"Mein Name ist Bond. James Bond." Mit diesem Satz ist die Kultfigur von Ian Fleming unsterblich geworden. Nicht nur für Fans und Bewunderer des charismatischen Geheimagenten schaffen John Cork und Collin Stutz ein opulentes Meisterwerk. Ihre "James Bond Enzyklopädie", mit über 1.000 Originalfilmsequenzen und Archivmaterial illustriert, bietet neben alltäglichen Informationen auch viele Hintergrunddetails und ermöglicht so einen Einblick hinter die Kulissen des Mythos "James Bond". Das Nachschlagewerk wurde aus dem Englischen von Edigna Hackelsberger, Petra Kirchmann, Dr. Lizzie Gilbert, Burkhard Schäfer und Wiebke Krabbe für die deutschsprachigen Fans übersetzt.
Ein ausführlicher Lebenslauf des Erfinders von James Bond, Ian Fleming, bildet den Auftakt zur "James Bond Enzyklopädie". Ihm folgt ein Bericht der Autoren, in dem sie der Frage nachgehen, warum der draufgängerische Geheimagent zum Mythos wurde. Es schließt sich eine detaillierte Darstellung aller Bond-Schauspieler an. Fans finden hier sowohl biografische Daten der Schauspieler, nebst einer Auflistung, in welchen Filmen sie als Bond zu sehen waren. Der Leser erhält gleichfalls von Sean Connery bis Daniel Craig Einblicke in die jeweiligen Filmkarrieren. Auch werden die Verkörperungen der jeweiligen Bond-Rolle näher beleuchtet. Vor allem durch die zahlreichen Fotos werden die verschiedenen Facetten der Bond-Figuren sehr anschaulich verdeutlicht.
Doch was wäre ein Held ohne Bösewichte. Es folgt eine sehr ausführliche Auflistung aller Schurken, die sich Bond je in den Weg gestellt haben. In den Gegenspielerportraits werden ihre Darsteller, ihre Auftritte in den Filmen, ihr Status - ob sie laut der Geschichte noch leben - sowie ihre Eigenschaften beschrieben. Diesem alphabetisch geordneten Verzeichnis folgt eine Aufstellung aller Bond-Girls. Außerdem werden wichtige Nebendarsteller wie M oder Miss Moneypenny vorgestellt. Jede Charakterzusammenstellung ist mit vielen Zitaten und Abbildungen spannend untermalt. Selbst dem Equipment James Bonds wird ein eigenes Kapitel gewidmet: Sämtliche Gadgets, Waffen oder Fahrzeuge, die je in einem Bond-Film zu sehen waren, werden erklärt.
Den Abschluss dieser Enzyklopädie bildet eine Chronik der Kinofilme von "James Bond jagt Dr. No" bis "Casino Royale", mit einem Ausblick auf "Quantum of Solace" ("Ein Quantum Trost"). Der Leser erhält einen exklusiven Einblick sowohl hinter die Kulissen der Entstehungsgeschichte, als auch auf Regisseure, Produzenten, Kameraleute und weiterer Beteiligter. Das Kinoplakat zu jedem Film belegt den ungebrochenen Erfolg von Ian Flemings Kultfigur.
Die "James Bond Enzyklopädie" ist ein kolossaler Wegweiser in das Universum um den Geheimagenten mit der Lizenz zum Töten. Übersichtlich und gründlich wird jedes noch so kleine Detail aufgezählt, wobei der Leser erstaunliche Hintergrundinformationen erhält. Allerdings wäre eine Konzentration auf das Wesentliche schön gewesen, da wirklich jede Nebenfigur vorgestellt wird, selbst wenn ihr Auftritt im Film nur wenige Minuten dauerte. Etwas schade sind auch einige mangelhafte Großfotografien, sie wirken grobkörnig und unklar. Dafür entschädigen die gestochen scharfen Filmszenen und zahlreiche Aufnahmen vom Filmset.
Die "James Bond Enzyklopädie" ist ein vielversprechendes Nachschlagewerk, das nicht nur Fans begeistern wird.