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Janis Joplin
 
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Janis Joplin [Gebundene Ausgabe]

Alice Echols
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Krüger, Frankfurt; Auflage: 1 (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3810505226
  • ISBN-13: 978-3810505224
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 777.475 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine unter die Haut gehende Biographie eines der brillantesten und aufwühlendsten weiblichen Rock-Stars (...) und eine lebendige und scharfsinnige Kulturgeschichte der Zeit, die die Welt für uns alle verändert hat." (Metropolitan Books)

Kurzbeschreibung

Janis Joplin ist die weibliche Ikone der Rockmusik der sechziger Jahre. Die Fachmedien feierten sie als Messias, die bürgerliche Presse empörte sich über die extrovertierten Shows und ihre ungezügelte Lebenslust. Trotz oder vielleicht auch wegen ihres Ruhmes erlebte Janis Joplin Zeiten der Einsamkeit, Leere und Entfremdung. Alkohol und Drogen machten sie »zu einer tragischen Heldin auf der Bühne der Jugend« (Time). 1970 wurde sie tot in einem Hotelzimmer in Hollywood aufgefunden - gestorben an einer Überdosis Heroin. Ihr einsames Ende, vergleichbar mit dem Tod von Jim Morrison oder Jimi Hendrix, war der traurige Abschluss eines selbstzerstörerischen Lebens voll Emotionalität und Aggressivität. Alice Echols hat für diese Biographie vier Jahre lang recherchiert und Interviews geführt. Sie geleitet ihre Leser durch das Leben und die Erfolgsgeschichte von Janis Joplin und spürt der Zeit von »sex, drugs and rock 'n' roll« nach. So entsteht nicht nur das Bild einer berühmten, einmaligen Frau, sondern auch eines Jahrzehnts. »Eine unter die Haut gehende Biographie eines der brillantesten und aufwühlendsten weiblichen Rock-Stars (...) und eine lebendige und scharfsinnige Kulturgeschichte der Zeit, die die Welt für uns alle verändert hat.« Metropolitan Books

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
vor ein paar Jahren hab ich schon die Janis-Biographie von ihrer Schwester Laura Joplin gelesen. Aber Alice Echols' Buch übertrifft das bei weitem, vielleicht weil sie nicht soviel schönreden muß wie Laura. Es ist ein erschütterndes Buch eigentlich, weil darin klar wird, dass die ganze im nachhinein so verklärte Hippiezeit doch eigentlich auch eine Mogelpackung war, das Versprechen von Love & Peace konnte nie eingelöst werden. Denn die einzelnen Individuen/Egos waren nicht so frei oder so voller Liebe. Sie wärens gern gewesen. Das Tragische an der Person von Janis wird gut herausgearbeitet. Als Frau ist sie über wirklich alle Grenzen gegangen, als Musikerin auch. Ich war nie Janis-Fan, wahrscheinlich weil die Musik von Big Brother (Ihrer Band) so unglaublich schlecht war. Aber darauf kam es nicht an, auch das wird in dem Buch sehr gut erklärt, dass Rock-Konzerte damals was ganz anderes waren als heute, damals war wirklich alles jenseits irgendeiner Art von Perfektion, sicherlich auch den Unmengen von Drogenexperimenten geschuldet. Janis hat alle überfordert, ihre Produzenten, ihre Mitmusiker, einfach alle. Sie hat aber in der sehr kurzen Zeit von 4 Jahren sehr viel Geld in das Unternehmen Rockmusik gepumpt, auch das war neu für eine Frau in diesem Geschäft. Im Unterschied jedoch zu Jimi Hendrix und Jim Morrison (beide im selben Jahr gestorben)war Janis schon wenige Jahre nach ihrem Tod eigentlich vergessen. Auf dem Rockmarkt. Jimi hendrix und die Doors hingegen haben all die 30 jahre Unmengen von Platten verkauft. Warum war/ist das so? Auch darum gehts in dem Buch von Alice Echols. Ich kann es nur rundherum empfehlen, denn kein Aspekt wird ausgespart. Ich hab mir daraufhin auch nochmal die alten Janis-Platten angehört, und musikalisch war nur ihre letzte Band, Full Tilt Boogie Band, wirklich gut. Alles davor ist nur schwer zu ertragen, aber authentisch durch und durch für die zeit damals.Und bei Janis' Stimme bekommt man wirklich eine Gänsehaut, da is soviel Tragik und Entschlossenheit drin, wirklich bis zum letzten zu gehen, und man hört auch den ganzen Alkohol, den Speed und das H heraus, aus jeder Note, aus jeder zeile. Also mich hat das Buch komplett geschafft. Es lohnt sich zu lesen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verborgen im Licht 7. Juni 2009
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Der Tod kann jeden beliebigen Menschen an jeder Straßenecke anspringen; denjenigen aber, die auf der Schneide des Lebens tanzen, ist er ständiger Begleiter.

Janis Joplins außergewöhnliche Stimme, gewaltig durch das Ende der 60er Jahre dröhnend, jammernd, wütend, lockend und schmeichelnd - ja, auch das konnte sie, ihre Bandbreite war phänomenal - verstummte zu Beginn der 70er jäh. Das Dreigestirn der Toten am Rockhimmel, Joplin, Hendrix, Morrison, waren, unabhängig davon, wie ihre genauen Todesumstände wirklich gewesen sein mögen, frühe prominente Opfer, die der rasch um sich greifende Drogenhype von dem dafür empfänglichen Teil der Jugend der westlichen Welt forderte. Sie wurden nur 27 Jahre alt, ebenso wie der 1967 geborene Kurt Cobain, der fast ein Vierteljahrhundert später ebenfalls nur 27 Jahre alt wurde. Die erhoffte Bewusstseinserweiterung entpuppte sich nur allzubald als trostloser Krieg gegen das eigene Hirn. Vor allem Heroin gibt wenig und fordert viel, manchmal alles. Etliche bekannte und unbekannte Rebellen, aber auch Orientierungslose, Verlorene und die zu allen Zeiten allgegenwärtigen Mitläufer sollten ihnen folgen. Die wirklich hässliche Chose der Vielen haben Joplin, Hendrix, Morrison nicht mehr erlebt, wenn auch bereits der legendäre "Summer of Love" den Untergang der Love and Peace-Generation einleitete. Als die High-School-Kids in den Sommerferien 1967 in Haight-Ashbury einfielen, neigte sich die Party bereits ihrem Ende zu. Von da an ging's bergab: Schutzengel wurden wichtiger als Blumen im Haar. Einige Jahre lang wurden bestimmte Straßen San Franciscos von Leuten bevölkert, die zwar jede Menge Probleme, aber nur noch wenig Spaß hatten. Derweil war Janis Joplins Asche schon Teil der Wellen, die gischtsprühend gegen die kalifornische Küste anrollen.

Über das kurze, wilde Leben der Janis Joplin wurde viel geschrieben. Wer sich mit ihr beschäftigen will, findet enormes Material, bis hin zu mehr oder weniger umfangreichen, mehr oder weniger seriösen Biografien. Welche am dichtesten an der Wahrheit (welcher?) dran ist? - wer weiß das schon. Diejenigen, die mit ihr jung waren, sie kannten und nicht zuletzt überlebten, sind in ihrem eigenen Blickwinkel und ihren Erinnerungen gefangen und haben auch nicht alle Facetten dieser zerrissenen Persönlichkeit zu Gesicht bekommen. Mit den nackten Fakten allein lässt sich aber keine fesselnde Biografie schreiben, sie bilden im Idealfall das Rückgrat, das "Fleisch" jedoch wird aus Legenden, Einschätzungen, Erinnerungen und Anekdoten gebildet. Auch in diesem Sinn ist diese Biografie ein saftiges Stück Braten. Das Buch ist fesselnd, lässt den Leser in den Zeitgeist der Sechziger eintauchen, in den dumpfen und den rebellischen, und bietet darüber hinaus viele Informationen über die Entwicklungsgeschichte des Rock'n Rolls und seinen Wurzeln, was streckenweise dazu führt, dass man die Sängerin für eine Weile aus den Augen verliert. Mich hat das nicht gestört, ich fand diese Schleifen und Umwege sehr interessant. Die Autorin hat sich nicht nur viel mit Janis Joplin und den Menschen, die sie kannten, beschäftigt, sondern auch intensiv mit der damaligen Musikszene, den dazugehörigen untergegangenen "Lightshows" und "Ballrooms", und nicht zuletzt mit den Machern der ersten Stunden auseinandergesetzt. Außerdem beleuchtet sie ausführlich die Rolle Joplins als ersten weiblichen Rockstar, der sich auf keine Vorbilder und Wegbereiter stützen konnte und der über die "Frauenbewegung", die es noch nicht gab, vermutlich sein markantes und spöttisches Gekicher, eher ein gewollt irritierendes Gackern, hätte hören lassen. Es ist kaum vorstellbar, dass sich Janis Joplin vor die Emanzipationskarren hätte spannen lassen, vor die der Schwulen und Lesben aber auch nicht, obwohl sie bisexuell lebte. Allerdings war sie clever genug, sich für ihren exzessiven Verbrauch eines Whiskeylikörs und dem damit verbundenen verqueren Werbeeffekt ordentlich bezahlen zu lassen. Die Chaotische verfügte über erstaunlich strukturiertes Denkvermögen, besonders wenn es um Geld ging und wurde von allen, die sie näher kannten, als hochintelligent eingeschätzt.

Was blieb von Janis Joplin, der Rebellin, der Drogensüchtigen, der Alkoholikerin, der unflätigen, ungebeugten Zerbrechlichen, die sich immer nach dem Leben "hinter dem weißen Gartenzaun" mit Mann und Kindern sehnte, das sie doch nie und nimmer ertragen hätte? Eine Frau, die das Pech hatte, dass ihr Äußeres, auch wenn sie nicht hässlich war, niemals mit ihrem furchterregenden Ego Schritt halten konnte, ihre außergewöhnliche Stimme mit ihrem herausragendem Nuancenreichtum von geschmeidigem Samt bis purem Sex aber sehr wohl. Diese Stimme ist uns erhalten geblieben. Selbst Aufnahmen aus ihren frühen, unbekannten Tagen existieren noch. Janis Joplin starb jung. Aber sie hinterließ Songs, die keinen kaltlassen, der noch lebendig und bereit ist, sich auf sie einzulassen: beispielsweise ihren "Turtle Blues", ihre Version von "Summertime", "Ball and Chain", "Cry Baby", "Me and Bobby McGee" (genau, der Song, der an unzähligen Lagerfeuern so oft verhunzt wird) und als letztes Lebenszeichen an die Fans "Mercedes Benz", aus Übermut am Ende eines langen Aufnahmetages in L.A. ohne Musikbegleitung von ihr aufgenommen. Am Schluss des Songs ist ihr Kichern zu hören und sie will wissen, ob sie gut war. Wer weiß, vielleicht hätte sie es geschafft, auch den Autobauern aus Untertürkheim und Zuffenhausen ein wenig Geld für Publicity aus den Rippen zu leiern? Aber sie setzte sich anschließend in ihren "psychedelisch" bemalten 1965er Porsche, steuerte eine Kneipe an, kehrte dann irgendwann in ihr schäbiges Motelzimmer in einer bekannten Drogenabsteige zurück, wo sie sich vermutlich ohne Vorsatz den Goldenen Schuss setzte, der sie von Messers Kante schupste und aus dieser Welt katapultierte. Was wissen wir schon über die Seelenpein der Anderen.

Das zugeschlagene, sehr empfehlenswerte Buch noch in den Händen, bleibt das Bedauern über ihren dann doch so passenden frühen Abgang vor bald 40 Jahren und einmal mehr über das in erster Linie biologisch und geografisch bedingte Versäumnis, nicht am Monterey Pop Festival dabeigewesen zu sein, damals, im Juni 1967. Kurt Cobain war da gerade mal vier Monate alt.

Helga Kurz

Im Juni 2009
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die ultimative Biografie 6. August 2008
Von MarkusR
Format:Taschenbuch
Wer wirklich an der Person Janis Joplin und ihren Hintergründen interessiert ist, sollte dieses Buch lesen! SElten habe ich eine so hervorragend rescherschierte Biografie gelesen. Alice Echols soll über 150 Leute im Zeitraum von meheren Jahren befragt haben und mit Erfolg. Sinngenau und ohne persönliche Meinung teilt sie die Ergebnisse mit, so das sich jeder selbst ein Bild machen kann.
Dieses Buch erklärt oder versucht es zumindest, weshalb Janis dermaßen abstürzte und warum sie selbst daran nicht viel ändern wollte. Die Weichen dafür wurden s chon früh gestellt und es ist erschreckend zu lesen, wie die Gesellschaft einen Menschen auf die schiefe Bahn bringen kann, so das er sich letztendlich selbst zerstört! Für Janis gab es keine Alternative, weil sie den kommerziellen Erfolg als Gegenpol für ihre Minderwertigkeitskomplexe im privaten Bereich brauchte. Bis zum Schluss fand sie sich "sehr hässlich" und hoffte immer wieder, daß "niemand herausfindet, daß ich nicht singen kann!" Erschreckend offen und schonungslos wird über ihre Heroinabhängigkeit berichtet, die Affären mit Frauen, ohne daß es als Skandal-Hetze ausgeschlachtet wird.
Dieses Buch ist eientlich die Janis Joplin Bibel, obwobhl ich persönlich auch noch weitere Bücher lesen würde, speziell dieses von ihrer Schwester und dies von Myra Friedman, die eine langjährige Vertraute war.
Fazit: Verständlich geschrieben, hochgradig informativ - ein Muss!
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