Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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469 von 559 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ich bin doch irgendwie enttäuscht..., 22. Januar 2009
Was war das für ein Bond-Film vor zwei Jahren. Atemberaubendes Tempo, tolle Action-Szenen und ein James Bond alias Daniel Craig der authentisch und knallhart daherkam. Ein Bond, wie geschaffen um gegen die Bösewichte des 21. Jahrhunderts zu kämpfen. Auch wenn dieser neue" Bond einiges an Charme seiner Vorgänger eingebüßt hatte, so klebte doch ein Hauch des alten" an ihm und wurde gekonnt verarbeitet. Man hatte sogar den Eindruck, dieser neue Bond ist zwar anders, aber immer noch geprägt/ aufgebaut auf alten Traditionen. Die überzeugend ins neue Zeitalter transferiert wurden und in der Schlusssequenz von Casino Royale" gekonnt zusammengefügt wurden: Mein Name ist Bond, James Bond - einfach herrlich.
Nun habe ich mir den zweiten Bond-Film mit Daniel Craig im Kino angesehen. Ein Quantum Trost" heißt dieser, und Trost braucht der Bond-Fan nach diesem Film wirklich. Casino Royale" habe ich für eine willkommene Abwechslung und Weiterentwicklung im Bond-Paradies gesehen. Agent, Story und Action passten perfekt. Ein Quantum Trost" treibt diese Entwicklung weiter voran, leider aber eher zum Negativen.
Aber wo fangen wir an? Das erste was mich an dieser Fortsetzung" störte, war die fehlende Einleitungssequenz, wie man sie bei jedem Bondfilm kannte. Nun gut, ist ja ein neuer" Bond, also warum auch nicht die Identifikationsszene alter Bond-Filme streichen und als direkte Fortsetzung von Casino Royale" auch legitim.
Nach dieser Überraschung" folgten gut 20 Minuten, die man wohl nur als Schnittwahnsinn" bezeichnen kann. Action pur, Verfolgungsjagd pur, und dazu ein Schnitt der so irre schnell ist, dass mir nach 20 Minuten schon die Augen weh taten, weil das Gehirn gar nicht so schnell hinterher kam. Selbst Michael Bay-Filme bieten da mehr Übersicht ;o) Das Gehirn nimmt nur irgendwann den toten Bösewicht wahr, was davor Geschehen ist geht im Geschwindigkeitsrausch der Bilder einfach unter. Schade das hat ein James Bond nicht nötig.
Nun gut, die ersten Szenen waren überstanden, die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Irgendwann fliegt dann die Kamera über die paradiesischen Strände von Haiti. Toll, wie aus einem Reiseprospekt, nein wie aus einer Autowerbung immerhin wird anschließend ein goldener Ford (der neue Ford Ka?) präsentiert. Perfekt inszeniert, für die Werbung? Ja! Für ein dritte Welt Land und einen Bond Film? Nein! Das James-Bond die neuesten (Luxus-)Autos fährt passt zu seinem Image - das Olga K. eine Werbefahrt machen darf ist reines Merchandising. Anschließend darf aber auch Mr. Bond ein wenig Werbung machen. Elendig lange Sekunden hält er ein Handy von SonyEricsson in die Kamera. Ein tolles Teil, mit integriertem Peilsender und Navi - wer will es nicht haben. Werde bei nächster Gelegenheit mal im Elektrogeschäft nachsehen, was für ein Handy-Modell Mr. Bond da wirklich hat. Hatte ja genug Zeit es mir anzusehen.
Im Folgenden entwickelt sich dann aber auch langsam unsere Story, kaum zu glauben bei dem Product-Placement und den Actionszenen von denen ich immer noch Kopfschmerzen habe. James Bond ist hinter den Drahtziehern der Organisation Quantum" hinterher, um den Tod seiner Vesper (aus Casino Royale) zu rächen. Leider entpuppt sich diese Organisation mächtiger als gedacht und so entwickelt sich der Film zu einer einzigen Hetzjagd ohne dabei zu wissen, wem Bond vertrauen kann und wem nicht. So gibt es wilde Verfolgungsjagden zu Wasser, auf der Straße und in der Luft (mit dem entsprechenden augenschädlichen Filmschnitten und halsbrecherischen Kameraführungen), so dass unserem Agenten kaum ein Moment zum Luft holen bleibt. Geschweige denn Zeit für zwischenmenschliche Gefühle.
Irgendwann, nach mehr oder weniger spannenden Minuten kommt es dann zum großen Showdown in der bolivianischen Wüste. Allerdings ein Showdown der nicht annähernd wirklich spannend ist. Es macht allerdings viel Kraawumm - wem es gefällt. Einige haben da aber schon den Kinosaal verlassen, die hatten wohl auch Augenschmerzen oder es lag an einer Szene mit dem Flugzeug (Spoiler sind hier ja verboten) - Hollywood lässt einen Bond ja auch nicht sterben und fällt er noch so tief ;o)
Naja, nach langen rund 100 Minuten (obwohl es der Kürzeste aller Bond-Filme ist) ist dieser zweite Bond-Film mit Daniel Craig vorbei und diese Rezension neigt sich ihrem Ende entgegen. Wer es bis hierhin durchgehalten hat mit dem lesen, der wird sicherlich denken warum der Rezensent diesen Film nicht mit einem Stern bewertet. Das liegt ganz einfach daran, dass man diesem Bondstreifen auch Gutes abgewinnen kann: So wäre zum Beispiel unser Daniel Craig, der alte Haudegen. Sympathischer und gereifter scheint er mir zu sein und zugeknöpfter aufgrund der 15-Sekunden Liebesszene mit Gemma A. und dem Bussl" mit Olga K. - das war selbst für einen reinen Actionfan zu kurz. Das unser Daniel Craig im allgemeinen Effektfeuerwerk dann auch manchmal ein wenig untergeht, liegt an dem pyromanisch-veranlagten Filmteam und nicht an ihm. Schade, selbst Bonds Wortwitz bleibt dabei auf der Strecke.
Was allerdings noch gelungen ist, ist die Tatsache das die Geschichte durchaus einen Bezug zur Situation Heute und in Zukunft bietet. Eine Organisation die Länder ausbeutet, scheinbare Naturkatastrophen fördert und Regierungen für ihre Zwecke missbraucht, ist eine gelungene Anspielung auf den Geltungsdrang der Weltkonzerne in der heutigen Zeit. Nichtsdestotrotz kann man diesen Film bis in kleinste Teile zerflücken, allerdings denke ich das Ein Quantum Trost" in Verbindung mit Casino Royale" einen starken Bond-Film ergibt. Alleine ist Ein Quantum Trost" eine riesige Enttäuschung in Verbindung mit dem letzten Bondfilm könnte es aber funktionieren. Sofern man sich rund 4 Stunden Zeit nimmt beide Teile hintereinander zu sehen.
Ach ja, am Ende gab es dann doch noch die gewünschte Introsequenz mit dem Pistolenlauf - also Ende gut, (fast) alles gut. Ich hoffe nur sehr, dass im nächsten Bondfilm doch ein wenig mehr Bond wieder einkehrt, sonst droht ihm die entgültige Versenkung in der mainstreambehafteten Popcornwelt. Abwechslung ist gut, aber sie sollte nicht immer von Dauer werden... somit gebe ich Ein Quantum Trost" hoffnungsvolle drei Sterne, mögen es für den nächsten Bondfilm ein paar mehr werden.
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276 von 338 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ganz schlecht..., 31. März 2009
Was war das ein Riesenhype im Kino. Überall gab es nur gute Kritiken und alle waren voll des Lobes.
Ich frage mich, ob die Rezensenten einen anderen Film gesehen haben, als ich soeben.
Dieser James Bond hat *nichts* von dem was einen 007-Film ausmachen sollte. Im Grunde hätte man hier auch "XxX" draufschreiben können.
1. Handlung:
Nun gut, man erwartet von JB Filmen keine literarische Offenbarung, aber zumindest einigermassen schlüssig sollte das Ganze sein.
Die ach so geheime Geheimorganisation "Quantum", die einfach ALLES infiltriert hat, wird einmal kurz im Film erwähnt und taucht dann nie wieder auf - wahrscheinlich zu geheim.
Der böse Superschurke sieht aus wie Roman Polanski für Arme und wirkt, bis auf seine gelben Zähne, nicht wirklich furchteinflössend.
Dann der Clou, die ganze aufwendige kriminelle Energie, nur um *Wasser* in Bolivien zum *doppelten* Preis zu verkaufen (?) - meine Güte, wie wünsche ich mir Blofeld herbei, der wenigstens noch die Weltherrschaft an sich reissen wollte.
2. Schnitt
Viele habens schon geschrieben, der Schnitt nervt ungemein. Pro 5 Sekunden Film gefühlte 10-20 Schnitte. All die aufwendigen Stunts kommen im Grunde überhaupt nicht zu Geltung - schade ums Geld.
3. 007 - Feeling
Kommt überhaupt nicht auf. Es fehlen die kleinen Gadgets, der britische Humor, der Stil und vor allem Q.
007 ist nicht der smarte, eloquente Superagent, den wir alle lieben, sondern ein 08-15 Action-Held, der wie ein mordender Assi-Proll durch die Lande pflügt.
Wozu brauch ich das? Da kann ich mir auch Vin Diesel und Konsorten anschauen. D. Craig passt einfach nicht. Unterscheidungsmerkmal zu anderen Actionfilmen: null
Das waren nur die Hauptkritikpunkte nach einem wirklich enttäuschenden Film-Abend. Schade ums Geld.
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161 von 204 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ein Quantum Frust: FSK Logo hin oder her - der Film ist Mist!, 16. April 2009
Nachdem ich mir einige Zeit lang vergebens die Mühe gemacht habe, hier auf amazon vernünftige Rezensionen über "Ein Quantum Trost" zu finden und nur das Gejaule über das neue FSK-Logo zu finden war (Leute, diskutiert das woanders, hier nervt es, wie ich finde - und zwar kolossal), habe ich ihn mir eben gekauft, den neuen Bond. Und habe es umgehend bereut.
NICHT wegen des FSK-Logos, nein, wegen des Inhalts! Bevor ich mir dieses 90-minütige Amateurvideo mit ruckeligem Explosionszoom und Schnitten, die mir die Retina zum Glühen bringen nochmals anschaue, schaue ich mir lieber 90 Minuten in meditativer Selbstversunkenheit das FSK Logo an. Es ist DAS HIGHLIGHT an diesem Film.
Ja, vielleicht bin ich altmodisch, ja vielleicht mag ich diese Art von Filmen nicht und ganz bestimmt: ja, ich bin nicht objektiv.
Aber "Ein Quantum Trost" demontiert für mich einen Mythos. Der Name "Bond" hat mein ganzes Kinogängerleben lang immer für gut gemachte, spannungsgeladene Actionsfilme mit einem gehörigen Schuß Ironie und Humor gestanden. Letzeres hat schon bei "Casino Royale" komplett gefehlt. Bond war vor allem aber nie die kaltblütig mordende Maschine, die er jetzt ist.
Und - Pardon - Daniel Craig gehört für mich ganz weit hinten auf die Liste der besten Bond-Darsteller. Er gibt den charmanten und weltgewandten Briten mit der Fulminanz eines grimmigen Waljägers der genausogut in Melvilles Moby Dick hinter der Harpune stehen könnte. Mag ja sein, dass dieses Auftreten dem in "Casino Royal" zu Hackfleisch zerklopften Genitalbereich von Bond geschuldet ist, da sind wir Männer ja wohl empfindlich. Hand aufs Herz, ich würde wahrscheinlich mit der gleichen Intensität Bösewichte liquidieren, wenn man mir diese liebevolle Behandlung angedeihen ließe...Aber trotzdem: das ist einfach nicht der Bond, den ich mag. Ich mag auch mal mit ihm lachen und über ihn grinsen können.
Ein Quantum Trost mag für manche ein guter Actionfilm sein, ein guter Bond-Film ist er für mich nicht. Es mag auch diejenigen geben, die diesem rasant geschnittenen Actionstreifen folgen können. Ich kann es nicht, ernsthaft, mir wird fast schon schlecht bei dieser Art von hektischer Bildführung. Und die Story ist für mich auch nicht Bond-like. Sehr fadenscheinig inspiriert wieselt Bond halt allem hinterher, was ihn in Casino Royale geärgert hat und bläst es mit großartigen Special Effekts von diesem Planeten. Aha. Nach 90 Minuten bleibt nichts außer viel BumBum.
Für mich ist der Film mehr als nur ein Quantum Frust...
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