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Jazz in Deutschland: Das Lexikon - Alle Musiker und Plattenfirmen von 1920 bis heute
 
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Jazz in Deutschland: Das Lexikon - Alle Musiker und Plattenfirmen von 1920 bis heute [Gebundene Ausgabe]

Jürgen Wölfer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 503 Seiten
  • Verlag: Hannibal; Auflage: 1., Aufl. (6. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3854452748
  • ISBN-13: 978-3854452744
  • Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 14,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.024.566 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jürgen Wölfer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Lexikon Jazz in Deutschland füllt eine Lücke in der Jazz-Literatur. Es umfasst den Jazz und Jazzverwandtes in Deutschland von den Anfängen in den Zwanzigerjahren bis zur Gegenwart. Prominenz wie Klaus Doldinger oder Till Brönner ist selbstverständlich ebenso vertreten wie Geheimtipps und viel versprechender Nachwuchs. Die Auswahl folgt dabei nicht primär dem Kriterium des kommerziellen Erfolgs, sondern leuchtet den künstlerischen Stellenwert aus. Und so finden sich in diesem ersten Lexikon des deutschen Jazz sorgfältig recherchierte Informationen über zahlreiche Musiker, deren Schaffen bisher kaum oder gar nicht dokumentiert wurde Informationen über deutsche und ausländische Jazz-Pioniere der klassischen Ära, der Zeit des Nationalsozialismus und des Neubeginns in den Vierziger- und Fünfzigerjahren. Auch die Jazz-Szene der DDR wurde sorgfältig berücksichtigt, wobei viele Lücken gefüllt wurden. Neben den zahlreichen Musikerbiografien mit Schallplatten- und Literaturhinweisen gibt es auch Stichwörter zu Plattenfirmen und Labels, Einträge zu Kritikern, Schriftstellern, Schallplattenproduzenten und Zeitschriften. Die entsprechenden Internetadressen ermöglichen die weiterführende Beschäftigung mit den Stichworten. Im Anhang listet eine vollständige Jazz-Diskografie des Amiga-Labels alle Jazz-Platten auf, die von 1947bis 1990 in der DDR veröffentlicht wurden eine wahre Fundgrube für Sammler und Historiker.

Über den Autor

Jürgen Wölfer, Jahrgang 1944, Diplom-Pädagoge, arbeitete zwanzig Jahre in der Schallplattenbranche, zuletzt als Produktmanager für Jazz und Klassik. Er schrieb unter anderem Biografien von Dizzy Gillespie und Johnny Richards sowie Diskografien von Anita O'Day und Si Zentner.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein verdienstvolles Fleißwerk, aber nicht ohne erhebliche Mängel, 10. August 2008
Von 
Dr. Horst Wolfgang Boger (Berlin & Potsdam, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Jazz in Deutschland: Das Lexikon - Alle Musiker und Plattenfirmen von 1920 bis heute (Gebundene Ausgabe)
"Die erste umfassende Darstellung aller deutschen Jazzmusiker und Plattenfirmen" - so wirbt der Verlag für dieses Buch. "Alle Musiker von 1920 bis heute" - so lautet der Untertitel.

Dieses Versprechen ist prinzipiell nicht zu erfüllen. Und dass es tatsächlich auch hier nicht erfüllt wird, ist sehr schnell zu erkennen. Musiker wie Richie Beirach, Bob Blumenhoven, Dai Bowen, Egon Denu, Bobby Jaspar, Helmut Kandlberger, Heinz Kitschenberg, Wolfgang Luschert, Klaus Marmulla, Fritz Münzer, Peter Reinke, Dieter Seelow und noch viele andere kommen nicht vor, zum Ausgleich aber der Schlagersänger Bully Buhlan. Das ist schlicht und einfach ärgerlich.

Label wie Brunswick, Intercord und Spiegelei werden nicht genannt.

Das Geburtsjahr Franz von Klencks war offenbar nicht zu erfahren, ebenso wenig das Sterbejahr Jimmy Pratts.

Wilhelm E. Liefland, der Jazzchronist und -kritiker der "Frankfurter Rundschau", scheint auch keiner Erwähnung wert zu sein. (Damit will ich nicht sagen, dass ich Liefland besonders geschätzt habe. Aber an seiner Bedeutsamkeit für die Jazz-Szene in Deutschland, insbesondere der in Frankfurt am Main, ist nicht zu zweifeln.)

Der Bassist Peter Kowald wird zum Saxofonisten, die Sängerin Pascal von Wroblewski wird zum Mann erklärt.

Nicht einzusehen ist, dass amerikanische Musiker wie Dave Brubeck berücksichtigt werden. Brubeck war einige Jahre als Soldat in Deutschland stationiert, darüberhinaus hat er zur Jazz-Szene in Deutschland nichts beigetragen.

Das Bild auf S. 134 ist falsch beschriftet: Von links nach rechts sind nicht zu sehen Wolfgang Haffner, Dieter Ilg und Roberto Di Gioia, sondern Haffner, Di Gioia und Ilg.

Durchgängig störend wirken auch Kategorienbrüche wie "Tenorsaxofon, Sopransaxofon, Komponist". Die beiden ersten Wörter bezeichnen Instrumente, das dritte Wort dagegen einen Beruf.

Der Hauptmangel aber besteht darin, dass die Einträge zu einem übergroßen Teil aus bloßen Aufzählungen bestehen. Stellvertretend für a l l e Artikel sei der über Heinz Sauer herausgegriffen. Der Artikel umfasst ca. 40 Zeilen. Die einzige Information, die keine Aufzählung ist, lautet: "wo er sich von 1960 bis 1978 als eigenständiger, von Sonny Rollins und John Coltrane beeinflusster Solist profilierte." Diese Information nimmt 2 1/2 Zeilen in Anspruch, also rund 6 % des Gesamtartikels.

Dass Jazz-Lexika auch gänzlich anders und damit wesentlich befriedigender verfahren können, zeigt The Rough Guide to Jazz 3 von Ian Carr, Digby Fairweather und Brian Priestly. Die Autoren konzentrieren sich auf wesentliche Stationen im Leben und Wirken der Musiker und berichten über ihre Bedeutsamkeit für die Entwicklung des Jazz. Daran hätte sich Wölfer mit Gewinn orientieren können.

Dass über 110 (!) von insgesamt 500 Seiten den Jazzaufnahmen von Amiga (DDR) gewidmet sind, ist ein Verstoß gegen jegliche Proportionalitätsregeln. Plausibler wäre noch die Auflistung aller bei SABA/MPS erschienenen LPs/CDs gewesen.

Dennoch m u s s man dieses Buch besitzen, wenn man sich für Jazz in Deutschland interessiert. Der Verfasser hat einen Bienenfleiß an den Tag gelegt, für den er h ö c h s t e s Lob verdient.

Wegen der beträchtlichen Mängel kann ich allerdings nicht mehr als **** vergeben.
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