Bücher zu Filmen zeichnen sich meist durch eine Oberflächlichkeit aus, die daraus entsteht, daß der Autor nur ein paar Wochen Zeit hat, aus dem Drehbuch ein akzeptables Buch zu machen. Daß hier dann die Tiefe darunter leidet ist nur all zu verständlich. So auch in Raymond Bensons Adaption des gleichnamigen 18. Bond Abenteuers "Der Morgen stirbt nie". Der einzige Vorteil, den das Buch aufweisen kann, ist die Klarheit, die man in der Beschreibung der Motive Elliot Carvers - der Bösewicht - finden kann. Hier hat man Gelegenheit, sein ausgeklügeltes Manöver der gegenseitigen Manipulationen zweier Weltmächte gänzlich zu begreifen, was im Film beim ersten Anschauen nicht so leicht sein dürfte. Schließlich dominiert dort die Action und das tiefsinnige Gerede von Carver geht in dem ganzen Medienspektakel leicht unter. So sollte man sich dieses Buch nur dann zulegen, wenn man noch einmal hinter die Gründe und Absichten des Oberschurken Einsicht nehmen möchte, will man aber einen erstklassigen Bond-Roman lesen, so sollte man sich stattdessen lieber Bensons bisher einzigen eigens entwickelten Bond-Roman "Countdown!" zulegen. Denn dort ist Spannung garantiert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)