Rezension zu: "James Stewart - Western-Collection"
Diese James-Stewart-DVD-Box enthält 6 DVDs mit folgenden Filmen:
1. Winchester'73 (USA 1950)
2. Meuterei am Schlangenfluß (USA 1952)
3. Über den Todespass (USA 1954)
4. Die Uhr ist abgelaufen (USA 1957)
5. Der Mann vom großen Fluß (USA 1965)
6. Rancho River (USA 1966)
Zum Inhalt und zur Bewertung:
ad 1. "Winchester'73" [ schwarz-weiß; ca. 92 min ]
1876 im Südwesten der Vereinigten Staaten:
Lin McAdam (James Stewart) trifft in Dodge City auf Dutch Henry Brown (Stephen McNally) und besiegt ihn bei
einem Wettschießen. Dutch stiehlt Lin nachts den Gewinn - eine Winchester 73, verliert das Gewehr aber schon
bald darauf bei einem Pokerspiel an den Waffenschmuggler Joe Lamont (John McIntire). Lamont wird von dem
Siouxhäuptling Young Bull (Rock Hudson) getötet, der nun die Waffe an sich nimmt. Bei einem Postkutschenüber-
fall wird er von dem Bankräuber Steve Miller (Charles Drake) getötet, der als Belohnung das Gewehr erhält.
Wegen des Besitzes des Gewehres und wegen seiner Freundin Lola (Shelley Winters) wird Miller von seinem alten
Komplizen Waco Johnny (Dan Duryea) getötet. Zusammen mit Dutch Henry will er eine Bank überfallen. Lola infor-
miert Lin über Johnnys Pläne. Bei einer Schießerei wird zuerst Johnny und nach einer Verfolgungsjagd auch Dutch
Henry von Lin getötet. Dutch Henry war sein Bruder und hatte seinen eigenen Vater erschossen.
Lin verlässt zusammen mit Lola die Stadt........
Bewertung:
Das "Lexikon des Internationalen Films" bewertete diesen Film folgendermaßen:
"Ein spannender, psychologisch sehr sorgfältig fundierter Western, der bei allem Aktionsreichtum das Geschehen
in ruhigen, kalkulierten Einstellungen vermittelt, die der Landschaft und den sorgsam rekonstruierten Interieurs
breiten Raum lassen".
Der erste Western, den der Regisseur Anhony Mann mit James Stewart drehte und heute einer der Klassiker dieses
Genres.
Der Regisseur Anthony Mann hatte in den 50er-Jahren seine größten Erfolge mit "Western-Filmen". In acht Western
arbeitete er mit James Stewart zusammen, so auch in: "Winchester '73".
Manns Western spielten in beeindruckenden "Naturkulissen", denn dieser Regisseur stellte das Verhältrnis seiner
Protagonisten zur Landschaft und zur Natur in den Mittelpunkt seiner Western-Filme.
So entstand hier ein spannender, hervorragend besetzter und gut gespielter Western in prächtiger Natur-Kulisse,
der auch heute noch absolut sehens- und auch empfehlenswert ist.
Die Natur-Aufnahmen kommen natürlich erst in den späteren Technicolor-Filmen voll zur Geltung, denn dieser Film
entstand noch in schwarz-weiß.
Die Bild- und Ton-Qualität sind gut.
ad. 2. "Meuterei am Schlangenfluß" [ Technicolor; ca. 91 min ]
Mitte des 19. Jahrhunderts sind auch Jeremy Baile (Jay C. Flippen) und seine Familie mit einem Siedlertreck auf dem Weg in
die neue Heimat nach Oregon. Der ehemalige Bandit Glyn McLyntock (James Stewart) lässt sich als Führer anheuern, in der
Hoffnung, dort ein neues Leben beginnen zu können. Bei einem Erkundungsritt rettet McLyntock seinen ehemaligen Kumpan
Emerson Cole (Arthur Kennedy) vor der Lynchjustiz, die ihn als Pferdedieb aufhängen will.
Cole, der als einziger McLyntocks dunkle Vergangenheit kennt, ist eine große Hilfe für den Treck. Vor allem, als dieser von
Indianern überfallen wird. Die schöne Tochter des Treckführers Laura Baile (Julie Adams) wird bei dem Überfall von einem
Pfeil schwer verwundet. Nur zu gerne bleibt Cole bei Laura in Portland, da beide Gefallen aneinander gefunden haben und er
sich von der aufstrebenden Stadt Reichtum und Wohlleben verspricht. Der Treck zieht weiter, um in Oregon geeignetes Siedler-
land zu finden. Zuvor aber kaufen die Siedler in Portland eine Schiffsladung mit Lebensmitteln, Saatgut, Werkzeugen und
Munition, die ihnen Käpt'n Mello (Chubby Johnson) im Herbst auf seinem Schaufeldampfer zu ihrer neuen Siedlung bringen soll.
Doch es wird Herbst und Winter, die ersten Stürme toben in der Niederlassung im fernen Oregon, aber der Transport aus
Portland lässt auf sich warten. Da entschließen sich McLyntock und Lauras Vater zum beschwerlichen Ritt zurück nach
Portland, wo mittlerweile das Goldfieber ausgebrochen ist und der gerissene Agent Hendricks (Howard Petrie) ihre Ware gerade
mit hohem Profit an die Goldgräber verschachern will. Cole, der mit dem smarten Trey Wilson (Rock Hudson) einen Spielsalon
betreibt, hilft McLyntock, die Ware mit Gewalt auf den Dampfer zu schaffen. Auf der letzten Transportetappe über den
schneebedeckten Mount Hood steigen die Summen, die streunende Goldgräber für Lebensmittel bieten, ins Unermessliche. Da
erwacht in Emerson Cole die alte Geldgier. Er überwältigt McLyntock, und die Wagen mit der Ware nehmen eine andere Richtung.
Bewertung:
Das "Lexikon des internationalen Films" bewertete diesen Film folgendermaßen:
"Überdurchschnittlicher Western, der sich ernsthaft bemüht, die Rückkehr eines Banditen ins bürgerliche Leben zu
schildern".
Ein sehr spannender, hervorragend besetzter und gut gespielter Western des Regisseurs Anthony Mann in wunderbarer
Natur-Kulisse und in prächtigen Technicolor-Aufnahmen, der auch heute noch absolut sehens- und empfehlenswert ist.
Der Regisseur Anthony Mann hatte in den 50er-Jahren seine größten Erfolge mit "Western-Filmen". In acht Western
arbeitete er mit James Stewart zusammen, so auch hier in: "Meuterei am Schlangenfluß".
Manns Western spielten in beeindruckenden "Naturkulissen", denn dieser Regisseur stellte das Verhältrnis seiner
Protagonisten zur Landschaft und zur Natur in den Mittelpunkt seiner Western.
Die Bild- und Ton-Qualität sind sehr gut.
ad 3. "Über den Todespass" [ Technicolor; 97 min ]
Alaska, im Jahre 1896 zur Zeit des legendären "Klondike-Goldrauschs":
Jeff Webster (James Stewart) kommt mit einer Herde Rinder von Wyoming in die Stadt Skagway. Diese kleine wilde Stadt ist
überfüllt mit Goldgräbern, die alle an den Fluss Klondike möchten. Regiert wird die Stadt von dem Geschäftemacher Gannon
(John McIntire), der sich selbst zum Richter gemacht hat. Webster wird Zeuge einer Hinrichtung und seine Herde wird aus
purer Willkür von Gannon beschlagnahmt. Auch Webster soll hingerichtet werden. Davor bewahrt ihn die Saloonbesitzerin
Ronda Castle (Ruth Roman), die allerdings mit Gannon liiert ist. Hier entwickelt sich die Basis für die Konkurrenz von
Webster und Gannon. Webster wird von Ronda Castle eingestellt, um deren Herde in die Goldgräbersiedlung nach Dawson zu
führen. Zuvor holt er sich jedoch seine eigene Rinder-Herde zurück.
Gemeinsam mit seinem Kumpel Ben Tatum (Walter Brennan) und der blutjungen Französin Renee Vallon (Corinne Calvet),
die sich in Jeff verliebt hat und Ronda als Konkurrentin sieht, macht er sich auf nach Dawson. Der schnellste Weg
nach Dawson ist die Überquerung der Berge über den Todespass. Sein Ziel ist es, in Dawson nach dem Verkauf der Rinder,
die in dem abgelegenen Dorf soviel wert sind wie Gold, die Schürfrechte für eine Goldmine zu erwerben. Verfolgt wird
er jedoch von Gannon, der sich die Herde zurückerobern möchte und sich an Jeff rächen will. Dies gelingt ihm fast. Doch
der angeschossene Webster wird gesund gepflegt und kann im finalen Shoot-Out Gannon töten. Er verabschiedet sich jedoch
von der Goldgräberei und zieht fort mit dem Traum sich auf einer Farm in ruhigeren Gegenden niederzulassen.
Bewertung:
Das "Lexikon des Internationalen Films" beurteilte diesen Film folgendermaßen:
"Unterhaltsam inszenierter Western in imposanter Naturkulisse. Eindrucksvoll: James Stewart als pragmatischer, mal
aufbrausender, mal misstrauischer und verletzlicher Held".
Der Regisseur Anthony Mann hatte in den 50er-Jahren seine größten Erfolge mit "Western-Filmen". In acht Western
arbeitete er mit James Stewart zusammen, so auch in: "Über den Todespass".
Manns Western spielten in beeindruckenden "Naturkulissen", denn dieser Regisseur stellte das Verhältrnis seiner
Protagonisten zur Landschaft und zur Natur in den Mittelpunkt seiner Western.
Anthony Mann zeigt hier -in wunderbaren Technicolor-Aufnahmen- die atemberaubende Natur-Schönheit der "Klondike-
Fields" am Klondike-River in Kanada; bekannt geworden v.a. durch den legendären "Klondike-Goldrausch".
So entstand auch hier wieder ein spannender, gut besetzter und gut gespielter Western in prächtiger Natur-Kulisse,
der auch heute noch absolut sehens- und auch empfehlenswert ist.
Die Bild- und Ton-Qualität sind sehr gut.
Anthony Mann (1906-1967) war der Regisseur einiger beeindruckender Filme, so u.a.: "Die Glenn-Miller-Story"(1954) mit
James Stewart, "El Cid" (1961), "Der Untergang des römischen Reiches" (1964), "Kennwort: Schweres Wasser" (1965) usw.
ad 4.
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