- Anzahl Disks: 4
- Studio: SIMPLY HOME ENTERTAINMENT
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
- ASIN: B002VPXZ0E
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 65.223 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)
|
Produktinformation
|
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Nun, für mich war das der erste Ausflug in die Vergangenheit des Jazz. Daher kann ich nicht beurteilen, ob die von Burns erzählte(n) Geschichte(n) tatsächlich so stattfand(en) oder nicht. Burns präsentiert die Entwicklung des Jazz von den Anfängen (Gumbo) bis zum Anfang der 70er Jahre (Fusion) sehr detailliert: Anekdoten und Erklärungen von Zeitzeugen bzw. Veteranen, die selbst mit den heutigen Vorbildern auf der Bühne standen oder zusammengelebt haben, verleihen dem Film eine stark authentische, glaubwürdige Note. Außerdem spart der Erzähler nicht an Zitaten. Darüber hinaus werden die besprochenen Jazz-Epochen durch liebevoll ausgewählte Bilder, Filmschnippsel und "Hörproben" untermalt. "Jazz" wurde offensichtlich mit sehr viel Sorgfalt produziert, denn die Summe dieser visuellen und akustischen Eindrücke ergeben einen unwiderstehlichen Cocktail, der einen das Gefühl des Blues, Swing, oder Bebop wirklich erahnen lässt.
Was mich allerdings enttäuscht hat: Die Jazzgeschichte ab 1970 bis zur Gegenwart wird bis auf die Darstellung grober Details links liegen gelassen. Es wird zwar bspw. auf Miles Davis als Erfinder des Fusion eingegangen. Aber was er damit auslöste fällt vollkommen unter den Tisch. So werden Bands wie Weather Report oder Jazzmusiker wie Pat Metheney noch nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt. Möglicherweise mag Burns ja diese "modernen" Jazzstile einfach nicht... Wie auch immer - mir gefällt der Film trotzdem sehr gut. (Vielleicht reicht Burns ja irgendwann noch eine DVD nach.)
Fazit: Wer die populären Jazzstile mag und schon immer mehr die Bedeutung und das Werk eines Neil Armstrong, Duke Ellington, Benny Goodman, Charlie Parker, John Coltrane oder Miles Davis sowie einer Billie Holliday oder Sarah Vaughn erfahren wollte, der kommt mit "Jazz - A Film By Ken Burns" voll auf seine Kosten.
Wer allerdings über tieferes Wissen verfügt und dementsprechend kritischer an den Film herangeht als ein Otto-Normal-Verbraucher, wird sich möglicherweise an der oberflächlichen, vereinfachten oder in Details verfälschten Darstellung der Jazzgeschichte stören. Es ist halt ein Film für die Massen.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|