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Jane Eyre
 
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Jane Eyre

Mia Wasikowska , Michael Fassbender , Cary Fukunaga    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Mia Wasikowska, Michael Fassbender, Dame Judi Dench
  • Regisseur(e): Cary Fukunaga
  • Komponist: Dario Marianelli
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universal/DVD
  • Erscheinungstermin: 3. Mai 2012
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 115 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0064X7BKE
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 88 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

Die unscheinbare und mittellose 18-jährige Jane Eyre tritt ihre neue Stelle als Hauslehrerin im geheimnisvollen Herrenhaus Thornfield an, dessen Haushalt von der gutmütigen Mrs. Fairfax geführt wird. Aufgewachsen als Waisenkind war Janes bisheriges Leben geprägt von Entbehrungen und fehlender Liebe. Umso mehr fühlt sie sich von der ersten Begegnung an magisch hingezogen zu dem spröden, aber faszinierenden Hausherrn Edward Rochester. Doch trotz seines offenkundigen Interesses an ihr, umwirbt er auch die schöne Blanche Ingram. Jane glaubt nicht mehr daran, ihn für sich gewinnen zu können - bis Rochester ihr völlig überraschend einen Heiratsantrag macht. Ihr Glück scheint perfekt. Doch am Tag der geplanten Hochzeit nehmen die Dinge plötzlich eine dramatische Wendung...

 Jane Eyre
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Als Jane Eyre Mitte des 19. Jahrhunderts ihre erste Stellung als Erzieherin in Schloss Thornfield antritt, erwähnt die Waise ihre Leidenszeit bei Verwandten und im Internat mit keinem Wort. Dieses Schweigen und Janes furchtlose Direktheit imponieren Rochester, Janes launischem, aber charismatischem Arbeitgeber. Denn er verbirgt selbst ein Geheimnis, das schließlich gefährdet, was keiner der beiden und auch das konservative Umfeld anfangs nicht für möglich gehalten hatte: eine aufrichtige, leidenschaftliche Liebe.

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75 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Berlinoise TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Nicht viele Romane sind häufiger verfilmt worden als Charlotte Brontës unsterblicher Klassiker "Jane Eyre".
Die hier vorliegende aktuelle Verfilmung soll die 25. sein, von den angeblich 24 Vorgängern kenne ich gefühlte zehn, von denen auch viele ihre Stärken hatten und alles andere als schlecht waren.
So überzeugte zum Beispiel die 1944er Version "Die Waise von Lowood" mit einer sehr stimmungsvollen schwarz-weißen Kamera- und Lichtarbeit und einem dämonischen Orson Welles als Mr Rochester (wenngleich diese etwas einseitige Darstellung der doch deutlich vielschichtigeren Figur in der Romanvorlage nicht wirklich gerecht wurde), die Zeffirelli-Adaption von 1996 brachte mit Charlotte Gainsbourg endlich eine Jane auf die Leinwand, die mit ihrem eher herben Typ sehr viel mehr der Romanfigur entsprach als die meist viel zu hübschen und gefälligen blonden Film-Janes, die TV-Mehrteiler hatten den Vorteil, nicht in das Korsett einer üblichen Filmlänge passen zu müssen und mussten deshalb weniger stark kürzen und auch andere Adaptionen konnten mit dem einen oder anderen Pfund wuchern.
Mit der aktuellen Verfilmung gelingt Cary Fukunaga nun das Kunstsück, eng an der Romanvorlage zu bleiben (wobei bei einer Verarbeitung einer derart komplexen Vorlage zu zwei Stunden Film Kürzungen natürlich immer unvermeidlich sind), die Pluspunkte diverser vorheriger Verfilmungen zu kumulieren und dennoch etwas ganz eigenes zu schaffen - und hat damit Maßstäbe gesetzt, an denen sich jede eventuelle Neuverfilmung wird messen lassen müssen.

Zum Inhalt muss man wohl nicht mehr viel sagen, wer kennt sie schließlich nicht, die unverwüstliche Lebens-, Liebes- und Leidensgeschichte der Waise Jane Eyre, die nach freudloser Kindheit und Jugend eine Stelle als Gouvernante bei dem geheimnisumwitterten Mr Rochester auf seinem Anwesen Thornfield Hall antritt und sich in ihren Arbeitgeber verliebt.

Fukunagas Film setzt mit der Flucht Janes von Thornfield Hall und ihrer Aufnahme durch den Vikar John Rivers ein, wo Jane sich in Rückblenden an die vorherigen Ereignisse erinnert.
Ein sehr schöner und gelungener Aufbau, durch den man sofort an einem besonders spannenden Punkt in die Handlung hineingeworfen wird.
Vor allem für diejenigen, die die Geschichte tatsächlich noch nicht kennen sollten, ensteht so vom ersten Augenblick an eine fesselnde Spannung, denn natürlich will man wissen, wie es zu dieser Flucht kam.
Ansonsten wird die Vorlage aber erfreulicherweise chronologisch umgesetzt; Fukunaga verkneift sich hier die seit einigen Jahren ja geradezu inflationär eingesetzte Technik, die gesamte Erzählstruktur aus oftmals reinem Selbstzweck auf den Kopf zu stellen.
Während Jane die Fragen Rivers' und seiner Schwester beantwortet, sieht man in Rückblenden ihre Kindheit bei ihrer Tante und später im Internat Lowood und später erinnert sie sich an ihre Zeit auf Thornfield Hall.
Sehr schön gelungen wirken diese Parallelmontagen vor allem dadurch, daß die Gegenwart und Janes Erinnerungen stimmungsmäßig verblüffend zusammenpassen:
In ihrer Aufgewühlheit und Erschöpftheit nach der Ankunft bei den Rivers' erzählt beziehungsweise erinnert sie ihre schwierige Kindheit und Jugend, während sie später, als sie als Dorfschullehrerin im ersten eigenen Zuhause ihres Lebens endlich zur Ruhe kommt, sich an ihre Zeit auf Thornfield Hall erinnert, wo sie ebenfalls nach ihrer freudlosen Vergangenheit zur Ruhe gekommen war.
Wie dann in der Erinnerung Janes die Ereignisse auf Thornfield Hall ihrem dramatischen Höhepunkt entgegenstreben, entspricht ebenfalls perfekt der steigenden Spannung der Gegenwart, in der John Rivers Jane zunehmend mit seinem Heiratswunsch bedrängt.
Ein absolut genialer Aufbruch der streng linearen Erzählstruktur des Romanes also, der so selbstverständlich daherkommt, als könne es gar nicht anders sein.
Ein Glücksgriff auch die Besetzung des Filmes, nicht nur Mia Wasikowska ist mit stiller Stärke, aber auch oftmals aufbrausendem Temperament und nur mühevoll unterdrücktem Zorn über soziale Ungerechtigkeiten und die nicht immer einfache Stellung der Frauen ihrer Zeit und ihres gesellschaftlichen Umfeldes, die authentischste Jane, die ich je auf der Leinwand bzw dem Bildschirm gesehen habe, sondern auch Michael Fassbender ist endlich ein Mr Rochester, der zwar geheimnisvoll, aber nicht zu dämonisch, schwermütig, aber nicht rettungslos depressiv dargestellt wird.
Diese Verfilmung ist daher die erste mir bekannte, in der nicht nur Janes bewegende Lebensgeschichte, sondern auch und vor allem die Liebe zwischen ihr und Mr Rochester wirklich fühlbar wird und dadurch tief berührt.
Weder erliegt hier eine naive junge Jane dem dämonischen Zauber eines geheimnisumwitterten Mannes (wie bei Joan Fontaine und Orson Welles 1944) noch muss eine starke Jane eine verlorene Seele retten, ohne daß dabei wirklich greifbar wird, daß hier auch echte und vor allem leidenschaftliche Liebe und eben nicht nur "Seelenrettung" im Spiel ist (wie bei Charlotte Gainsbourg und William Hurt 1996), sondern ganz im Geiste von Charlotte Brontës Romanvorlage treffen hier tatsächlich zwei starke und leidenschaftliche Seelenverwandte aufeinander, die sich allen gesellschaftlichen Unterschieden zum Trotz von Anfang an auf gleicher Ebene begegnen.
Besonders schön deutlich wird dies bei ihren pointierten Wortgefechten - geschliffene Dialoge, bei denen Worte gleichsam als Waffe in einem Duell zweier ebenbürtiger "Gegner" eingesetzt werden.
Gewohnt überzeugend ist auch Judi Dench als resolute und gutherzige, aber manchmal auch ein wenig einfältige Haushälterin Mrs Fairfax und auch die Nebenrollen sind durchweg hervorragend besetzt und gespielt, auch und vor allem durch die Kinderdarsteller in den Rückblenden.
Großartig gelungen auch die filmische Umsetzung, die mit wunderschönen Bildern, erlesener Ausstattung und stimmungsvoller Musik aufwarten kann, ohne daß dieses jemals zu reinem Selbstzweck würde.
So ziehen vor den Fenstern von Thornfield Hall die Jahreszeiten vorbei, die immer auch ein Spiegel der Handlung und der Gemütszustände der Protagonisten sind:
Ungewisser Bodennebel bei Janes Ankunft, ein Frühling, der gleichzeitig mit der erwachenden Liebe zwischen Jane und Rochester erblüht, Regen und Sturm bei Janes Flucht - pures Überwältigungskino ist es, welches Fukunaga hier abliefert.
Wunderschön auch die sehr sparsam eingesetzte musikalische Untermalung, die hauptsächlich sorgfältig ausgewählte bekannte klassische Klavierstücke, unter anderem von Beethoven und Mozart, aufgreift.

Ein Berliner Journalist forderte in seiner Kritik zu diesem Film eine 50jährige Neuverfilmungssperre für "Jane Eyre", da es mindestens so lange dauern würde, nochmals eine ähnlich kongeniale Verfilmung realisieren zu können.
Ich argwöhne, daß sich bereits deutlich früher weitere Filmemacher an der wohl berühmtesten Gouvernante der Literaturgeschichte versuchen werden.
Sie werden sich alle an dieser Adaption, mit der Fukunaga die Latte sehr hoch gelegt hat, messen lassen müssen - und es dürfte ihnen schwer fallen, dabei zumindest nicht allzu schlecht abzuschneiden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
zwiespältig 10. Mai 2012
Von Blaurose
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Zugegeben, diese Verfilmung trat ein schweres Erbe bei mir an. Meine Lieblingsverfilmung ist nämlich die der BBC mit Ciarán Hinds als Mr. Rochester und Samantha Morton als Jane Eyre. Die beiden, ganz besonders Mr. Hinds, SIND für mich Jane und Edward.

Da hatten es Mia Wasikowska und Michael Fassbender schwer, meine Gunst zu gewinnen. Mia Wasikowskas Spiel ist berührend und eindringlich, doch irgendwie erreicht sie mich nicht wirklich und Michael Fassbender ist für meinen Geschmack als Mr. Rochester zu gut aussehend und zu jung. Dagegen kann er nicht anspielen.

Die Geschichte der beiden kommt im Film zu kurz, man lernt sie nicht richtig kennen und kann, wie ich empfinde, als Nichtkenner des Romans von Charlotte Bronte, vieles von der Handlung nicht wirklich verstehen, weil es zu sehr angedeutet oder ausgespart wird. Schade! Dafür zeigt uns Gary Fukunaga in eindringlichen Bildern immer wieder die Verzweiflung Janes und wie sie trostlos durch das Moor wandert. Irgendwann wird der Schwermut und die einfühlsame Klaviermusik zu viel, Langeweile stellt sich ein und das Spiel erreicht mich nicht mehr.

Zum Schluss hin fehlt Zeit für die wichtige Handlung und die Entwicklung der Charaktäre. Und wie Jane und Edward sich wieder nähern und dann finden, wird für mich viel zu kurz und leider auch nicht nach dem Roman abgehandelt. Es blieb ein Gefühl von Leere und Enttäuschung. Das befreite Aufatmen von Mr. Rochester in Janes Armen mag zwar ein schönes Schlussbild sein, erreicht mich aber nicht wirklich, die ich von der Schwermut des Films geradezu erschlagen bin.

Sicher ein wunderschön ausgestatteter, liebevoller Film, doch die vielen nebelverhangenen Landschaften, schwermütigen Musikstücke, das trübe Licht, alles belastet den Film, der sich nicht überall an die Romanvorlage hält und etliche Abänderungen und Abstriche vornimmt, die ich nicht wirklich gutheißen oder verstehen kann und die mir den Film verderben, obwohl Wasikowska, Fassbender und nicht zuletzt Dame Judi Dench wirklich gut spielen. Gegen das Drehbuch kommen sie bei mir nicht an und ein schaler Beigeschmack bleibt, dass ich diesem Film nicht mehr Sterne geben kann.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von tikayes
Format:DVD
Jane Eyre 2011 anzusehen ist eine wunderschöne Erfahrung.

Bilder, Licht-Stimmungen, Musik - einer dieser seltenen Filme, die auf ein rasantes Erzähltempo verzichten und der Handlung Raum und Zeit geben, sich zu entfalten. Kunstvoll, ruhig, entwirrend - bitte mehr davon.
Doch dieser Film ist auch eine Literatur-Adaption, und zwar eines absoluten Klassikers, was bei der Beurteilung der Umsetzung in einen Film nicht ignoriert werden kann. Und in dieser Hinsicht gibt es einfach Diskrepanzen, die mich persönlich dazu veranlassen, diese Jane Eyre Verfilmung als eigenständiges Kunstwerk anzusehen, weniger als Umsetzung des Buches.
Die Romanfigur Jane Eyre ist überaus faszinierend. Sie ist tiefgründig und intelligent, und absolut integer. Ihre Beziehung zu Rochester entwickelt sich auf Basis ihrer inneren "Gleichheit", die sie sehr bald gegenseitig erahnen, aber erst durch viele Gespräche erkennen und lieben lernen. Dieses Paar entwickelt eine der perfektesten Liebesbeziehung in der Literatur - dies in einem Film darzustellen ist schwer, aber nicht unmöglich.
Cary Fukunaga hat dieser Beziehung, oder der Entwicklung derselben, eher wenig Raum gegeben. Er arbeitet viel mehr mit Stimmungen, die er durch seine sehr gekonnte Kameraführung, Kontraste und Musik erzeugt. Die Dialoge kommen eindeutig zu kurz. Mia Wasikowska finde ich großartig, wie sie an ihrem ersten Abend in Gesellschaft Rochesters diesen gleich ein wenig auf den Arm nimmt und sich von ihm nur wenig einschüchtern läßt, aber was aus diesem hoffnungsvollen Beginn wird - wir sehen ein weiteres kurzes Gespräch zwischen den beiden und schon brennt sein Schlafzimmer, mit der dann doch ziemlich plötzlichen Intimität, die darauf folgt.

Warum Rochester dann abhanden kommt, daß sein angebliches Hofieren um Blanche Ingram eigentlich nur ein Plan ist, Jane eifersüchtig zu machen, ist kein Thema und wird nicht weiter erklärt. Jane leidet sehr dezent und erläutert Rochester ihre Pläne, sich eine andere Stelle zu suchen, und hoppla - ein Heiratsantrag!
Das ist zwar alles nett und nicht ungewöhnlich, aber auch nicht so außergewöhnlich, wie es eigentlich sein sollte.

Zum Teil liegt das auch an der Darstellung Michael Fassbenders. Er setzt seinen Rochester sehr grob an, seine Stimmungsschwankungen sind wahrnehmbar, aber es überwiegt die düstere Seite, bei weitem. Zwischendurch wirkt er regelrecht bösartig. Obwohl Fassbender ein außergewöhnlicher Schauspieler ist, schafft er es nicht ganz, den Zuseher seine Liebe zu Jane spüren zu lassen. Sehr gelungen ist jedoch die Szene, in der er Jane nach der Fast-Hochzeit anfleht, nicht zu gehen: er verwendet wortwörtlich Sätze aus dem Buch, die seine Leidenschaft und Zerrissenheit sehr ausdrucksvoll vermitteln (like a reed in my hands....) - wunderbar!

Mia Wasikowska ist eine sehr gute Besetzung für die Rolle, hauptsächlich optisch. Sie kann ihre Mimik gut kontrollieren, Jane Eyre versucht, sich möglichst wenig äußerlich anmerken zu lassen, hat aber auch keine Scham, ihre Gefühle zu zeigen. Durch die notwendigen Kürzungen in der Geschichte sehen wir Jane Eyre aber oft in emotionalen Szenen, und Mia hat wahrscheinlich einen Großteil der Shootings damit verbracht, feuchte Augen zu haben, zu weinen, sich verzweifelt im Heidekraut zu wälzen.
Das vermittelt fälschlicherweise den Eindruck, daß Jane Eyre eher am Wasser gebaut ist - was überhaupt nicht zutrifft!

Die Erzählstruktur des Films ist gut gewählt: der Start mit Janes Flucht, ihrer Zuflucht im Moore House, kurze Rückblenden in ihre Kindheit, Rückblenden zu ihrer Geschichte mit Rochester als Hauptteil und Herz der Geschichte, schlußendlich die Zusammenführung durch ihre Ablehnung St.John Rivers und Rückkehr nach Thornfield.

St.John - eine zwiespältige Person, aber gut erklärt im Buch. Jamie Bells Version ist - naja. Erstens gäbe es da optische Voraussetzungen, die er überhaupt nicht erfüllt (groß, schön), zweitens charakterliche, die ebenfalls kaum anmerkbar sind (leidenschaftlich in seiner religiösen Überzeugung, intelligent, eloquent, wenn er sich dazu herabläßt, als Bruder seiner Schwestern ein sehr geliebter Mensch). Dieser St.John betet zwar viel, aber als Pastor ist das ja sein Beruf. Daß er Jane überreden will, ihn zu heiraten, um in Indien eine fähige Missionarsfrau bei sich zu haben, mag inhaltlich stimmen, doch die Vorgehensweise - er schreit sie regelrecht an - deutet auf eine gewalttätige Veranlagung hin. Daraufhin hätte sie wahrscheinlich sowieso nein gesagt, auch ohne Rochester Funkspruch, den man leider nur bei einwandfreier Akustik in diesem Moment wahrnimmt.

Woraufhin Jane losstürmt.
Thornfield, die Ruine, beherbergt noch Menschen! Sowas! Inmitten der Trümmer steht Mrs. Fairfax und erklärt die Geschehnisse. Jane eilt zu dem Baum, unter dem ihr Rochester einst den Heiratsantrag gemacht hat und voilá - da ist er.
Und nach dem Wiedersehen ist aus. Kein - my Edward and I, nur Abspann. Schade.

Resümee: ein schöner Film, absolut sehenswert.
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