"Goldfinger" ist der dritte offizielle Bondfilm, und gilt bei vielen Fans bis heute als bester Beitrag der Reihe. Und das zurecht. Die Geschichte ist abwechslungsreich, strotzt aber nicht vor Action und Sean Connery wächst hier so richtig in seine Rolle hinein. Selbstsicher, gefährlich und die Coolness in Person. Gert Fröbe genießt den Ruf, den Bondgegenspieler erst so richtig definiert zu haben, und tatsächlich muß sich jeder Bösewicht bis heute an ihm messen lassen. Fröbe strahlt eine unglaubliche Präsenz aus, wirkt bösartig, spielt die Rolle aber ruhig und wirkt deswegen nie überzeichnet. Dazu kommt die perfekte Chemie zwischen Gert Fröbe und Sean Connery. Harold Sakata ist als Oddjob einfach einer der besten Handlanger und wurde bestenfalls von Richard Kiel als Beißer in "Der Spion, der mich liebte" überboten, Honor Blackman ist für mich einfach DAS Bondgirl überhaupt. Insgesamt bietet "Goldfinger" mit Honor Blackman, Tania Mallet und Shirley Eaton (plus den Flying Circus Pilotinnen) die vielleicht beste Riege von Bondgirls. Unvergessen ist natürlich auch der gleichnahmige Titelsong von Shirley Bassey (tatsächlich der vermutlich beste Song aller Bondfilme) und Bonds Auto, der legendäre und mit diversen Extras (wie der berühmte Schleudersitz) ausgestatte Aston Martin DB 5. Überhaupt gehört der Soundtrack von John Barry zu den besten der Bondfilme, und auch die Kulissen von Ken Adam sind ein Augenschmaus.
Großartige Unterhaltung, die auch mehr als 40 Jahre später noch manch aktuelle Produktion in den Schatten stellen kann. Ein wirklich guter Agententhriller und ein Aushängeschild der James Bond Reihe.