Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit der aktuellen Version hat
Paint Shop Pro 8 erneut einen großen Schritt nach vorn getan. Aus dem schlanken Shareware-Tool der Anfänge ist mittlerweile ein mächtiges Allround-Werkzeug für Einsteiger wie für Profis geworden.
Als eine der größten Stärken des Programms kann dabei die vergleichsweise unkomplizierte Benutzeroberfläche gelten, welche schon nach kurzer Einarbeitungsphase vorzeigbare Arbeitsergebnisse ermöglicht. Allerdings könnten sich erfahrene Anwender daran stoßen, dass gelegentlich auf die Einhaltung gewohnter Windows-Standards verzichtet wurde. Umlernen muss etwa, wer häufig mit Tastaturkürzeln arbeitet. Das Gros der User wird damit freilich keine Probleme haben und sich eher an Lernhilfen wie Video-Tutorials oder Kurzleitfäden, die Schritt für Schritt durch die wichtigsten Programmfunktionen führen, erfreuen.
Die für Profis wichtigste Neuerung dürfte die Integration lange vermisster Automatisierungsfunktionen sein. Per Makro-Rekorder und Skript-Editor lassen sich nun beliebige Abfolgen von Bearbeitungsschritten aufzeichnen und auf einzelne Bilder oder ganze Ordner anwenden. Damit auch Einsteiger die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten des Programms ausnutzen und schnell zu optimierten Fotos gelangen können, wurde Paint Shop Pro 8 eine Automatik-Korrektur spendiert. Mit nur einem Mausklick lassen sich so misslungene Schnappschüsse aufbessern. Selbst bei arg missratenen Bildern klappt das noch verblüffend gut.
Mithilfe der neuen Perspektivkorrektur können stürzende Linien, wie sie beispielsweise in der Architekturfotografie vorkommen, gerade gerückt werden. Dazu muss dem Programm lediglich die neue Linienführung vorgegeben werden -- der Rest geschieht automatisch. Gerade komplexe Motive wie Bäume oder Haare erschweren dem Grafiker die Anfertigung von Freistellern. Hier kann der neue Hintergrundradierer unschätzbare Dienste leisten. Durch die Entfernung farblich kontrastierender Bildelemente stellt er den Vordergrund ohne großen Aufwand und mit beachtlicher Präzision frei.
Insbesondere für professionelle Anwender wie beispielsweise Werbe-Grafiker ist der Bildstempel gedacht. Hiermit lassen sich Elemente eines Fotos über ein zweites retuschieren. Neue Filter wie etwa der Weichzeichner und eine überarbeitete Grafik-Engine mit frei definierbaren Pinselspitzen runden das positive Bild ab. Alles in allem erweist sich Paint Shop Pro 8 einmal mehr als absoluter Spezialist für die Foto-Retusche. Hier muss das Pogramm keinen Vergleich fürchten. Etwas üppiger hätten allenfalls die Bildverwaltungsfunktionen ausfallen dürfen. --Holger Otto
Pro:
- Sehr gute Bildkorrektur
- Hochwertige Effektfilter
- Intelligente Lernfunktionen
- Automatisierung wiederkehrender Aufgaben über Makros und Skripte
Kontra: - Weicht bei der Bedienung zum Teil von gängigen Windows-Konventionen ab
- Rudimentäre Bildverwaltungsfunktionen
Voraussetzungen
Minimale Systemvoraussetzungen: Pentium Prozessor oder vergleichbar; Microsoft Windows 98SP2 oder 98SE SPI, NT4 SP6a, 2000, ME, XP; 128MB RAM; CD-ROM Laufwerk; 200MB freier Festplattenplatz; Microsoft Internet Explorer 5.0 oder neuer; Grafikkarte mit einer Auflösung von 800x600 Bildpunkten und 16 Bit Farbtiefe
Empfohlene Systemvoraussetzungen:
Prozessor mit 1.0 GHz oder besser; 256MB RAM; Microsoft Internet Explorer 6.0 oder neuer; Grafikkarte mit einer Auflösung von 1024x768 Bildpunkten und 32 Bit Farbtiefe