Eine ausgezeichnete Idee, dachte ich, als ich den Roman "Jane Fairfax" von Jane Aiken fand. Die Autorin nahm den Roman "Emma" von Jane Austen als Grundlage und erzählte die Geschichte der Jane Fairfax, die bei Austen nur eine Nebenfigur darstellte. Die Idee war deshalb so gut, weil ich bereits beim Lesen von "Emma" die Figur der Jane als interessant empfand und schon dort gerne mehr über sie erfahren hätte. Jane Aiken gelang es, die Stimmung der von Jane Austen geschaffenen Welt zu treffen. Die Autorin erzählte zunächst Begebenheiten aus der Kindheit von Jane Fairfax, dabei erfahren wir auch einige Hintergründe über die Figuren, die wir bereits aus Emma kennen. Am interessantesten sind die Schilderungen der erwachsenen Jane, die Ereignisse rund um die Verlobung, kurz bevor die Geschichte zeitlich zum Roman von "Emma" aufschließt. Von nun an überschneidet sich die Geschichte mit "Emma". Originellerweise erfahren wir jetzt die Geschichte aus dem Blickwinkel von Jane, Begebenheiten werden in einem neuen Licht betrachtet. Die Geschichte wird so nie langweilig, obwohl ein Deja vu Effekt (falls man Emma schon gelesen hat) vorhanden ist. Auf jeden Fall sollte man Emma schon gelesen haben.
Der einzige Grund, warum ich nicht fünf Sterne vergeben habe liegt darin, dass mir die Gefühle der Jane streckenweise verschlossen blieben. Wieso z.B. veränderten sich Janes Gefühle zu Frank Churchill so plötzlich?
Dieser Roman ist nicht nur für Jane Austen Fans empfehlenswert.