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Jazz: Eine Musik und ihre Geschichte
 
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Jazz: Eine Musik und ihre Geschichte [Gebundene Ausgabe]

Kenneth Burns , Franca Fritz , Heinrich Koop
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ken Burns hat sich mit Filmen zum Bürgerkrieg der USA und zur Geschichte des Baseballs bereits einen Namen gemacht, und patriotisch fiel auch seine zehnteilige TV-Serie zum Jazz aus. Daraus entstand ein Buch, das in den USA den -- im Unterschied zur deutschen Version -- korrekten Untertitel A History Of America's Music trägt. Es will gar nicht den Anspruch erheben auf eine kritische Sichtung des aktuellen Jazz, sondern schürft mit erheblichem Aufwand in der Gumbo-Steinzeit, wo Jazz noch keinen Namen hatte, frönt anschließend Satchmo erheblich mehr als Monk, lässt den Blues als Bessie Smith auftauchen und findet für Leute von heute nur wenige Worte. Außer für Wynton Marsalis. Der stellt sich einmal wieder als Konservator alter Noten vor und predigt die guten alten Zeiten. In den USA war das Buch folglich bei Jazz-Experten umstritten.

Doch Burns und einigen Gastautoren gelingt mit ihrem an berühmten Personen des USA-Jazz orientierten Opus mehr als manchen ausführlichen Lexika und Standardwerken: eine unterhaltsame und üppig illustrierte Zeitreise durch die Bars, Kneipen und großen Theater der USA mit allem Glamour und allen Schattierungen. Jedoch endet die ausführliche Tour mehr oder weniger in den 70er-Jahren mit dem Tode von Louis Armstrong und dünnt dann aus -- verständlich, wenn man weiß, dass Satchmo-Fan Marsalis zu den musikalischen Beratern des Autorenteams zählte. Dennoch: Ein perfekt inszeniertes Denkmal mit 500 Abbildungen für die uramerikanische Musik, das nicht nur für Insider geschrieben ist. --Uli Lemke

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 05.12.2001
Der Autor ist eigentlich Dokumentarfilmer und hat für das amerikanische Fernsehen eine zehnteilige Serie über die Geschichte des Jazz gedreht, die viel Staub aufgewirbelt hat, berichtet Ralf Dombrowski. Warum? Weil Burns den Jazz mit Armstrong zu Grabe getragen und die Geschichte retrospektiv auf die afroamerikanische Tradition zugespitzt und zurechtgestutzt hat. Vor allem junge und weiße Musiker hätten sich verhöhnt gefühlt, berichtet Dombroski, es fehlten die europäischen und klassischen Einflüsse, auch die Prägungen durch die DJ-Kunst im Jazz. Unbekümmert von der harschen Kritik hat Burns nun seine Fernsehserie in einen opulenten Bildband umgearbeitet: für Dombrowski ein "Manifest des Neokonservatismus", da er die "Hochkulturerhebung der improvisierenden Musik" betreibe. Was Burns da an Bildern und Materialien zu den Ursprüngen des Jazz aber auch zur Sozialgeschichte der Schwarzen zusammengetragen hat, ist allerdings für Dombrowski - bei aller berechtigten Kritik - brillant gemacht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 24.01.2002
Ohne Umschweife verteilt Peter Niklas Wilson Lob und Tadel für den gewichtigen Text- und Bildband von Ken Burns und Geoffrey C. Ward über den Jazz. Ein Lob spendet der Rezensent den Autoren für die Auswahl der zahllosen Farbfotos, von denen viele, insbesondere aus der Frühzeit des Jazz, auch echten Kennern neu sein dürften. Aber nicht nur die idiomatisch wie musikalisch-fachlich "unzuverlässige" Übersetzung erregt das Missfallen des Rezensenten. Es ist vor allem der Inhalt. Die Früh- und Vorgeschichte des Jazz werde, abgesehen von Blues und Ragtime, noch gut abgehandelt, aber dann, schimpft der Rezensent, verkomme die Darstellung zur Einseitigkeit. Weiße Jazzmusiker würden weitgehend ausgeblendet, Keith Jarrett und Stan Kenton als Rassisten denunziert und zu allem Überfluss dürfe Wynton Marsalis, vom Autor zum "Chefberater" auserkoren, seiner umstrittenen Sicht auf den Jazz freien Raum lassen. Und das bedeutet, stellt Wilson mit Erschrecken fest, dass die Jahre 1960 bis 1985 totgeschwiegen oder krude diffamiert würden und Musiker wie Stan Getz oder Lee Konitz gerade mal den Status von Randfiguren erhielten. Das Schlimmste ist, befürchtet Wilson, dass dieses Buch Schule machen und so ein verengtes und schiefes Bild des wunderbar facettenreichen Jazz zementieren werde.

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

»Es gibt nichts Vergleichbares.« Wynton Marsalis »Ein wahres Vergnügen.« New York Times

Kurzbeschreibung

Hier vermischen sich die Bilder der Männer und Frauen, die den Jazz groß gemacht haben, mit klaren Stilanalysen und Berichten über atemberaubende Konzerte und Aufnahmen. Mit über 500 zum Teil bisher unveröffentlichten Fotos ist dieses Buch, wie die Musik, von der es erzählt, ein einzigartiges Arrangement.

Über den Autor

Ken Burns, Regisseur, Produzent und Autor ist der Star der amerikanischen Dokumentarfilmszene. Zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen, u.a. Emmy, Grammy und Academy Award. Burns lebt in New Hampshire, USA.
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