Der Film erzählt wie fünf Frauen zwischen 20 und 50 einen Buchclub gründen, der die sechs Romane von Jane Austen besprechen soll. Aktuelle Motivation ist, dass eine der Frauen gerade von ihrem Mann verlassen wurde und etwas Trost braucht. Im Hintergrund steht aber die Begeisterung der meisten der fünfen für die Austen-Romane und ihr alltägliches Kämpfen umd die Liebe im Leben. Sechster im Bunde wird schließlich ein Mann, der angeschleppt wird, um etwas mit der vom Ehemann verlassenen Frau anzufangen.
Der Film gliedert sich nach dem Auftakt der Clubgründung, in sechs Treffen zu den sechs Romanen von Austen, die im monatlichen Rhytmus stattfinden. Dazwischen wird in kurzen Sequenzen das Leben der Clubmitglieder erzählt, wobei der Schwerpunkt immer auf einer der fünf Frauen liegt. Die vom Ehemann verlassene frischt sich äußerlich auf und findet ins Leben zurück. Ihre lesbische Tochter fängt eine neue Beziehung hat und Schwierigkeiten in dieser. Eine dritte ist Lehrerin, nicht ganz glücklich verheiratet und in Gefahr, etwas mit einem Schüler anzufangen, usw.
Der Film ist im ganzen temporeich, schmissig, intelligent, nett, emotional. Eine ganz gut gelungene Mischung aus Frauenfilm, ein wenig Liebe, Gesellschaftsbeschreibung, Humor. Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg gut. Es macht Spaß den Akteuren beim Spielen zuzuschauen und es ist manchmal auch berührend. Gelegentlich ist es mir ein bisschen zuviel Frauengekicher, aber das hat man schon schlimmer gesehen.
Das Grundziel des Films wird für mich aber nicht erreicht. Das wäre die Verschmelzung der Geschehnisse in den Austen-Romanen mit den tatsächlichen Lebensgeschichten der Frauen. Nach dem Erfolg von "Shakespeare in Love" (wo dies grandios gelang) wurde das ja gern noch ein paar mal probiert. Es scheitert aber hier daran, dass man die Anspielungen nicht versteht, wenn man die Bücher nicht genau kennt. Ich muss sagen, ich habe nur eines der Bücher gelesen und kenne ansonsten einige Verfilmungen. Ich habe außer, dass es immer um das Grundthema "Liebe" und "Mann und Frau" geht, keine Parallelen zwischen den Austen-Büchern und den Frauenbiographien erkennen können. Also, man hat im Film schon darüber gesprochen, aber so schnell, abstrakt und assoziativ, dass ich dem nicht folgen konnte. Ich kann nur dem Gelesenen glauben, dass es tatsächlich viele intelligente Verknpfungen geben soll, der der echte Austen-Kenner auch als solche erkennt und vielleicht genießen kann.
Für die weniger versierten Liebhaber der Austen-Geschichten erfüllt sich so die Hoffnung auf eine Verschmelzung der Austen-Welt mit der heutigen Welt nicht, aber der Film ist trotzdem nett anzusehen.