Kommen wir zum Anfang wie gewohnt zum Lieferumfang. Unser Testgerät bringt eine Bedienungsanleitung, ein USB-Kabel, einen Netzstecker und eine 8GB micro-SD Karte mit. Die Verpackung ist JayTech gewohnt in Weiß-grau gedruckt und schön verpackt. Nun zu den äußeren Merkmalen: Auf den ersten Eindruck hin wirkt der TabletPC robust und gibt dank schwarz-grauer-Optik optisch viel her. Der Jay-PC Tablet hat einen 7' (17,8cm) großen Touch Display (resitiv). Auf diesem befindet sich seitlich der Zurück- sowie Freigabeknopf. Die Rückseite besteht aus Plastik. An der rechten Außenseite sehen wir den Lautstärkeregler, die Ein-und Austaste, sowie das Mikrofon. An der Unterseite gibt es 4 Lausprecher-Schlitze, eine Reset-Loch, ein Netzeingang, ein USB-Port, den microSD Slot und den Kopfhöreranschluss. Ein kurzer Überblick über die technischen Daten verrät, dass der Tablet-PC einen 2GB NAND Flash Speicher hat, von jedoch nur 1 GB nutzbar sind. Die Hauptfrequenz beträgt 300 Mhz, bei einem Speicher von 128MB. Zudem gibt es WVGA Auflösung (800x480 Pixel) und integriertes WiFi
Nach dem betätigen des Einschalters dauerte es ca. 1 Minute bis der Jay-PC Tablet betriebsbereit war, bzw. bis das Betriebssystem gestartet wurde. Warum sich hier für Android 1.6 entschieden wurde ist uns schleierhaft, denn zurzeit ist 2.3 die aktuellste Version des Google-Betriebssystems. Um das Display zu entsperren muss die Menütaste auf dem Display kurz gedrückt werden. Danach erscheint ein Desktop mit bereits vorinstallierten Verknüpfungen wie Videos, Bilder, Musik, YouTube, WLAN, App Market, uvm. Auf der oberen Taskleiste gibt es u.a. folgende Icons: Startseite, Quer-Hochformat-Wechsel, Akkuanzeige, Bildaufnahme, Lautstärke, Menü und zurück. Unten sehen wir 5 Icons: E-Mail, Browser, Einstellungen, Kontakte und den Kalender. Das 17,8cm große Touch-Display ist nicht kapazitiv, sondern resitiv, also druckempfindlich. Es reagiert nur auf Druck und nicht bereits bei Berührung, wie es kapazitive Displays tun. Dies merkt man besonders beim scrollen, bzw. schieben und war im Test nicht immer einfach zu bewerkstelligen. Drückte man zu locker passierte nichts und wenn man zu feste war bekam man einen Menüpunkt, den man nicht wollte. Auch eine leichte Verzögerung war zu bemerken. Beim Lesen von Ebooks merkte man auch eine gewisse Häng-Problematik (davon war nach dem Firmware-Update nicht mehr so viel zu merken). Das blättern stockte ziemlich und war teilweise nicht fließend.
Das gezielte Antippen auf einzelne Menüpunkte funktionierte hingegen immer und genau. Schade: Der Touch-Screen ist nicht multi-touch fähig. Laut technischen Daten befindet sich im JayPC Tablet auch ein G-Sensor. Dieser funktionierte bei manchen Spielen- nicht besonders gut, dafür aber bei Ebooks und Videos umso mehr. Vor dem Update hingen anspruchsvolle Games oder funktionierten teils gar nicht. Dies liegt zum einen am 300Mhz Prozessor und zum anderen am internen Speicher von 128MB. Hier hätte man bei beiden Komponenten weniger sparsam sein müssen, denn um heutigen Tablet-PC Ansprüchen gerecht zu werden, sollten schon mindestens 600 Mhz (idealerweise 1Ghz) und 256 MB interner Speicher vorhanden sein. Doch nicht alle Spiele machten Probleme, teilweise wurden wir selbst bei Sportgames positiv überrascht und hatten viel Freude beim testen. Auch der Sound kam beim Spielen sehr gut rüber. Office-Anwendungen und Bilder ließen sich ebenfalls problemlos und teilweise auch fließend bearbeiten, bzw. ansehen. Der Foto-Browser unterstützt die Bildformate JPEG, PNG, BMP und GIF.
Im Multimedia Bereich konnte der Jay PC Tablet PID7901 richtig punkten. In einer grafisch schön dargestellten Videothek bekommt man eine Liste aller sich im Gerät befindenden Videos und kann diese nach Belieben auswählen. Der Tablet-Computer spielt im Video-Modus zwar nur MP4, 3gp und FLV ab, doch gibt diese sehr gut und ohne zu hängen wieder. Auch hier muss der Sound lobenswert erwähnt werden, denn dieser kam aus den Stereolautsprechern sehr schön zum Vorschein und brachte vor allem im Musik-Modus einen guten Klang. Als Audio-Formate werden MP3 und WAV unterstützt. Hierfür gibt es einen tollen Musik-Player im Plattenspieler-Retro-Look. Den Web-Modus testeten wir an einer WLAN Station mit einer 16 M/bit Leitung. Das Netzwerk wurde prompt anerkannt und wir konnten mit dem vorinstallieren Browser auch gleich lossurfen. Webseiten wie ebay, google oder unsere eigene wurde ziemlich zügig geladen, doch auch hier funktionierte das bewegen der einzelnen Seiten nicht sehr gut. Die Tastatur reagierte jedoch gut, hier konnte problemlos jedes Wort eingetippt werden. Webseiten mit Flash konnten geladen werden, jedoch kann es bei Seiten mit viel Flashinhalten Probleme beim Laden geben.
Fazit: Der Jay-PC Tablet aus dem Hause Jay-Tech ist sehr günstig zu haben. Sicher kann man für diesen Preis kein High-Tech PC erwarten, doch man bekommt einen Computer mit einem großen- wenn auch nur resitiven- Display mit dem man alle Funktionen bekommt, die man von einem Tablet-PC erwartet. Der Jay-PC Tablet konnte zwar nicht in allen Punkten überzeugen, doch für Videos, Musik und nicht sehr anspruchsvolle Spiele oder Webseiten reichte er im Test allemal aus.