...der erste Blick ist entscheidend! Sprech ich Sie an oder nicht....höre ich weiter oder nicht. Ich war etwas überrascht, dass Josh Joplin nun ohne den Rest der group "Jaywalker" aufgenommen hat, zugleich gespannt was das am sound dieses einzigartigen Singer/Songwriters ändert. Dementsprechend war ich hellauf begeistert und auch erleichert nachdem ich den ersten Song angespielt habe, dass mich sofort die gleiche Faszination wie bei "useful music" und "the future that was" ergriffen hat. Wenn auch das ganze Album mehr Ecken und Kanten hat als die Vorgänger, eine Entwicklung die sonst eher gegenteilig zu beobachten ist.
"Mr. New Years Day" ist der perfekte erste Song, er spiegelt das Gefühl der ganzen Platte wider und ist ein Ohrwurm der nie langweilig wird. Es folgen 10 weitere Songs, die jeder für sich von Anfang bis Ende gehört und gefühlt werden wollen ohne auch nur auf die Idee zu kommen "einen weiter zu drücken".
Es kommt mir vor als hätte Josh Joplin sämtliche Melancholie die er in sich trägt in einem Eimer gesammelt und auf die Scheibe gekippt bevor sie gebrannt wurde. Nur ist dies eine positive Melancholie, eine die gedämpft glücklich macht.
Ich kann mit bestem Gewissen sagen, dass Josh Joplin es geschafft hat nicht nur an "useful music" und "The future that was" anzuknüpfen sondern noch ein Schlag besser geworden ist, wenn auch das Album musikalisch nicht zu 100% mit den beiden Vorgängern zu vergleichen ist.
Es gibt Künstler denen wünscht man, mit Ihrer Musik noch viel viel mehr Menschen erreichen zu können ist zugleich aber froh, diese Musik nicht an jeder Ecke zu hören, das wahrt die Intimität der Stücke!
Hören und genießen! Das ist Musik!