Als die selbstbewusste Journalistin Carry in das Leben des erfolgreichen Geschäftsmannes Lawrence tritt, ahnt sie nicht, auf was für ein gefährliches Spiel sie sich einlässt und dass eine andere, die nur SIE genannt wird, glaubt, ihn mit Haut und Haaren zu besitzen.
Geheimnisvolle Anrufe und Anschläge lassen Carry fast verzweifeln. Im Laufe der Zeit wird SIE immer gefährlicher, wovon Lawrence nicht das geringste ahnt. Davon abgesehen hat er ohnehin genug Probleme. Da ist nicht nur sein Bruder, den er von einer, wie er meint, unpassenden Ehe, abhalten will, sondern auch seine Unfähigkeit, sich bedingungslos der Liebe hinzugeben.
Für SIE ist die Liebe längst zur Obsession geworden. Mit allen Mitteln kämpft sie um ihre Liebe, lässt sich auf immer gewagtere Sado-Maso-Spiele ein, gibt sich fast selbst dabei auf, verliert jedoch nie ihr Ziel vor Augen, IHN für immer an sich zu ketten. Als ER beim Liebesspiel zwei brennende Teelichter unter ihre Brust stellt, fragt man sich unwillkürlich, ob er nicht befürchtet, ein Arzt könnte wegen der Brandwunden neugierige Fragen sollen, aber wie durch ein Wunder, geschieht nicht viel.
Die Auflösung dieser faszinierenden Geschichte ist dann genauso verblüffend wie logisch und wirft alle Theorien um, die der Leser bis dahin aufgestellt hat. In 'Janusliebe' hat es Ednor Mier auf geradezu meisterliche Art geschafft, zwei scheinbar unabhängige Geschichten so geschickt ineinander zu verweben, dass der Leser bis zum Schluss in Atem gehalten wird. 'Janusliebe' führt in die Abgründe der menschlichen Seele und enthüllt, welchen Preis manche Menschen bereit sind, für ihre Liebe, oder was sie dafür halten, zu bezahlen.