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100 Jahre Universal Pictures
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Produktinformation
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Der Film folgt Swoffords Werdegang (was von Jake Gyllenhall einfühlsam dargestellt wird) vom verwahrlosten Rekruten der Marines (er wurde angeheuert, weil er "sich auf dem Weg zum College verlaufen hatte") über den spezialisierten Marine-Scharfschützen bis hin zu seinem Weg in die Wüste zur Vorbereitung auf den Angriff auf den Irak. Der knallharte überzeugte Marine-Ausbilder Sergeant Sykes (Jamie Foxx) jener Mann, der Swofford und seinen Späher Troy (Peter Sasarsgaard) in das Scharfschützenteam berufen hatte führt ihre Ausbildung und die Warterei an, wo ihr Leben von endloser Spannung, sinnlosen absurden Übungen (wie zum Beispiel einem Football-Spiel in der Gluthitze der Wüste mit aufgesetzten Gasmasken, weil das Ganze so besser für die Fernsehkameras der Medien aussieht), noch mehr Training und ständigem Erwarten jenes Moments, wenn sie endlich mit dem Töten anfangen dürfen, bestimmt wird. Als der Krieg beginnt, geht alles für Swaffords Scharfschützenteam zu schnell, und die einzige Chance auf das Töten eines Feindes wofür sie die ganze Zeit ausgebildet worden waren und worauf sie gewartet hatten entgeht ihnen, woraufhin sie sich fragen, wofür sie das alles hatten über sich ergehen lassen. Unter der Regie von Sam Mendes (American Beauty) bleibt der Film sehr nahe an der Sprache und Vision des Buchs, aber nicht alles funktioniert wirklich, denn der Film bräuchte mehr als eine wortgetreue Umsetzung, um sein Potenzial voll entwickeln zu können. Mendes starke und zuweilen apokalyptische Bilder tragen dazu bei und treffen den richtigen Ton: Großaufnahmen von tintenschwarzem Öl, das aus brennenden Ölquellen auf die weite, leere Wüste hinabregnet im Kontrast zu Nahaufnahmen von rohölverschmierten Gesichtern, die sich durch den Schlamm kämpfen, verkörpern auf lebendige Art und Weise das Schlagwort "Willkommen im Dreck". Aber einiges in der zweiten Hälfte des Films wird womöglich manche Zuschauer aus cineastischer Sicht enttäuschen, wohingegen andere vielleicht die mikroskopische Darstellung modernen Chaos und Sinnlosigkeit willkommen heißen. Jarhead ist eines jener Beispiele, bei denen das Buch besser ist als der Film, was jedoch nicht am mangelnden Bemühen liegt. --Dan Vancini
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
52 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der "Platoon" einer neuen Generation,
Von J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Jarhead - Willkommen im Dreck (DVD)
Diesen soliden, angenehm unpatriotischen Streifen kann ich uneingeschränkt empfehlen. Voraussetzung ist allerdings, dass einem ähnlich gestrickte Streifen wie "Full Metal Jacket" oder "Heartbreak Ridge" auch zugesagt haben und man als Zuschauer bei einem "Verfi…t nochmal!" nicht gleich aus dem Anzug hüpft. Denn so derbe, wie in genannten Vorbildern, ist die Sprache auch in "Jarhead". Die Altersfreigabe ab 12 ist ganz sicher nur darauf zurückzuführen, dass der Film alles andere als einen Werbefilm für das Marine Corps abgibt, sondern in abschreckenden und dreckigen Bildern die Hässlichkeit des Soldatenlebens zeigt. Nach Ansicht meinte ich zwar zunächst, dass der Film nicht viel Neues zum Thema beigetragen hat: Lässt man das Geschehen allerdings sacken, entdeckt man tatsächlich die erzählerische Brillianz und einfallsreiche visuelle Umsetzung der überwiegenden, quälenden Langeweile im unwirtlichen Gebiet und das Warten auf Feindberührung (grandiose Szene des ersten Gefechts, allein getragen von Gyllenhaal in Großaufnahme). Noch niemals wurde die Stupidität und Ressourcenverschwendung der Weltpolizei USA bei sich anbahnenden Krisen, die vielleicht gerade wegen des Auffahrens gigantischer Menschen- und Materialmassen in Kriegshandlungen ausarten, derart plastisch geschildert. Die heiß gedrillten Rekruten verlassen im Film das Flugzeug mit der weit gefehlten Annahme, dass ihr Einsatz nur 12 Stunden währt - Zitat Swofford/Gyllenhaal: "Wir werden nicht Mal Zeit haben, die Nüsse auszuscheißen..." (gemeint ist der gerade genossene Snack auf dem Flug in die Wüste). Am Ende des Einsatzes stellt der zum Scharfschützen ausgebildete Swofford dann fassungslos fest, dass er keinen einzigen Schuss abgegeben hat. Die bitterböse Komik der dieser Erkenntnis vorausgegangenen Szene muss man gesehen haben. Ob Gyllenhaal und Sarsgaard, wie bereits mehrfach gelesen, für diesen Film tatsächlich den Oscar verdient haben, bezweifle ich - ohne ihre Leistung schmälern zu wollen! - eher. Dafür war das ganze Ensemble auf gleich hohem Niveau, jeder einzelne Charakter hatte Raum für kleine, Glanzlichter setzende Auftritte. Die größten Akzente hat meiner Meinung sogar Jamie Foxx als menschliche Kampfsau gesetzt - ein weiterer, entbehrlicher Beweis, dass sein Oscar für "Ray" kein Zufallstreffer war. Fazit: gute, zum Nachdenken anregende Unterhaltung, die trotz der kontinuierlich präsenten Vulgärsprache (halt Männer unter ihresgleichen...) den Intellekt nicht beleidigt und manch existierende Vorurteile bezüglich der Cowboymentalität der US-Streitkräfte bestätigt. Wird bedenkenlos Einzug in die Top 5 meiner favorisierten Militärfilme halten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meisterhaft!,
Rezension bezieht sich auf: Jarhead - Willkommen im Dreck (DVD)
"Jarhead" ist nicht wirklich mit "Platoon", "Full Metal Jacket" oder "Apokalypse Now" zu vergleichen. Bei dem vorliegenden Film steht ganz klar die zynische und von Sarkasmus geprägte Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg im Mittelpunkt - ohne eine Komödie zu sein. Es werden keine "Helden" oder "Anti-Helden" geschaffen. Einzig und allein die Sinnlosigkeit des Krieges an sich wird reflektiert. Das geschieht allerdings derart kongenial, in unglaublich aufwendig und beeindruckend gefilmten Bildern und in einer Detailverliebtheit, die ihresgleichen sucht, dass anspruchsvolle Cineasten voll auf ihre Kosten kommen dürften. Action-Film-Fans könnten zeitweise eher enttäuscht sein. Dieser Film regt zum Dialog an und gehört mit Sicherheit zu den vielversprechendsten und unvorhersehbarsten Verfilmungen überhaupt. Schubladendenken ist hier fehl am Platz. Kameraführung und visuelle Umsetzung sind mitunter das Beste, was ich je gesehen habe. Ton und Synchro passen, die Regieleistung und das Drehbuch erfüllen höchste Ansprüche. Für Liebhaber intelligenter, stimmungsvielfältiger, nachhaltig diskutabler und oppulent ausgestatteter Filme uneingeschränkt empfehlenswert. Wer zumindest partiell harte oder turbolente Action-Sequenzen bevorzugt, hat mehr Freude an "Black Hawk Down" oder "Der Soldat James Ryan". 'Langweilig' ist "Jarhead" jedoch in keinem Fall - eine solche Stellungnahme, wie in vorhergehenden Rezensionen teilweise bezogen, ist unverständlich.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Alltag im Desert Storm,
Von Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Jarhead - Willkommen im Dreck [Limited Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
"Jarhead" nennen die US-Marines ihren Kurzhaarschnitt. Der Film beruht auf den realen Erlebnissen und dem gleichnamigen Buch von Anthony Swofford. Er erzählt von seiner Ausbildung bei den Marines und der Stationierung in Kuweit Dezember 1990. Nach 4 Monaten endlosen Wartens und Drills folgte ein viertägiger Einsatz im Irak.Der Film bietet brillante Szenen und er vermittelt nüchtern die Stimmung vor Ort, weshalb er eher als Antikriegsfilm gilt. Die Nachteile des Soldatenlebens werden offen angesprochen, insbesondere die Aufgabe der eigenen Persönlichkeit und die Erniedrigung im Drill. Auch der Tod unschuldiger Zivilisten am Highway of Death wird dargestellt. Es fällt allerdings auf, dass im ganzen Film kein Blut zu sehen ist. Es wird auch nicht auf einzelne Menschen geschossen, sein einziger Schuss bleibt Swofford erspart. Stattdessen erfolgen Angriffe durch Flächen-Bombardements der Luftwaffe, bei denen das Sterben nicht sichtbar ist. Diese Anonymität wird noch verstärkt, in dem die späteren Leichen sämtlich ohne Gesicht sind. Dadurch stellt der Film den Tod und irgendwie auch die Moral geradezu klinisch sauber dar. Umso dreckiger sind dagegen der Matsch beim Drill und die brennenden Ölquellen. Es wird den Beteiligten klar, dass sie am Golf US-Öl-Interessen vertreten und gegen einen Gegner kämpfen, den die USA selbst aufgebaut haben. Die Botschaft des Films ist nicht "Krieg ist schlecht", sondern eher "Krieg ist ein schmutziges Geschäft", was sich schon im Untertitel "Willkommen im Dreck" ausdrückt. Diejenigen, die nach der Sinnhaftigkeit des Krieges fragen wie z.B. Swofford, werden abgeschreckt, doch für andere wird das Söldnerleben zu einer Art Selbstzweck bzw. Lebensalternative, die sie einem bürgerlichen Leben vorziehen ("Ich liebe diesen Job"). Dieser Gedanke findet seine Spitze in Troy, der die Marines unehrenhaft verlassen muss und mit dessen Selbstmord der Film abschließt. Ich bin mir daher nicht sicher, ob es sich wirklich um einen Antikriegsfilm handelt, sondern eher um einen Schritt hin zu einem neuen Selbstverständnis von Krieg. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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