Mit Diamantenfieber kehrte die Serie zu Sean Connery als James Bond zurück. Der Grund hierfür war der doch verhaltene finanzielle und publikumsbezogene Erfolg des Vorgängers "Im Geheimdienst Ihrer Majestät", was heutzutage völlig unverständlich ist, da dieser doch eindeutig einer der besten der Reihe ist. Dennoch entschied man sich die "alten" Zeiten noch einmal aufleben zu lassen. Doch leider gelang dies überhaupt nicht.
Sean Connery selbst wirkt in seinem bereits fortgeschrittenen Alter doch etwas zu betagt für einen britischen Geheimagent. Auch seine unvergleichliche Anziehungskraft auf die Frauen nimmt man ihm nicht mehr wirklich ab. Auch Charles Gray in der Rolle des Ernst Stavro Blofeld kann nicht wirklich überzeugen. Man hat bei den beiden Vorgängern Donald Pleasence und Telly Savalas in dieser Rolle gesehen und muss doch ganz klar sagen, dass Gray den beiden nicht das Wasser reichen kann. Einzig überzeugen kann Jill St.John als Tiffany Case obwohl ihr Charakter etwas nervig und auch leicht fraglich ist. Denn zu Beginn tritt sie als coole Schmugglerin in Erscheinung nur um nach ein paar Szenen in ein schreiendes Dummchen zu verfallen, welche nur noch "Jaaames" rufen kann.
Da fast die kompletten Außenaufnahmen des Films in und um Las Vegas gedreht wurden, wirken die Schauplätze doch etwas einseitig und lieblos. Man vermisst doch die exotischen Orte an denen ein 007 sonst immer operieren muss und dies lässt den Streifen auch ein bisschen eintönig wirken.
Positiv hervorzuheben ist jedoch die Story. Was zu Beginn als Unterwanderung einer Schmugglerorganisation begann gerät doch wieder in die leicht größenwahnsinnige Abgedrehtheit, welche typisch für einen Blofeld und dessen Gruppe ist. Obwohl also das Drehbuch und somit der Film doch sehr von der Romanvorlage abweicht, kann die Geschichte trotzdem überzeugen. Wie bereits angemerkt, hätte man die Handlung nur weiter über den Erdball verteilen können.
Auf der Bonus-Disc finden sich noch einige Features zum Film. So ist neben einer Hinter-den-Kulissen Dokumentation auch die detaillierte Choreographie der Kampfszene im Aufzug oder die Entstehung des Bohrinsel-Finales zu finden.
Fazit:
Leider, durch die aufgezählten Gründe ein schwacher Bond Film. Doch erkannten die Macher ja ihre Fehler und holten im nächsten Film mit Roger Moore neues Leben in einen hoffentlich nie versiegenden Mythos.