Also der provokative Titel des Albums und die musikalischen Fähigkeiten der Jungs waren der Grund warum ich mir das Album gekauft habe. Es gefällt mir aber ehrlich gesagt so gut wie gar nicht. Ich hatte eher auf groovigen Elektro Jazz gehofft, doch diese Hoffnung wird schon im ersten Titel, bezeichnender Weise mit dem Namen 'Electro Jazz' geradlinig zerstört. Alex und Co sind erstklassige Musiker und auf diesem Album schöpfen sie sehr viele Stile ab- zu viele. Jazz is dead tötet den Jazz in seiner konventionellen Form, soviel ist sicher. Wenn er nicht schon längst tot war.
Anstatt virtuos eine Synthese aus Altem und Neuen (elektro, rock, drum and bass usw.) zu schaffen, wozu sie zweifelsohne in der Lage gewesen wären verlieren sie sich in tausenden von Loops und elektronischen Spielereien, die jede Form sprengen. Das Ergebnis ist kaum anzuhören. Der Einzige der probiert das ganze zusammenzuhalten scheint mir ralph pompe am bass. der hält sich aber meisterlich zurück um das chaos nicht zu stören. Nichts gegen die Avantgarde aber das hört sich mehr wie plumpe Aggression an, als bewegende Elektronik. Schade, denn es blitzt so oft auf, dass ihr echte Ikonen sein könntet. Musik kann man nicht 180° gegen den Hörer machen.