*...Und deshalb kann ich dir jetzt auch erzählen, wie die Jammerhalde zu ihrem schaurigen Namen kam. Also spitz die Ohren: Irgendwann im 30-jährigen Krieg nahmen feindliche Truppen die Barbarossastadt ein. Bei diesem sogenannten "Kroatensturm" wurden in kürzester Zeit 1500 Bürger niedergemetzelt. Wer entkommen konnte, floh in den südlichen Reichswald. Unterhalb von Dansenberg wurden diese armen Menschen, zumeist Frauen und Kinder, von ihren erbarmungslosen Verfolgern eingeholt und regelrecht abgeschlachtet. Seitdem heißt dieses Waldstück Jammerhalde. Einer Legende nach kann man selbst heute noch an windstillen Tagen die Wehklagen dieser armen Menschen hören ...*
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Und genau an diesem so geschichtsträchtigen Ort wird eine männliche Leiche entdeckt - und weitere sollen ihm in Kürze folgen.
Alle Opfer wurden auf geradezu bestialische Art und Weise getötet und zudem verstümmelt. Und das besondere Merkmal: Nach jedem Mord legt der Täter eine weiße Lilie auf dem Gedenkstein der Jammerhalde ab. Alles deutet auf einen Serientäter hin.
Aber was bedeuten diesen makaberen Arrangements? Gibt es eine Verbindung zur Geschichte der Jammerhalde im Dreißigjährigen Krieg? Oder haben die Taten etwas mit einer ungelösten Liebespaar-Mordserie aus den 70er-Jahren zu tun?
Die Suche nach dem brutalen Serienmörder führt Hauptkommissar Wolfram Tannenberg ( in seinem nunmehr siebten Fall ) zu einem Historikerverein, bei dem auch seine neue Herzdame, Johanna von Hoheneck, Mitglied ist ...
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Auch der neueste Fall für Hauptkommissar Wolfram Tannenberg ist ungemein spannend und logisch aufgebaut, mit Charakteren mit hohem Wiedererkennungswert ausgestattet und einem sehr solidem Plot versehen.
Bernd Franzinger bestätigt beeindruckend seinen Ruf als fabelhafter Autor mit sehr viel Gefühl für Witz, Humor, Spannung und Menschlichkeit!
Besonders ist noch zu erwähnen: Im Anhang des Romanes findet der Leser zudem einen Kurzkrimi - den Siegerbeitrag im "LEO-Kurzkrimi-Wettbewerb". Und diese historische Kriminalgeschichte von Thomas Blank mit dem Titel "Der Mörder, seine Stiefel, deren Dieb und dessen Henker" ( welch ein Titel !! ) ist eine Entdeckung wahrlich wert und macht Hoffnung für die Zukunft ...
Uneingeschränkt empfehlenswert und in Vorfreude auf Tannenbergs achten Fall verbleibt -- Mit besten Grüßen --
Reinhard Busse