Auch wenn "Im Angeicht des Todes" eher zu einem der schwächeren Bonds zählt, ist er für mich persönlich doch der beste Bond - außer natürlich "Casino Royale" - .
Ich finde, dass dieser Bond in allen belangen spitze ist. Fangen wir mit Roger Moore an, der auf seine alten Tage nichts an Witz und Charme verloren hat. Zwar sieht man ihm an, dass er bereits mehrere Einsätze hinter sich hat, trotzdem wirkt er in keiner Szene veraltet. Auch Christopher Walken als der Bösewicht "Max Zorin" überzeugt von Anfang an, weil er den gewissen "Wahnsinn" in seinem Blick hat, was ihn von Beginn an unberechenbar macht. Seine Komplizin "May Day" gespielt von Grace Jones ist wohl eine der extravagantesten Charaktere in allen Bond-Filmen. Auch sie brilliert durch ihr starkes und enorm ernstes Auftreten. Die positivste, darstelleristische Überaschung stellt für mich doch Patrick MacNee in der Rolle von Bonds Diener " Godfrey Tibbett" dar. Die einzige Person, die etwas schwach in ihrem Auftreten ist, ist Tanya Roberts in der Rolle von "Stacey Sutton".
Am imposantesten finde ich auch den Schauplatz des Pferdemarktes von Zorin. Zwar sieht man die komplette Anlage nur für etwa 5 Sekunden, doch hinterlässt es sofort einen bleibenden Eindruck. Auch das Finale auf der Golden Gate Bridge ist eines der Bond-Highlights.
Ebenfalls die Story finde klasse. Sie ist für 1985 schon sehr zukunftsorientiert und bietet eine gelungene Abwechslung zu dem bekannten Krieg Ost-West.
Bei den Specials ist vor allem die Dokumentation über die Bond-Musik empfehlenswert und interessant, der Rest ist Standardbonus.
John Glen hat hier für mich ein gelungenes Meisterwerk geschaffen und einen würdigen Abgang für Roger Moore als James Bond.
Ich kann diesen Bond nur empfehlen und für alle die nicht alle 007 Filme haben möchten, ist dieser ein humorvoller, abwechslungsreicher und anspruchsvoller Film, den man sich ohne Langeweile mehr als einmal ansehen kann.