Das Debutalbum von den Jars of Clay hat es geschafft, fast ausschließlich über den Vertrieb in christlichen Buchhandlungen Platin einzufahren. Allein vom Musikstil her in der vom Mainstream geprägten christlichen Musikszene eine Sensation. Denn dieses Album ist ganz anders: geheimnisvoller akustischer Folkrock, ähnlich wie die frühen R.E.M. und ein beachtliches Songwritertalent einer damals sehr jungen Band. "Liquid", "Sinking", "Flood" und "Blind" sind meine persönlichen Anspieltipps. Die Songs dazwischen sind zwar auch nicht schlecht, manchmal jedoch fast zu brav, vielleicht etwas boygrouphaft, obwohl die Band wohl eher von gestandenen Twens gehört wird. Die Texte sind allesamt von hohem Niveau, hier werden keine Plattheiten, sondern Lyrisches Geboten, manchmal in Bildern, manchmal konkreter. Ein empfehlenswertes Album, sicher nicht besser als die (bedeutend anders klingenden) Nachfolger, wie oft behauptet wird, aber auch nicht schlechter.