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Produktinformation
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Doch Burns und einigen Gastautoren gelingt mit ihrem an berühmten Personen des USA-Jazz orientierten Opus mehr als manchen ausführlichen Lexika und Standardwerken: eine unterhaltsame und üppig illustrierte Zeitreise durch die Bars, Kneipen und großen Theater der USA mit allem Glamour und allen Schattierungen. Jedoch endet die ausführliche Tour mehr oder weniger in den 70er-Jahren mit dem Tode von Louis Armstrong und dünnt dann aus -- verständlich, wenn man weiß, dass Satchmo-Fan Marsalis zu den musikalischen Beratern des Autorenteams zählte. Dennoch: Ein perfekt inszeniertes Denkmal mit 500 Abbildungen für die uramerikanische Musik, das nicht nur für Insider geschrieben ist. --Uli Lemke
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Es ist eine Sammlung von Teilen der Biografien einzelner Musiker und Bands. Man erfährt sehr viel über die persönlichen Schicksale und Probleme der diversen Musiker.
Warum nur 4 Sterne?
1. Die jüngere und die europäische Jazz-szene ist sehr knapp gehalten.
2. Etwas störend ist der typisch amerikanische Erzählstil, der von Superlativen nur so wimmelt.
Aber ich habe es dem Buch gerne verziehen, da es sehr gut zu lesen ist und weit gehend auf musiktheoretische Ausschweifungen verzichtet wurde.
Burns Buchdokumentation enthält die bekannten Stereotypen von popularisierter Kulturgeschichte. Eine Ästhetisierung des Jazz als Kunstform hat deshalb wenig Raum in diesem gewichtigen Werk. Wichtiger sind vielmehr die kulturhistorischen Zusammenhänge. Zwar kommen die letzten vierzig Jahre in der Tat ein wenig zu kurz. Und tatsächlich werden Heroen wie etwa Louis Armstrong gelegentlich in den Vordergrund gerückt. Doch ist dies nur die halbe Wahrheit.
Interessant ist neben zahlreichen anderen Informationen, dass unter den Rassentrennungsgesetzen auch hellhäutige Kreolen, oft illegitime Söhne von Weißen, die an weißen Musikinstituten klassisch ausgebildet worden waren, lediglich in schwarzen Bands auftreten durften und so ihr spezielles Wissen mit deren Musik mischten.
Dazu passt weiter die Hervorhebung der eher individualistischen Perspektive weißer US-Amerikaner und die tendenzielle Betonung soziokultureller Erfahrung von Gruppenspiel und Improvisation der Afroamerikaner.
Und nicht zuletzt ist die Geschichte des Jazz auch die Geschichte des Rassismus in den USA.
Jazz ist ebenso wenig eine Frage von 'schwarzen oder weißen Genen`, von Ökonomie oder Bürgerrechten.
Den Autoren ist nichts weniger gelungen, als die Geschichte des Jazz gesellschaftskritisch mit vorzüglichen Fotografien und Texten zu dokumentieren.
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