Ich war nicht uebertrieben begeistert, als ich dieses Buch zum 14. Geburtstag bekam. Weder der Einband noch der Titel noch der Klappentext lockten mich. Eine Geschichte ueber eine ungewoehnliche Freundschaft, ach du liebe Zeit. Ich hatte zu viele mittelmaessige Buecher nach dem Motto "wir sind Aussenseiter und trotzdem ganz tolle Kerle" gelesen. Nicht, dass ich nicht, glaubte, dass sei nicht moeglich. Aber es gibt zu viele schlechte Buecher zu dem Thema. Aber ich las das Buch trotzdem, denn es auch schlechte Buecher koennen Spass machen, indem man sie am Schluss kraeftig verreisst. Aber "Jan mein Freund" erstickte meine boshaften Absichten im Keim. Krille ist ein phantastischer Erzaehler, dessen besonderer Erzaehlstil und angenehme Persoenlichkeit mich sofort fesselten. Und die Ereignisse des Buches selbst fesselten mich ebenfalls. Selten habe ich ein Buch gelesen, dass derartig in der Lage ist, Glueck, Trauer oder Wut in dem Leser zu wecken. Ich hatte das Gefuehl, voellig mit Krille zu verschmelzen. Was er dachte, dachte ich. Was er sah, sah ich. Was er fuehlte, fuehlte ich. Und als ich das Buch aus der hand legte, fuehlte ich mich begeistert, entsetzt und ausgelaugt zur selben Zeit. Dieses ist eines der besten Buecher, die es im Moment auf dem deutschen Jugendbuchmarkt gibt. Und es kann weder etwas fuer seinen Klappentext, noch fuer seinen Einband. Und so schlecht sind die nun wieder auch nicht. Und den Titel mag ich mittlerweile eigentlich ganz gerne...