Produktinformation
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| 1. Rotten Apple |
| 2. Nutshell |
| 3. I Stay Away |
| 4. No Excuses |
| 5. Whale % Wasp |
| 6. Don't Follow |
| 7. Swing On This |
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1994 nach dem Megaseller „ dirt „ veröffentlicht, präsentiert sich Alice in Chains auf „ jar of flies „ unplugged. Hier werden aber nicht etwa alte Hits im neuen Gewand recycled, wie das so viele Band vor ihnen und nach ihnen getan haben, nein auf diesem Kleinod finden sich sieben völlig neue und eigenständige Kompositionen, jede für sich ein kleines musikalisches Juwel, ruhig, traurig und von der unverwechselbaren Stimme Layne Staley's getragen, der hier zu absoluter Höchstform aufläuft.
Die Platte transportiert vom ersten Ton an sehr tiefe Gefühle, spricht mit der Seele eines sehnsuchtsvollen Träumers, der sich, allein vor seinem Glas Wein sitzend, die Frage stellt, warum sich seine kleinen Träume nicht erfüllen.
Die Platte entführt den Hörer auf eine halbstündige Reise voll bittersüßer Melancholie. Alice in Chains liefern mit „ Nutshell " , „ I stay away " „ No excuses" und „Don't follow " ihre wahrscheinlich besten Songs ab, bringen in ihnen alles, was den Grunge so großartig machte, in gefühlvoller Perfektion auf den Punkt.
Nie klangen Alice in Chains besser.
Es ist traurig, wie es mit der Band und vor allem mit Layne Staley, der seine Drogensucht nie in den Griff bekam und schließlich den Tod fand, zu Ende ging. Seinen aussichtslosen Kampf hat er in vielen seiner Texte dokumentiert.
Was bleibt, ist das Werk dieser außergewöhnlichen Band, die zusammen mit Nirvana und Pearl Jam die Speerspitze der Grungewelle bildete, zu würdigen und in Ehren zu halten. Das fällt bei vorliegender E.P. wahrlich nicht schwer.
„ Jar of Flies" ist zu den unvergänglichen Klassikern des Genres zu zählen, etwas anderes als die Höchstwertung zu vergeben wäre ein Sakrileg.
Schlagt zu !
Dominieren auf ihren Longplayern traditionell tonnenschwere & düstere Riffs, die sie Anfang der 90'er zu einer der angesagtesten Grunge-Bands machten, zeigen sich ALICE IN CHAINS hier von einer ganz anderen Seite: mit 7 völlig neuen Stücken, vorwiegend akustisch, wie üblich schwermütig, aber auch verspielt und experimentierfreudig... als eine der ersten so-called Heavy-Metal Bands überraschten ALICE IN CHAINS Fans & Kritiker gleichermaßen mit dieser reifen & ruhigen Platte.
7 Songs enthält die EP, qualitativ übertrifft sie aber meiner Meinung nach sämtliche Studioalben der Band, und trotz vorwiegend akustischer Instrumentierung sind die Songs recht unterschiedlich ausgefallen. "Nutshell" ist der Klassiker, mit dem sie später ihr legendäres MTV Unplugged Set eröffneten, "Rotten Apple" fasziniert mit geheimnisvoller Basslinie und Layne's Vocals, "No Excuses" wurde als wohl eingängigster Song eine erfolgreiche Singleauskopplung, mit "Whale & Wasp" findet sich auch ein tolles Intstrumental-Stück. "Don't Follow" ist eine wunderbare Ballade mit sehnsüchtiger Mundharmonika, in der Songwriter Jerry Cantrell zeigt, daß er ebenfalls ausgezeichnet singen kann, und der Baß in "Swing on this" hält was der Titel verspricht.
Insgesamt eine großartige Platte, und eine Band die ich vor allem den jüngeren Leuten ans Herz legen möchte, damit sie sehen, woher Creed, Puddle of Mudd und viele andere ihre Einflüsse bezogen haben (und womit sie nie mithalten werden können...), denn nach dem Tod von Layne Staley m April 2001 wird man wohl kaum mehr etwas von AIC hören... RIP.
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