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am 26. Februar 2012
Zusammen mit "The Melody At Night, With You" ist "Jasmine" sicherlich die sanfteste Einspielung des Klaviervirtuosen Keith Jarrett. In seinem eigenen Studio in New Jersey hat Jarrett im Jahr 2007 mit seinem alten Weggefährten Charlie Haden einige Standards aufgenommen. Und eigentlich wünscht man sich eine Fortsetzung oder Weiterführung der Zusammenarbeit der beiden, denn Haden wirkt nicht selten eine Spur präziser am Bass als Gary Peacock aus dem Trio.
Die Stücke sind ganz überwiegend fantastisch geraten. Jarrett beherrscht das Spiel der leisen Töne meisterhaft, versteht es aber auch, punktgenau Akzente mit etwas forscheren Klängen zu setzen. Hadens Bass begleitet unprätentiös und angemessen zurückhaltend, in den Soli selbstbewusst, ohne aufdringlich zu sein.
Einige Stücke in der Mitte plätschern mitunter fast ein wenig belanglos dahin (z.B. "One Day I'll Fly Away" oder "I'm Gonna Laugh You Right Out Of My Life"), aber insgesamt ist das traumhafte Musik zum Schwelgen, die uns der Meister hier präsentiert: "Where Can I Go Without You" - ein äußerst konzentriert vorgetragenes Stück mit toll herausgearbeitetem Thema oder das sehr coole "No Moon At All" oder auch der sanfte Ausklang mit "Don't Ever Leave Me" - "Jasmine" ist ein großartiges Werk zweier Altmeister, die niemandem mehr etwas beweisen müssen, aber sich dem Vergnügen der sanften Einspielungen von Standards hingegeben und Freunden anspruchsvoller Unterhaltungsmusik damit viel Freude bereitet haben.
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am 24. Juni 2011
Dieses Duo spielt essenziell gute Jazzmusik. Zwei große Künstler schaffen ein unaufdringlich wunderschönes Album dessen "unspektakuläres" daherkommen an sich
schon wieder spektakulär ist. Hier ist nichts vordergründig. Die beiden "durchschweben" einige große Standards und hinterlassen eine subtil nuancierte
zutiefst schlüssige Essenz dieser. Kein Ton ist unplaziert, nichts überstrapaziert. Das Spiel ist voll raffinierter Synkopation und Dynamik und entbehrt tatsächlich jeder weiteren Ergänzung. Für wen Charlie Haden hier der unbekanntere Künstler ist, findet auf diesem Album eines der besten Beispiele warum er einer der außergewöhnlichsten Künstler am Bass ist. Selbst außerhalb seiner "Solopassagen"in denen sein Bass zunächst gar nicht groß aufällt empfehle ich dem wirklich interessierten einmal aufmerksam zu verfolgen wie raffiniert er mit wenigen Tönen zum genau richtigen Zeitpunkt ein Fundament bildet und gleichzeitig von der Wirkung
her eine ganze Rhythmusgruppe ersetzt. In den Passagen in denen der Bass melodisch in den Vordergrund tritt wird die telephatische Qualität des Zusammenspiels mit Jarret direkt spürbar. Jede Entscheidung und harmonische Nuance scheint ausgetüftelt und ausgewählt. Es ist viel leichter eine unübersichtlich mit Tönenüberfüllte schnelle Improvisation hervorzubringen als spontane Entscheidungen zu treffen die zu einer so strukturiert und in sich ruhenden Musik führen. Aber das ist eine der großen Kunstfertigkeiten wirklich guter Jazzmusiker. Ein Leben lang für solche Momente zu üben in denen lediglich ein Rahmen gespannt wird in dem spontane Entscheidungen getroffen werden, die zu Musik führen die zutiefst strukturiert, durchdacht und aufs wesentliche beschränkt daherkommt. Beeindruckend.
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am 2. Dezember 2010
Als relaxtes Kamingespräch unter Freunden darf man sich «Jasmine» vorstellen ' wobei diese Freunde zwei der besten, altgedientesten Jazzgrößen sind, die sich seit inzwischen 40 Jahren kennen. Entsprechend klingt «Jasmine» nach gutem Wein oder Whiskey, vielleicht aber auch nach MIlchkaffee und Chai-Tee ' jedenfalls entspannt, gemütlich, ein Dialog von zwei Musikern, die sich unaufdringlich die Bälle zu werfen, die sich nichts zu beweisen haben. Obwohl Jarrett schon vom Instrument her natürlich dominanter ist und beherzt und oft bei aller Flüssigkeit auch mit kleinen Kantigkeiten frei improvisierend durch die Standards tanzt, begleitet von einem leicht atonalen Gould-esquem «Gesang», schafft erst Haden mit seinem melodischen, unfassbar stoischem Bass ein Fundament für Keiths Wanderungen. Es ist tatsächlich so, wie die kongenial-minimalistische Zeichnung auf dem Cover suggeriert ' zwei Felder, die nicht so einfach sind wie sie auf den ersten Blick scheinen mögen, eine große Schnittmenge, aber auch Bereiche, die außerhalb dieser Gemeinsamkeit liegen, und die nicht minder spannend sind. Jarrett, der depressive Freigeist und Haden, der in den letzten Jahren ja häufiger den samtigen, sanften Tönen entgegen neigt, laufen auch oft auseinander, scheinen in Diskurs zu geraten, um dann plötzlich wieder aufs wunderbarste zusammenzufinden, ineinander zu münden. Im Gegensatz zum Piano erweist sich der Bass selbst in Meisterhänden wie denen von Charlie Haden nur bedingt als langfristig spannendes Soloinstrument, und so ist es natürlich in erster Linie ein Piano-Album, aber Haden bekommt viel Freiraum für eigene Wanderungen, die Jarrett nur mit einigen hingehauchten Akkorden begleitet. Bei weniger stellaren Partnern würde das Album nicht selten sicher mit dem Bauch am Seichten entlangschrappen, aber den beiden Veteranen gelingt das Kunststück, einen offenen, leicht zugänglichen Jazz zu zaubern, der mitunter nach Bargeklimper klingt, es aber nie wirklich ist, der handwerklich famos, nahezu symbiotisch funktioniert. Das Ergebnis ist ein für Jarretts Verhältnisse beschwingt-leichtes Album, das fast schwerelos zu sein scheint.
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Die Aufnahmen für "Jasmine" stammen bereits aus dem März 2007 und fanden in Jarrett's Heimstudio statt. Ursprünglich war auch nicht klar, ob aus den intimen Sessions wirklich ein Album werden würde. Umso erfreulicher, dass man nun dieses Destillat aus offensichtlich vielen Stunden Musik, die Jarrett und Haden aufgenommen haben, veröffentlichte. In klanglich vergleichsweise trockener Atmosphäre spielten die beiden daher eher für sich als ein eventuelles Publikum. Daraus wählte man nun eine Handvoll Standards aus. Jarrett hält sich pianistisch und - wie ich finde - auch vokalistisch :-) sehr zurück, am ehesten knüpft sein Spiel wirklich an die "Melody at Night with You" an. Haden steuert einige extrem melodische und konzise Bass-Soli dabei, die wieder einmal seine sympathische Bescheidenheit unterstreichen. Fazit: Eine intime Sternstunde zweier Altmeister, die wir hier zu hören bekommen !!!
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am 29. September 2014
Für den, der eine Ader für diese Art Musik hat, hat Keith Jarretts souveränes Spiel eine unglaublich lässige, entspannende Ausstrahlung. Der reine Genuss.
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am 20. Mai 2014
Für mich eine wunderschöne sanfte Musik.
Interessant die Entwicklung von Keith Jarrett von den 70er bis heute zu verfolgen. Sicherlich haben sich viele Ecken und Kanten gerundet. Aber das ist doch bei einem solchen Künstler, der mit der Musik lebt, doch normal.
Das Köln-Konzert sollte man in die Zeit einordnen, in der es entstand. Seine Musik hat eine große Entwicklung hinter sich gebracht, sie ist gereift und wunderschön geblieben. Aber sie hat sich verändert und das ist gut so..........
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am 9. Juni 2010
Wer sich ein bißchen auskennt und die Vorankündigungen für "Jasmine" verfolgt hat, konnte sich schon in etwa vorstellen, was mit dieser Duo-Aufnahme auf ihn zukommt: keine musikalischen Experimente oder Revolutionen, sondern entspannter, gut hörbarer, dennoch immer niveauvoller, nie seichter oder langweiliger Jazz zweier Ausnahmemusiker. Meine Erwartungen wurden dann beim Hören trotzdem noch übertroffen, denn Keith Jarrett und Charlie Haden - jeder für sich schon alleine ein Weltstar - schaffen es im Duo ihre musikalischen Fähigkeiten zu potenzieren und liefern ein ganz besonderes Album ab. Entstanden in Keith Jarretts Heimstudio hat man den Eindruck, dabei sein zu dürfen, wenn diese beiden älteren Herren Musik aus sich heraus und aus dem Augenblick heraus entstehen lassen. Da muß sich keiner von beiden beweisen, weder sich noch dem anderen noch dem Publikum. Keiner drängt sich mit exaltierten Soli in den Vordergrund, es ist ja bei dieser Besetzung auch genug Platz für jeden da. Souverän schaffen die beiden eine ganz eigene, initime Atmosphäre, die beim Hörer viel anklingen und nachklingen läßt. Sicher, einige der verwendeten "standards" hat man im Ohr, aber wenn man sich einläßt auf diese Interpretationen, wird man auch bekannte Melodien völlig neu hören und diese Versionen sehr schätzen.
Immer wieder wird - teilweise zurecht - der Vergleich zu "The Melody At Night, With You" gezogen. Damit auch Charlie Haden nicht zu kurz kommt, möchte ich denen, die sie noch nicht kennen, seine Aufnahme "Beyond The Missouri Sky" (Duo mit Pat Metheny) dringend ans Herz legen. Meiner Meinung nach kann "Jasmine" vor allem mit diesem Meisterwerk verglichen werden.
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am 15. Mai 2010
Genauso wie "The Melody at Night With You", wird auch dieses Album zum Klassiker werden. Dennoch bleibt die Intensität der älteren Scheibe unerreicht. Aber das Solo- der älteren mit dem Duospiel auf dieser zu vergleichen, wäre dann vielleicht auch wie Äpfel und Birnen zusammen zu werfen. Jarretts älteres Solo-Album als quasi Comeback nach schmerzvoller Schaffenspause, spürte für mich Wahrheiten nach, die jenseits der Musik lagen, war sehr melancholisch, doch nicht ohne Hoffnung.
Diese Duos mit Charlie Haden tun für mich etwas ganz anderes. Man kann sich ja einfach mal "Don't ever leave me" in den beiden unterschiedlichen Versionen der beiden Alben anhören. Hier gehen die beiden sehr existenziell der Frage nach, was Musik in ihrem Sinne ist. Sie loten mit einfachsten und traditionellen Mitteln die Möglichkeiten der versammelten Klassikertitel aus, dass die beiden dabei nicht langweilig auf alten Pfaden treten, liegt eben am ungeprobten und doch schlafwandlerischen Zusammenspiel der beiden Übermusiker. Alles ist neu, weil es stets spontan, aus dem Moment tief empfunden, ist. "One Day I'll Fly Away" ist in diesem Sinne wohl die Essenz dieses neuen Albums - was hätten geringere aus dieser Schmalzfalle gemacht...
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am 23. Juni 2010
Charlie Haden ist der Meister der Zurückhaltung in kleiner Besetzung.
Er hat verstanden, dass es hier nicht um Perfektionismus geht, sondern um
musikalische Persönlichkeit in der Komunikation.
Sehr schön auch seine viel ältere Zusammenarbeit mit dem kürzlich verstorbenen
Hank Jones.
Keith Jarrett lässt sich Gott sei dank davon anstecken,
und spielt sich mit Haden in den siebten Himmel.
Jasmin ist schon jetzt mein Highlight 2010.
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am 15. Mai 2010
Musik die die Welt schöner macht. Zitat aus dem Booklet: "... Call your wife or husband or lover in late at night and sit down and listen. These are great love songs ..." So berührend wie: The melody at night with you - nur positiv verliebt - mit einem Lächeln und nicht einer Träne im Auge.
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