Jane Eyre, ein Name, der einem in der Literatur immer wieder begegnet. Als große Heldin der Frauen wird sie gefeiert, als romantische Protagonistin geliebt, von mir aber vor allem für ihre Standhaftigkeit und dafür, dass sie stets auf ihre Prinzipien bestanden hat.
Aufgewachsen in einer alles andere als liebevollen Umgebung, ausgegrenzt von der einzigen Familie, die ihr noch bleibt, ist Jane froh, ins Internat zu dürfen, wo es ihr zwar wenig besser geht, sie jedoch zumindest unter Gleichen ist.
Nach 8 Jahren an dieser Schule zieht sie aus um als Gouvernante im Haus von Mr. Rochester zu arbeiten. Zwischen den beiden entwickeln sich zarte Gefühle, zuerst noch verborgen, dann voller Leidenschaft. Doch Mr. Rochester hütet ein Geheimnis, welches sein und das Glück Jane Eyres auf eine harte Probe stellen soll.
Man fiebert von der ersten bis zur letzten Seite mit Jane mit und kann sich weder dem Bann der Geschichte noch dem außergewöhnlichen Charme Edward Rochesters entziehen. Für Frauen ist dies ein Muss unter den klassischen Werken der Literatur.
Die Sprache hat mich ebenfalls fasziniert, weil sie, obwohl altmodisch, wie ja zu erwarten, in einem fast modernen Stil die Geschichte dieser modernen Frau erzählt. Charlotte Bronte spart nicht an Details, Beschreibungen wirken jedoch nie überladen. Man hat stets das Gefühl, genug zu wissen, aber auch nichts zu verpassen.
Besonders schön fand ich das Ende, das obwohl im Großen und Ganzen gut, doch einen tragischen Unterton mitschwingen lässt und dadurch das Buch nicht wie ein Hollywood-Skript wirken lässt. Für Jane Eyre gibt es von mir die volle Punktezahl, denn dies ist ein Buch, was ich bestimmt noch viele Male lesen werde.