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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schwerelos,
Von
Rezension bezieht sich auf: Jasmine (Audio CD)
Als relaxtes Kamingespräch unter Freunden darf man sich «Jasmine» vorstellen ' wobei diese Freunde zwei der besten, altgedientesten Jazzgrößen sind, die sich seit inzwischen 40 Jahren kennen. Entsprechend klingt «Jasmine» nach gutem Wein oder Whiskey, vielleicht aber auch nach MIlchkaffee und Chai-Tee ' jedenfalls entspannt, gemütlich, ein Dialog von zwei Musikern, die sich unaufdringlich die Bälle zu werfen, die sich nichts zu beweisen haben. Obwohl Jarrett schon vom Instrument her natürlich dominanter ist und beherzt und oft bei aller Flüssigkeit auch mit kleinen Kantigkeiten frei improvisierend durch die Standards tanzt, begleitet von einem leicht atonalen Gould-esquem «Gesang», schafft erst Haden mit seinem melodischen, unfassbar stoischem Bass ein Fundament für Keiths Wanderungen. Es ist tatsächlich so, wie die kongenial-minimalistische Zeichnung auf dem Cover suggeriert ' zwei Felder, die nicht so einfach sind wie sie auf den ersten Blick scheinen mögen, eine große Schnittmenge, aber auch Bereiche, die außerhalb dieser Gemeinsamkeit liegen, und die nicht minder spannend sind. Jarrett, der depressive Freigeist und Haden, der in den letzten Jahren ja häufiger den samtigen, sanften Tönen entgegen neigt, laufen auch oft auseinander, scheinen in Diskurs zu geraten, um dann plötzlich wieder aufs wunderbarste zusammenzufinden, ineinander zu münden. Im Gegensatz zum Piano erweist sich der Bass selbst in Meisterhänden wie denen von Charlie Haden nur bedingt als langfristig spannendes Soloinstrument, und so ist es natürlich in erster Linie ein Piano-Album, aber Haden bekommt viel Freiraum für eigene Wanderungen, die Jarrett nur mit einigen hingehauchten Akkorden begleitet. Bei weniger stellaren Partnern würde das Album nicht selten sicher mit dem Bauch am Seichten entlangschrappen, aber den beiden Veteranen gelingt das Kunststück, einen offenen, leicht zugänglichen Jazz zu zaubern, der mitunter nach Bargeklimper klingt, es aber nie wirklich ist, der handwerklich famos, nahezu symbiotisch funktioniert. Das Ergebnis ist ein für Jarretts Verhältnisse beschwingt-leichtes Album, das fast schwerelos zu sein scheint.
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25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intime Sternstunde zweier Altmeister,
Von Michael W. Riemann (Nuernberg Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Jasmine (Audio CD)
Die Aufnahmen für "Jasmine" stammen bereits aus dem März 2007 und fanden in Jarrett's Heimstudio statt. Ursprünglich war auch nicht klar, ob aus den intimen Sessions wirklich ein Album werden würde. Umso erfreulicher, dass man nun dieses Destillat aus offensichtlich vielen Stunden Musik, die Jarrett und Haden aufgenommen haben, veröffentlichte. In klanglich vergleichsweise trockener Atmosphäre spielten die beiden daher eher für sich als ein eventuelles Publikum. Daraus wählte man nun eine Handvoll Standards aus. Jarrett hält sich pianistisch und - wie ich finde - auch vokalistisch :-) sehr zurück, am ehesten knüpft sein Spiel wirklich an die "Melody at Night with You" an. Haden steuert einige extrem melodische und konzise Bass-Soli dabei, die wieder einmal seine sympathische Bescheidenheit unterstreichen. Fazit: Eine intime Sternstunde zweier Altmeister, die wir hier zu hören bekommen !!!
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5.0 von 5 Sternen
Ausnahme Duo,
Rezension bezieht sich auf: Jasmine (Audio CD)
Dieses Duo spielt essenziell gute Jazzmusik. Zwei große Künstler schaffen ein unaufdringlich wunderschönes Album dessen "unspektakuläres" daherkommen an sichschon wieder spektakulär ist. Hier ist nichts vordergründig. Die beiden "durchschweben" einige große Standards und hinterlassen eine subtil nuancierte zutiefst schlüssige Essenz dieser. Kein Ton ist unplaziert, nichts überstrapaziert. Das Spiel ist voll raffinierter Synkopation und Dynamik und entbehrt tatsächlich jeder weiteren Ergänzung. Für wen Charlie Haden hier der unbekanntere Künstler ist, findet auf diesem Album eines der besten Beispiele warum er einer der außergewöhnlichsten Künstler am Bass ist. Selbst außerhalb seiner "Solopassagen"in denen sein Bass zunächst gar nicht groß aufällt empfehle ich dem wirklich interessierten einmal aufmerksam zu verfolgen wie raffiniert er mit wenigen Tönen zum genau richtigen Zeitpunkt ein Fundament bildet und gleichzeitig von der Wirkung her eine ganze Rhythmusgruppe ersetzt. In den Passagen in denen der Bass melodisch in den Vordergrund tritt wird die telephatische Qualität des Zusammenspiels mit Jarret direkt spürbar. Jede Entscheidung und harmonische Nuance scheint ausgetüftelt und ausgewählt. Es ist viel leichter eine unübersichtlich mit Tönenüberfüllte schnelle Improvisation hervorzubringen als spontane Entscheidungen zu treffen die zu einer so strukturiert und in sich ruhenden Musik führen. Aber das ist eine der großen Kunstfertigkeiten wirklich guter Jazzmusiker. Ein Leben lang für solche Momente zu üben in denen lediglich ein Rahmen gespannt wird in dem spontane Entscheidungen getroffen werden, die zu Musik führen die zutiefst strukturiert, durchdacht und aufs wesentliche beschränkt daherkommt. Beeindruckend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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