... was schade ist.
Denn die Grundidee an sich hätte durchaus Raum für eines der großen Bondabenteuer geboten.
Wettlauf im All, Sowjets contra Westen: anno 1966 höllisch aktuell. Zumal zu weiten Teilen in Japan stattfindend, dem Land, das die Weltwirtschaft gerade eben erst mit Technologieartikeln überschwemmen und eine langjährige Hegemonie der USA in diesem Bereich beenden sollte.
Das Drehbuch von Roald Dahl, dem englischen Meister feiner, ironischer Kost: was sollte da bitteschön schiefgehen?
Leider zweierlei:
1. Die Story "hinkt". Dem Ansatz nach OK, der drehbücherlichen Umsetzung nach jedoch nicht. Viele Längen, Stereotypen im Hinblick auf den japanischen Kulturkreis, insgesamt etwas "überdreht", was der logischen Nachvollziehbarkeit (bisheriges Atout der Reihe) immens schadet.
2. Sean Connery, der bislang die Kunstfigur James Bond mit unglaublicher physischer Präsenz erfüllt hatte, tritt nun fühlbar leiser. Teilweise wirkt er regelrecht lustlos. Zudem sicht-, ja fühlbar gealtert, fällt es zunehmend schwer, in ihm den Topagenten Ihrer Majestät mit allen wohlbekannten Attributen (brutal, Ladies-Man, geschmeidig) zu erkennen. Ein fortschreitender Abbau des eigenen Images.
Highlights des Films sind der Titeltrack (wunderschön, Nancy Sinatra) und manche schnoddrigen "Sager" des Helden wie etwa "Bon Appetit! (als Kommentar zur Verspeisung eines Hünen durch Piranhas).
Insgesamt: schwacher Seriendurchschnitt.