Kurzbeschreibung
Jawlenskys Leben war wechselvoll. Zunächst begünstigt durch die großzügige Unterstützung seiner Lebensgefährtin und Mentorin - der Baronin und Malerin Marianne von Werefkin - nahm es durch den Ersten Weltkrieg, die daraus erwachsende Armut, durch Krankheit und das Malverbot der Nazis einen tragischen Verlauf. Als Künstler ist der Russe durch viele Stilepochen gegangen. In seiner Wahlheimat München überwand er den Realismus seiner Anfangsjahre und gelangte zum Impressionismus. Auf Reisen in Frankreich lernte er die Kunst van Goghs kennen, die seine eigene Malerei für Jahre prägen sollte. Darüberhinaus erprobte er Stileigentümlichkeiten von C zanne und Munch, übte sich an der heute wenig bekannten Ton-in Ton-Malerei der Franzosen, nahm Elemente der japanischen Holzschnittkunst auf, um schließlich zur Flächenmalerei in Konturen von Gauguin zu finden.
Alle diese Einflüsse formten Jawlenskys überragende Malkultur und ließen ihn für viele seiner Münchner Kollegen zum wegweisenden Expressi onisten werden.
Ohne Jawlensky hätte die Klassische Moderne einen anderen Verlauf genommen.