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451 von 549 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ich bin doch irgendwie enttäuscht..., 22. Januar 2009
Was war das für ein Bond-Film vor zwei Jahren. Atemberaubendes Tempo, tolle Action-Szenen und ein James Bond alias Daniel Craig der authentisch und knallhart daherkam. Ein Bond, wie geschaffen um gegen die Bösewichte des 21. Jahrhunderts zu kämpfen. Auch wenn dieser neue" Bond einiges an Charme seiner Vorgänger eingebüßt hatte, so klebte doch ein Hauch des alten" an ihm und wurde gekonnt verarbeitet. Man hatte sogar den Eindruck, dieser neue Bond ist zwar anders, aber immer noch geprägt/ aufgebaut auf alten Traditionen. Die überzeugend ins neue Zeitalter transferiert wurden und in der Schlusssequenz von Casino Royale" gekonnt zusammengefügt wurden: Mein Name ist Bond, James Bond - einfach herrlich. Nun habe ich mir den zweiten Bond-Film mit Daniel Craig im Kino angesehen. Ein Quantum Trost" heißt dieser, und Trost braucht der Bond-Fan nach diesem Film wirklich. Casino Royale" habe ich für eine willkommene Abwechslung und Weiterentwicklung im Bond-Paradies gesehen. Agent, Story und Action passten perfekt. Ein Quantum Trost" treibt diese Entwicklung weiter voran, leider aber eher zum Negativen. Aber wo fangen wir an? Das erste was mich an dieser Fortsetzung" störte, war die fehlende Einleitungssequenz, wie man sie bei jedem Bondfilm kannte. Nun gut, ist ja ein neuer" Bond, also warum auch nicht die Identifikationsszene alter Bond-Filme streichen und als direkte Fortsetzung von Casino Royale" auch legitim. Nach dieser Überraschung" folgten gut 20 Minuten, die man wohl nur als Schnittwahnsinn" bezeichnen kann. Action pur, Verfolgungsjagd pur, und dazu ein Schnitt der so irre schnell ist, dass mir nach 20 Minuten schon die Augen weh taten, weil das Gehirn gar nicht so schnell hinterher kam. Selbst Michael Bay-Filme bieten da mehr Übersicht ;o) Das Gehirn nimmt nur irgendwann den toten Bösewicht wahr, was davor Geschehen ist geht im Geschwindigkeitsrausch der Bilder einfach unter. Schade das hat ein James Bond nicht nötig. Nun gut, die ersten Szenen waren überstanden, die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Irgendwann fliegt dann die Kamera über die paradiesischen Strände von Haiti. Toll, wie aus einem Reiseprospekt, nein wie aus einer Autowerbung immerhin wird anschließend ein goldener Ford (der neue Ford Ka?) präsentiert. Perfekt inszeniert, für die Werbung? Ja! Für ein dritte Welt Land und einen Bond Film? Nein! Das James-Bond die neuesten (Luxus-)Autos fährt passt zu seinem Image - das Olga K. eine Werbefahrt machen darf ist reines Merchandising. Anschließend darf aber auch Mr. Bond ein wenig Werbung machen. Elendig lange Sekunden hält er ein Handy von SonyEricsson in die Kamera. Ein tolles Teil, mit integriertem Peilsender und Navi - wer will es nicht haben. Werde bei nächster Gelegenheit mal im Elektrogeschäft nachsehen, was für ein Handy-Modell Mr. Bond da wirklich hat. Hatte ja genug Zeit es mir anzusehen. Im Folgenden entwickelt sich dann aber auch langsam unsere Story, kaum zu glauben bei dem Product-Placement und den Actionszenen von denen ich immer noch Kopfschmerzen habe. James Bond ist hinter den Drahtziehern der Organisation Quantum" hinterher, um den Tod seiner Vesper (aus Casino Royale) zu rächen. Leider entpuppt sich diese Organisation mächtiger als gedacht und so entwickelt sich der Film zu einer einzigen Hetzjagd ohne dabei zu wissen, wem Bond vertrauen kann und wem nicht. So gibt es wilde Verfolgungsjagden zu Wasser, auf der Straße und in der Luft (mit dem entsprechenden augenschädlichen Filmschnitten und halsbrecherischen Kameraführungen), so dass unserem Agenten kaum ein Moment zum Luft holen bleibt. Geschweige denn Zeit für zwischenmenschliche Gefühle. Irgendwann, nach mehr oder weniger spannenden Minuten kommt es dann zum großen Showdown in der bolivianischen Wüste. Allerdings ein Showdown der nicht annähernd wirklich spannend ist. Es macht allerdings viel Kraawumm - wem es gefällt. Einige haben da aber schon den Kinosaal verlassen, die hatten wohl auch Augenschmerzen oder es lag an einer Szene mit dem Flugzeug (Spoiler sind hier ja verboten) - Hollywood lässt einen Bond ja auch nicht sterben und fällt er noch so tief ;o) Naja, nach langen rund 100 Minuten (obwohl es der Kürzeste aller Bond-Filme ist) ist dieser zweite Bond-Film mit Daniel Craig vorbei und diese Rezension neigt sich ihrem Ende entgegen. Wer es bis hierhin durchgehalten hat mit dem lesen, der wird sicherlich denken warum der Rezensent diesen Film nicht mit einem Stern bewertet. Das liegt ganz einfach daran, dass man diesem Bondstreifen auch Gutes abgewinnen kann: So wäre zum Beispiel unser Daniel Craig, der alte Haudegen. Sympathischer und gereifter scheint er mir zu sein und zugeknöpfter aufgrund der 15-Sekunden Liebesszene mit Gemma A. und dem Bussl" mit Olga K. - das war selbst für einen reinen Actionfan zu kurz. Das unser Daniel Craig im allgemeinen Effektfeuerwerk dann auch manchmal ein wenig untergeht, liegt an dem pyromanisch-veranlagten Filmteam und nicht an ihm. Schade, selbst Bonds Wortwitz bleibt dabei auf der Strecke. Was allerdings noch gelungen ist, ist die Tatsache das die Geschichte durchaus einen Bezug zur Situation Heute und in Zukunft bietet. Eine Organisation die Länder ausbeutet, scheinbare Naturkatastrophen fördert und Regierungen für ihre Zwecke missbraucht, ist eine gelungene Anspielung auf den Geltungsdrang der Weltkonzerne in der heutigen Zeit. Nichtsdestotrotz kann man diesen Film bis in kleinste Teile zerflücken, allerdings denke ich das Ein Quantum Trost" in Verbindung mit Casino Royale" einen starken Bond-Film ergibt. Alleine ist Ein Quantum Trost" eine riesige Enttäuschung in Verbindung mit dem letzten Bondfilm könnte es aber funktionieren. Sofern man sich rund 4 Stunden Zeit nimmt beide Teile hintereinander zu sehen. Ach ja, am Ende gab es dann doch noch die gewünschte Introsequenz mit dem Pistolenlauf - also Ende gut, (fast) alles gut. Ich hoffe nur sehr, dass im nächsten Bondfilm doch ein wenig mehr Bond wieder einkehrt, sonst droht ihm die entgültige Versenkung in der mainstreambehafteten Popcornwelt. Abwechslung ist gut, aber sie sollte nicht immer von Dauer werden... somit gebe ich Ein Quantum Trost" hoffnungsvolle drei Sterne, mögen es für den nächsten Bondfilm ein paar mehr werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kein Quantum Trost für Menschen über 23?, 10. September 2011
Ein Bond wie andere? Beim ersten Hinsehen überhaupt nicht! So bemängelte Verena Lueken seinerzeit in der F.A.Z., Bond sei nur noch ein Actionheld wie andere auch. Schneller, härter, schneller geschnitten in den Actionszenen vor allem, ist der Film auch ein bißchen zu schnell vergessen. Was hatte es doch für einen Mut, dass der Vorgänger "Casino Royale" nach fulminantem Auftakt bewies, dass er auch für actionfreien Thrill und Stimmung am Pokertisch sorgen konnte! "Ein Quantum Trost" traut sich solches nicht, traut sich kaum, einmal zur Ruhe zu kommen. Die auch diesmal wieder schönen Landschaften, sie werden zumeist hektisch und gewollt spektakulär gefilmt. Vorbei die Zeiten, als Meisterregisseur Sidney Lumet noch sagen konnte, der Satz "Filme werden am Schneidetisch gemacht" sei Unsinn. Dieser hier wurde es! Schnelle Schnitte und eine wackelige Kamera haben einige Nachteile. Vor allem ist das eine Zuschauerbevormundung. Spektakulär ist nicht mehr nur das Gezeigte, sondern vor allem auch das Zeigen. Was das Gezeigte entwertet. Wir schauen nicht selbst, uns wird vorgeschrieben, wie wir schauen: Unser Blick ist zwingend der Kamerablick. Und dieser ist geradezu antifilmisch, weil er verbirgt statt zeigt. Wenn das Verbergen wenigstens die Phantasie anregte! Aber nein, die rasend schnelle Aneinanderreihung von verwackelten Ausschnitten des Geschehens lässt uns gar keine Zeit dazu, da wir von Bild zu Bild hasten und unsere ganze Kraft der Frage widmen müssen, was da nun eigentlich gerade passiert. Erst war es "The Rock" (1996), der die Schnittgeschwindigkeit verdoppelte und das Actiongenre revolutionierte. Dann kamen die Bourne-Filme. Und nun setzt Bond nicht mehr Trends, sondern springt zumindest stilistisch weitgehend auf einen fahrenden Zug auf. Wenn Regisseur Marc Forster überhaupt ästhetische Akzente jenseits von Bourne & Bruckheimer setzt, so bestehen diese gerade einmal in ein paar individuellen Schriftzügen und in einer gewissen Vorliebe für Parallelmontagen bei den Actionszenen. Aber auch dafür nimmt sich Forster nicht die nötige Zeit. Das parallelmontierte blutige Geschehen auf der Bühne und in der Realität bei den Bregenzer Festspielen weckt - auch durch die den Soundtrack fast gänzlich überlagernde Tosca-Musik - nostalgische Gefühle an den großen Gestus eines opulenten Brian-De-Palma-Filmes (man denke nur an Sean Connerys "opernhaften" Tod in "The Untouchables"). Aber auch hier ist alles blitzschnell geschnitten und ratzfatz vorbei, so dass man nicht dazu kommt, sich darauf einmal einzulassen. Produzentin Broccoli hat erklärt, warum das alles so ist, und diese Erklärung nehme ich (41) ihr noch heute wirklich übel: Das Bond-Durchschnittspublikum sei deutlich zu alt, nämlich 23. Du lieber Himmel, bin ich wirklich eine solch kleine radikale Minderheit, die mit Connery und Moore aufgewachsen ist und irgendwie an Bond-Traditionen hängt? Muss ein Blockbuster automatisch dem Jugendwahn huldigen? Na zum Glück tut er es dann doch nicht ganz. Obiges trifft zwar auf alle Actionszenen zu, aber ab und an kann man auch einmal kurz durchatmen und beispielsweise in der Figur des Mathis aufrichtige Gefühle und den Wert eines Menschenlebens entdecken (was bei dem hohen body count des Filmes nicht eben selbstverständlich ist). Daniel Craig als Bond stellt die Kampfsau, die aber höchst unprofessionelle Gefühle, also Ecken und Kanten hat, glaubwürdig dar. Judi Dench als M ist sowieso eine Klasse für sich, wie sie zerrissen zwischen Loyalität und Ärger über Bonds Eskapaden ist. In ihrer im Vergleich zu anderen Bonds relativ wichtigen Rolle wird schön herausgearbeitet, was eigentlich ihr größtes persönliches Dilemma ist: Ärger über sich selbst, so einem wie Bond dann doch immer wieder freie Hand zu lassen (auch wenn sich dies am Ende auszahlen wird), weil sie irgendwie an so einem unbürokratischen Typen vom alten Schlag hängt, sich vielleicht auch selbst in ihm erkennt. Dazu passt der folgende Dialog zwischen Bond und Agentin Camille (Olga Kurylenko): "Ihre Mutter?" "Das wäre sie gern." Man kann nur bedauern, dass Forster es immer wieder allzu forciert krachen lässt und solche Zwischentöne nahezu im Feuerzauber untergehen. Andererseits haben sich ein paar traditionelle Bond-Elemente erhalten. Dass der Plot eher Nebensache ist, ist für den Nostalgiker ironischerweise ein Plus - man liebt halt Altbekanntes. Obwohl die Geschichte von "Casino Royale" weitererzählt werden soll, also Wichtigkeit suggeriert wird, haben wir das übliche Hasten von Kontaktperson zu Kontaktperson und einen neuen Oberschurken mit einem fiesen Plan. Viel wichtiger ist, dass der "Casino Royale"-Fall ein paar Narben bei Bond zurückgelassen hat, was dem Ganzen hätte Tiefgang verleihen können - tja wenn eben nicht... siehe oben! Das Ambitionierte und das Hektische stehen einander im Wege, leider. Da ist es schon besser, wenn in ein paar Szenen die eher trivialen Bondgesetze noch nicht ganz außer Kraft gesetzt sind sowie einige Reverenzen zu beobachten sind. So gibt es auch hier neben dem Haupt-Bondgirl ein Neben-Girl, das sich mit Bond einlässt und dafür auf eine besonders originelle (diesmal an "Goldfinger" erinnernde) Weise aus dem Leben scheiden muss. Ebenfalls gelungen sind musikalische Anklänge an die alten Themen und Motive, nicht nur an das Hauptmotiv. Zu Beginn der Wüstenhotel-Szene hören wir beispielsweise Bläser in Klang und Intervallen wie in Bond-Tracks der 1960er Jahre. Nein, richtig schlecht ist dieser Bond nicht, und wie das Obige zeigen mag, gibt es reichlich Ansätze, die es wert erscheinen lassen, dem Fortgang der Serie noch Hoffnung und eine Chance zu geben. Indes: Bond sagt Camille, um an ihr Ziel zu gelangen, müsse sie einmal tief durchatmen. Dies wird sich für Camille als richtig und wichtig erweisen, der Spruch wird von ihr an markanter Stelle wiederholt. Er trifft auch auf den Film zu.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ein Quäntchen Bond, 21. April 2009
Der einzige Trost für die vielen Fans des smarten Superagenten ihrer Majestät ist wohl jetzt der, dass es vor dem Werk 'Ein Quantum Trost' von Marc Forster noch eine Menge echter Bondfilme gegeben hat. Allerdings ließ seit Pierce Brosnan die Qualität der Drehbücher und der Gegenspieler von Bond sehr zu wünschen übrig. War es damals in 'Stirb an einem anderen Tag' ein Gesichtsoperierter Koreaner (!!!), der ihm und Großbritannien das Leben schwer machte, bekam es Daniel Craig in seinem zweiten Film mit einem französischen Umweltkriminellen zu tun, der eigentlich nur farblos wirkte und keine Sekunde lang bedrohlich. Wo von Klaus Maria Brandauer als Maximilian Largo in 'Sag niemals nie' bis zu Telly Savalas und andere als Erzschurke Ernst Stavro Blofeld in 'Im Geheimdienst Ihrer Majestät' hatte man sich früher auch immer um große Schauspieler bemüht, die gegen Bond antraten. Daran scheint man nun genauso zu sparen wie an einem guten Drehbuch. In 'Ein Quantum Trost' war dieses Drehbuch jedenfalls ziemlich wirr. Es gab zwar eine Menge Action, aber es fehlte einfach der rote Faden. Ein James Bond war eigentlich immer ein Garant für Kontinuität bei Ablauf und handelnden Personen, aber damit ist es wohl nun endgültig vorbei. Schon, als auf den cleveren 'Q' verzichtet wurde, der Bond immer mit durchdachten Gadgets und smarten Tools versorgte, die seinen Gegnern das Fürchten lehrte, fehlte der Reihe etwas Entscheidendes. Auch die zu große Hast, die nach 'Casino Royale' mit dem Dreh des nächsten Bonds zum Tragen kam, hat dem Film offensichtlich nicht gut getan. Man hat früher nicht umsonst mindestens zwei Jahre ins Land gehen lassen, bevor der nächste Bond in die Kinos kam. Das ist nun seit 'Casino Royale' alles ganz anders, aber eben nicht besser, denn die Kontinuität, die Bond verkörperte, ist ganz einfach weg. Daniel Craig ist sicher ein sehr guter Schauspieler, aber ein echter James Bond ist er nicht. Alle Schauspieler vor ihm in dieser Rolle hatten das Charisma von Aristokraten und lösten anfallende Probleme mit dem Kopf und den vielseitigen Tools von 'Q'. Der neue Bond ist da anders konzipiert und für eine ganz neue Generation gedacht, von denen aber auch nicht alle zufrieden sind, wie ich so hörte, beim neuen Bond setzt man auf viel brachiale Gewalt, vulgo, auf Action. Sowas geht bei Vin Diesel, Sylvester Stallone, wenn er in 'Rambo 19' dann Penner im Central Park abschießen wird und früher mal bei Will Smith, aber bei James Bond passt das einfach nicht. Selbst der zu Unrecht gescholtene Pierce Brosnan hatte seine überzeugenden Momente, wie bspw. in 'Golden Eye'. Für meinen Teil nimmt sich dieser Bond auch einfach zu ernst. Er lacht nicht und der lässige Witz, mit dem ein Roger Moore in 'Moonraker' sogar im Weltall herumsprang, ist wohl endgültig ein Relikt der Filmgeschichte. Kein 'Q' mehr, keiner 'Miss Moneypenny' mehr, die Bond heimlich anschmachtet, keine flapsigen Sprüche mehr, wenig Witz, Ironie und Sarkasmus, aber dafür mehr Action und das tut dem Film nicht gut, denn das gehörte bisher einfach zu James Bond. Fast alle Filme dis zu Pierce Brosnan waren auf FSK 16 und seitdem sie dann für FSK 12 geschrieben wurden, ging es abwärts, was Story und Anspruch angeht. Nur 'Golden Eye' war besser und auch gleich FSK 16. 'Ein Quantum Trost' ist ein Zugeständnis an eine Jugend, die in den entsprechenden Foren des Internets einen James Bond forderten, der eine wilde Mischung der Film und Fernsehhelden Matt Damon als Jason Bourne, das Steingesicht Vin Diesel als Agent XXX und den mimischen Minimalisten Kiefer Sutherland als Jack Bauer aus einer unechten 'Echtzeitserie' ist, bei der die Stunde ohne Werbung 40 bis 50 Minuten lang ist. Im letzten Bond scheint das nun gelungen, aber das macht ihn für mich eher weniger interessant und daher geht meine persönliche Wertung auch nicht über gutherzige 5/10 hinaus. Was mit 'Casino Royale' wie ein Tiger als Neuauflage der Bond Reihe sprang, ist für mich schon mit dem zweiten Film als Bettvorleger gelandet, denn ich habe mich diese 100 Minuten einfach nicht so gut unterhalten, wie bei früheren Filmen. Reine Actionstars in entsprechenden Rollen gibt es in Hollywood genug und da muss man nicht noch James Bond zu einem machen. Eine Filmfigur wie James Bond braucht sowas wie eine gewisse Beständigkeit, denn man will sich auf den nächsten Bond wieder freuen können. Für reine Action gibt es Jason Statham, Vin Diesel, Bruce Willis und nicht zuletzt auch Matt Damon. Wenn James Bond wieder unterhaltend sein soll, dann braucht er seine Standards wieder und vor allem Leute, die gute und spannende Drehbücher schreiben, denen auch der britische Humor nicht so völlig fehlt. Als bei 'Casino Royale' völlig auf das Intro und das Bond Thema verzichtet wurde, hielt ich das für eine einmalige Abweichung, aber offenbar gehört das zum neuen Konzept und das geht vor allem für die älteren Fans von James Bond nicht auf. James Bond ist Agent ihrer Majestät und kein Versuchskaninchen für Autoren. Auch ein James Bond wird nicht besser oder spannender, wenn man dessen psychologisches Problem im Film zu sehen bekommt. Er wird nur langweiliger. Die neue deutsche Verpackung, mit der eine überforderte deutsche Regierung die Kinder vor was auch immer schützen will, rundet den schlechten Eindruck vom Film nur noch ab und es erübrigt sich jede Empfehlung. Craig ist sicher kein schlechter Schauspieler, aber ein denkbar schlechter Bond, denn selbst ein Roger Moore hat da mit 81 mehr Charisma und Ausstrahlung
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