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Diesmal wurde das Album durch den blattlosen Baum auf dem Cover inspiriert, und die Einsamkeit und Leere, die dieses Bild austrahlt, hat Devon Graves in seiner Musik in wunderschöne Melancholie verwandelt. Da darf man natürlich keine Uptempo-Tanznummer erwarten, obwohl mit "Wings Of Faith" ein fast an Ministry erinnerndes Riff einmal für Aufregung sorgt, bevor es in digitalen Frauenchören transzendiert wird. In der Regel ist unteres Midtempo angesagt, und nicht selten werden die oft zitierten Vergleiche zu Tool/A Perfect Circle gerechtfertigt, etwa im Opener "Spiders And Flies" oder bei "Toy Rockets". Aber auch ein Freund von Porcupine Tree könnte Wilson'sche Satzgesänge wiedererkennen. Trotz der beeindruckenden Leistung an den Instrumenten herrscht ein angenehm niedriger Frickelfaktor, der stets den Atmosphären der Songs untergeordnet bleibt.
Die Neuaufnahme des Songs "Timepiece" vom alten Soloalbum The Strange Mind Of Buddy Lackey klingt nicht nur wegen der toll gespielten Flöte, sondern auch wegen der folkig angehauchten Melodie etwas nach Jethro Tull, und der abgedrehte surrealistische Text ist untypisch für diese CD. Trotzdem fügt es sich auch in diesen Kontext gut ein und so kann man das Album am Stück genießen, am besten mit einer Tasse heißem Tee und ohne Störfaktoren um einen herum. --Deborah Denzer
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