren, nicht auch mit der Prosa möglidi sein, was sich mit der Lyrik bewährt hatte? Gedacht, gesagt, getan: Zur Woche des Buches 1965 hatte das Nachfolgeprogramm "Lyrik-Jazz-Prosa" in der ausverkauften Kongreßhalle am Berliner Alexanderplatz Premiere. Der VEB Deutsche Schallplatten war dabei und hielt das Konzert in einem Mitschnitt fest, das nun auszugsweise als Reminiszenz an ein gelungenes Programm veröffentlicht wird.
Außer den Jazz-Optimisten Berlin, die bereits 1957 als "Blue Music Brothers" gegründet wurden, war eine Reihe beliebter Künstler zur Mitwirkung gewonnen worden. Die ausgewähiten Gedichte und Prosastücke. vorwiegend heiteren oder satirischen Charakters stammten von so prominenten Autoren wie Sostschenko, Michialkow und Tucholsky. Die Musikskala reichte vom Dixielandjazz über den Swing bis zu modernen Jazzballaden. Konnte da noch etwas "schiefgehen"? Und dennoch - als die Jazz-Optimisten mit ihrer Erkennungsmelodie den Reigen eröffneten, hatten alle den berühmten "Kloß im Hals". Aber bald war das Eis gebrochen. Schmunzeln, Lachen, Szenenbeifall der Zuhörer schon bei Manfred Krugs schnoddrig-pointiert vorgetragener Geschichte von der "Kuh im Propeller", aus der man lernen konnte, wie man Agitation nicht betreiben soll. Auch die Jazz-Optimisten hatten sich etwas einfallen lassen: In einem Jazz-Arrangement von ihrem Pianisten Volker Kaufmann präsentierten sie das russische "Lied der Wolgaschiepper" auf eine neue Weise. Und als Eberhard Esche dann übermütig den Text des Gedichtes "Der Hase im Rausch" gegen die Zudringlichkeit eines übereifrigen Fotoreporters verwendete ("Du Strohkopf willst es also wagen, mich zu belästigen . . . "), kannte das Amüsement keine Grenzen mehr. Lyrische Passagen fehlten nicht in dem Programm: Manfred Krug sang mit "My Funny Valentine" eine der schönsten Balladen des Jazz, und Annekathrin Bürger als Gastsolistin fänd die richtigen Töne für hintergründig-melancholische Lebensweisheit in Tucholskys Gedicht "Die arme Frau". Einer der Höhepunkte des Konzertes war das Kampflied der amerikanisdien Bürgerrechtsbewegung, "We Shall Overcome", gesungen von Manfred Krug und allen Mitgliedern des Ensembles "Lyrik - Jazz - Prosa". Und das Publikum stimmte begeistert ein!
Dann kam George Gershwin, oder besser: Manfred Krugs Interpretation seines Songs "A Foggy Day (In London Town)", eines "Evergreens" im besten Sinne des Wortes. Ein Evergreen der Literatur unseres Jahrhunderts ist der "Ältere, aber leicht besoffene Herr" aus der Feder von Kurt Tucholsky. Es herrschte viel Gaudi, als Gerd E. Schäfer diese Satire aus den zwanziger Jahren umwerfend komisch servierte und damit sein Debüt bei Jazz-Literatur-Veranstaltungen gab. Der zuweilen etwas überstrapazierte "Mackie Messer" aus der "Dreigroschenoper" von Brecht und Weill, vorgetragen von den Jazz-Optimisten, paßte danach sehr gut. Und wieder Manfred Krug: Bei den einander jagenden Gags der kleinen Geschichte vom Flaschenzug kam das Publikum nicht aus dem Lachen heraus. Allen Solisten des Abends war schließlich noch einmal der "Neue Abschiedsblues" gewidmet, den Ruth Hohmann und Manfred Krug zum Abschiuß mit einem für den Jazz typischen scat-Gesang brachten. Lange noch rauschte der Beifall des dankbaren Auditoriums. Das, was die zweimal tausend Premierengäste auf dem Heimweg dachten, entsprach wohl etwa dem Resümee, das eine Dresdner Tageszeitung einige Monate später nach einem ähnlichen Konzect mit Lyrik, Jazz und Prosa zog: "Solche literarisch-musikalischen Veranstaltungen entsprechen einem Bedürfnis unserer Jugend. Wir wünschen viele Nachfolger!"
Es hat viele Nachfolger gegeben. Nicht nur, daß die Jazz-Optimisten mit Manfred Krug und anderen Schauspielern auch jetzt noch - gut drei Jahre nach der Premiere - mit dem Programm "Lyrik - Jazz - Prosa" in den großen und kleinen Städten unserer Republik gastieren - auch andere Ensembles haben die Idee aufgegriffen und interessante neue Formen gefunden. Gerade der unverfälschte Jazz als eine der wertvollen Musikströmungen unseres Jahrhunderts eignet sich vorzüglich zu einer "Ehe" mit literarischen Vorträgen. Einerseits erfüllt er die Funktion der "Neutralisierung" zwischen den verschiedenen Rezitationen, andererseits hat er so viel Belebendes an sich, daß er die Konzentration der Zuhörer beim Literaturkonsum noch zu steigern und zu regulieren versteht. Die beiden Kunstgattungen beleben und ergänzen sich also gegenseitig, wobei die Einheit besonders zwischen heiterer Literatur und Jazz volksmusikalischen Charakters - wie in unserem Fall - offensichtlich wird.
Es war nicht leicht, aus dem umfangreichen Mitschnittmaterial nur so viel auszuwählen, wie auf eine Schallplatte paßt, und dabei doch den Charakter der Veranstaltung beizubehalten. Wir entschlossen uns zu einer fühlbaren Überbetonung der literarischen Beiträge gegenüber den Jazztiteln, weil Lyrik und Prosa uns doch die wesentlichsten Bestandteile des Programms gewesen zu sein schienen und weil wir nur so die Möglichkeit hatten, in unserem Querschnitt möglichst viele Mitwirkende zu Wort kommen zu lassen. Daß das nichts mit einer Unterbewertung der Musik der Jazz-Optimisten zu tun hat, versteht sich am Rande, denn ohne ihren "Rahmen" hätte die Veranstaltung gewiß nicht diesen großen Erfolg gehabt.
Werner Sellhorn

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5.0 von 5 Sternen Alte Zeiten
Die Mischung aus Jazz und Lyrik ist Spitze. Bin selbst Krug-Fan von frueher her, bin in Dresden gross geworden, heute 41 Jahre und seit 1984 in Koeln. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2002 von thomasrothe

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