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James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colt
 
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James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colt

Sir Roger Moore , Christopher Lee , Guy Hamilton    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 17,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Sir Roger Moore, Christopher Lee, Britt Eklund
  • Regisseur(e): Guy Hamilton
  • Komponist: John Barry
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Türkisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: MGM Home Entertainment GmbH (dt.)
  • Erscheinungstermin: 1. Oktober 2007
  • Produktionsjahr: 2000
  • Spieldauer: 119 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000VAEIRU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.917 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Dem M16 wirde eine goldene Kugel zugestellt, in die "007" eingraviert ist. Der Geheimdienst vermutet, dass sie von Scaramanga,stammt, der bestbezahlte Auftragskiller der Welt, der es auf ein Duell mit Bond angelegt hat. Bond, der eigentlich nach dem vermissten Solartechniker Gibson fahndet, macht sich auf die Suche nach Scaramanga, bevor dieser ihm zuvorkommen kann. Als er den Killer in dessen asiatischen Unterschlupf aufstöbert, wird 007 klar, dass der Mann mit dem goldenen Colt es vor allem auf einen neuartigen Solex-Agitator abgesehen hat.

Produktbeschreibungen

Fox James Bond Mann mit dem goldenen Colt Ultimate Sin, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 01.10.07

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
© Tonio, filmkritik99.jimdo.com

Die Bond-Filme der Siebziger sind oftmals die verspieltesten. Zwar hat 007 in "Der Mann mit dem goldenen Colt" kaum Gadgets, aber dafür kann bereits im Teaser der Böse punkten: Francisco Scaramanga (Christoper Lee) hat eine Art Vergnügungspark erschaffen, den sein Gegner nicht zufällig mit "Disneyland" kommentiert. Mein Sohn (11) war völlig begeistert und wollte am liebsten sogleich ein ähnliches Kabinett haben - die älteren Bonds haben immer noch die besten Spielzeuge für das Kind im Mann und für das Kind im Kind. Wie in einem Gruselkabinett arbeitet Scaramanga mit Puppen und vor allem mit optischen Täuschungen, die seinem Gegner die Orientierung nehmen und ihn schwindeln lassen. Wohl nicht zufällig leuchtet plötzlich ein Auge in einer Spirale auf, das stark an die Creditsequenz von "Vertigo" erinnert. Überdies wird mit Puppen Al Capones Massaker am Valentinstag zitiert - das ist nach den Gangsterfilmen der Dreißiger und "Manche mögen's heiß" nicht nur eine Anspielung auf ein reales Ereignis, sondern auch auf das Kino. In delirierenden Blau- und Rottönen ist die Anfangssequenz des Filmes Pop Art mit purer Lust am Zitieren und am verspielten Eklektizismus. Sie passt damit aber auch zu Scaramanga, der sich als reichlich selbstverliebter Show-Man erweisen wird. Selbst das Töten ist ihm ein Spiel, ein Sport; James Bond betrachtet er als ebenbürtigen Gegner und huldigt ihm mit einer lebensgroßen Wachspuppe in seinem Kabinett (*Anmerkung mit Spoiler am Ende). So einer genießt es, das Töten als Wettkampf zu inszenieren, bei dem es auch ihm nicht zu leicht gemacht werden soll: Dafür sorgt Scaramangas zwergenhafter Diener, der ihn in seinem Labyrinth vor gewisse Prüfungen stellen darf. Am Ende aber gelangt Scaramanga an seine goldene Waffe und feuert dem Gegner zwischen die Augen. Aus dem Vergnügungspark wurde tödlicher Ernst.

Obwohl dies also einer der wenigen Bonds ist, in denen der Titelheld in der meist reizvollen Eröffnung vor den Credits nicht vorkommt, ist er zu Beginn besonders gelungen - nicht immer wird er dieses Niveau halten können. Er ist aber gutes altmodisches Serienkino, bei dem sich eine Besprechung aus meiner Sicht darauf konzentrieren sollte, wie es sich an den selbst gesetzten Standards und wiederkehrenden Elementen misst. Die Handlung: Nach üblicher liebgewonnener Gewohnheit wird ein aktuelles Ereignis (diesmal die Energiekrise, wir schreiben 1974) herangezogen, um auf dieser Basis ziemlich phantastisches Zeugs weiterzuspinnen. Die Mädels: Maud Adams ist eine aparte Schönheit mit auffällig fein modellierten Wangenknochen, die später noch einmal für die Titelrolle in "Octopussy" verpflichtet wurde - vielleicht eine Genugtuung dafür, dass sie hier den undankbareren Part des Gangsterliebchens spielt, das für die, äh, Kooperation mit Bond mit dem Leben bezahlen muss (übrigens ein Rollenmodell, das es noch bis heute in den Bond-Filmen gibt). Die weibliche Hauptrolle hat Britt Eklund - eine Katastrophe. Natürlich sieht sie super aus, aber die ganze Rolle ist wie ein B(l)ondinenwitz angelegt. In der langen Ahnenreihe der Bond-Girls mit eindeutig zweideutigen Namen (Honey Rider, Pussy Galore u.v.a.) darf sie sich "Mary Goodnight" nennen und Bond naiv anhimmeln. Obwohl ein gewisser Machismo bei Bond zum Kult gehört (und ich beispielsweise die allzu forcierte Umkehrung in "Goldeneye" nicht so sehr mag), haben die Macher es hier eindeutig übertrieben. Man muss nicht Feminist/in sein, um diese Rolle ganz und gar grauenvoll zu finden. Dass dieses Dummchen tatsächlich eine Agenten-Kollegin sei, schlägt dem Fass den Boden aus. Man traut ihr allerhöchstens eine Ausbildung im Nahkampf zu...

Was die Actionszenen betrifft, so enttäuscht ein kleines Bootrennen, das gegenüber dem Vorgängerfilm "Leben und sterben lassen" stark abfällt. Die Karateszenen würde man zwar heute brutaler inszenieren, aber für mich Nostalgiker gehört es bei Roger Moore einfach dazu, dass er sich nicht bis aufs Blut selbst in die ganzen Stunts stürzt und eher mit leicht schnöseligem Charme punktet. Immerhin, er war hier noch nicht so sehr von seinen Doubles abhängig wie in seinen letzten Bonds, hat ein bißchen Karate gelernt und hält das Schnöselige in Grenzen. Sehenswert ist diesmal eine temporeiche Autoverfolgung inklusive eines Stunts, in dem Bonds Wagen über das schiefe Ende einer Holzbrücke fährt, eine Schraube um 360 Grad dreht und auf dem gegenüberliegenden Ende der Brücke wieder aufkommt. Tja, ihr lieben Pixelkönige, das war noch Wertarbeit vor den CGI-Zeiten, das Auto hat das wirklich gemacht (wenngleich computergesteuert und ohne Insassen, was uns aber zum Glück die bis in die Neunziger bei Bond notorisch miesen Rückprojektionen erspart). Im Übrigen ist auffällig, dass sich der Film, ohne lahm zu sein, mit den ganz großen Massenkämpfen zurückhält. Es ist definitiv der Bond mit dem mit Abstand geringsten Body Count. Dies liegt an dem singulären und sensationell guten Scaramanga. Dieser wird von Christopher Lee in der anfangs beschriebenen Süffisanz kongenial dargestellt. In einer gewissen Selbstverliebtheit erinnert er zwar an manch andere Bond-Gegner mit Weltverbesserungs- oder einfach nur Bereicherungsphantasien. Aber Scaramanga ist viel mehr Individualist und Spieler. Er genießt es, als Killer mit goldener Waffe eine Million pro Schuss zu kassieren. Dass er nebenbei noch eine tödliche Waffe und ein hübsches Labor auf seiner einsamen Insel in Südostasien hat bauen lassen, ergänzt eher seinen Lebensstil, statt ihn eigentlich auszumachen. Er hat als einziger nicht die Heerscharen von Technikern um sich herum, die bei den anderen Bonds zum deutlich höheren Body Count beitragen. Er hat sich seine ganze Anlage irgendwann einmal bauen lassen, er kann sie bedienen, aber es ist ihm schnurzegal, ob er genau weiß, wie sie technisch funktioniert. Er ist, wenn man das so sagen kann, im Herzen ein freischaffender Auftragskiller geblieben - was ihm übrigens ermöglicht, gewisse Parallelen zu Bond mit seiner Lizenz zum Töten selbigem süffisant vorzuhalten. Es ist überliefert, dass Christopher Lee diese beunruhigenden Allerweltstöne aus der Rolle herausholen wollte. Er weigerte sich z.B., Scaramanga mit Schnurrbart und spanischem Akzent zu spielen. Nein, dieser Mann ist nicht "der andere", von dem wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Vorurteilen abgrenzen können (was bei einem nicht allzu ernst zu nehmenden Bond-Film im übrigen gar nicht so schlimm wäre, und die Rolle von Sanchez in "Lizenz zum Töten" (1989) lässt erahnen, dass man dort die bei Scaramanga in die Versenkung getanen Klischees wieder aus selbiger herausgeholt hatte). Dieser Mann ist genauso weltmännisch wie die äußerlich honorigen Geschäftsleute, mit denen er verkehrt. Er bastelt sich seine goldene Waffe aus den Dingen des Weltmanns, einem Kugelschreiber, einem Feuerzeug, einem Zigarettenetui. Er ist ein bißchen wie du und ich, und er ist Bond ein bißchen ähnlich. In einen hauptsächlich des Spaßes wegen sehenswerten Film bringt er so einen gewissen beunruhigenden Mehrwert hinein. Für die Klischees darf neben Britt Eklund der Helfershelfer Scaramangas sorgen: Nach einem asiatischen Kleiderschrank (Goldfinger), zwei Mannweibern (Liebesgrüße aus Moskau / Im Geheimdienst Ihrer Majestät), zwei schwulen Schnöseln (Diamantenfieber) und einem Mann mit Armprothese (Leben und sterben lassen) darf nun ein Zwerg den Schurken-Assi geben.

Wie meistens gibt es - gerade in der Schlussszene auf der Insel - beeindruckende entlegene Landschaften und diesmal ein aus meiner Sicht besonders gelungenes Production Design. Verantwortlich war wieder einmal Ken Adam, der mit seinen kühlen, oft Fünfeck-dominierten chromblitzenden Bauten nicht nur viele Bonds, sondern auch vieles von Stanley Kubrick gestaltet hat, beispielsweise den kühlen "war room" in Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben". Hier lässt er seine Moderne inmitten der felsigen Insel entstehen. Das erreicht nicht die Gigantomanie der beiden Nachfolgefilme "Der Spion, der mich liebte" und "Moonraker". Aber es schafft einen irren Kontrast, der noch in einer weiteren Szene seinesgleichen sucht. Was gibt es in den Bondfilmen nicht alles aus dem Buch "Der MI 6 schlägt sein mobiles Quartier an den unmöglichsten Orten der Welt auf" zu lesen (z.B. in einer ägyptischen Pyramide in "Der Spion, der mich liebte")... Diesmal haben die Macher sich selbst übertroffen und nutzen dafür ein halb gesunkenes rostiges Schiff im Hafen von Singapur, das reichlich Schlagseite hat, geschätzte 40 Grad. Teile des Inneren müssen wirklich gebaut worden sein, und man hat ebene Treppen, Böden und Wände in bzw. neben die schiefen Interieurs gezimmert. Wie schon die grandiose Anfangssequenz kann einem da wirklich schwindelig werden, wie es Bond auch einmal ausdrückt. Das gilt aber nicht nur für die Protagonisten, sondern auch für die Zuschauer. Natürlich, das gehört dazu, dürfen wir uns nicht so genau fragen, wie das alles in Windeseile aufgebaut wurde oder wie Scaramanga es geschafft hat, Heerscharen von Technikern und Bauarbeitern für sein privates Reich zu gewinnen. Lesen Sie weiter... ›
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Oftmals wird dem zweiten Bond-Film mit Roger Moore unterstellt, er sei uninspiriert, albern, zweitklassig. Statt Trends zu setzen, würde man mit "Der Mann mit dem goldenen Colt" nur dem Eastern-Trend der 70er Jahre folgen, hieß es. Die Kritik ist konnte sich mit dem Film damals nicht anfreunden -- doch wie sieht's in einer Entfernung von 34 Jahren mit dem Streifen aus? Man staune: bei genauerer Betrachtung entpuppt er sich als einer der besten der Moore-Ära und stellt sich als unterschätzter Klassiker dar.

Der Film bietet eine spannende Handlung mit überraschenden Wendungen und einem starken Gegenspieler: Christopher Lee glänzt in der Rolle des Mannes mit dem goldenen Colt, der Bond verehrt und ihn dann doch ins Visir nimmt, als dieser seine Pläne zu durchkreuzen droht. Sein kleinwüchsiger Gehilfe Schnickschnack -- die Handlanger verleihen den Bösewichtern in den Bond-Filmen teils überhaupt erst ihr Flair! -- bleibt in seiner Boshaftigkeit bis heute unerreicht. Man vergleiche beispielsweie nur mit Götz Ottos enttäuschender Darstellung in "Der Morgen stirbt nie"). Hinzu kommt das geheimnisvolle Versteck der beiden Halunken, die geheimnisvolle Insel. Ein wenig fühlt man sich fast an das Heim des Barons aus "Timm Thaler" erinnert.

Und wie war das jetzt mit der Albernheit? Zugegeben: mit dem Humor hat man versucht, Elemente des Vorgängers "Leben und sterben lassen" zu übernehmen -- was gar in dem zufälligen Auftauchen von Sheriff Pepper gipfelt. Und ja, Moore spielt den Bond mit einer gewissen Leichtigkeit, die manchen zu irritieren vermochte. Aber auch in diesem Film bieten sich zahlreiche Gelegenheiten, in denen Sir Roger durchaus die dunklen Seiten seiner Figur auszuspielen vermag. Und man muß es so sehen: auch zu Sean Connerys Zeiten waren die Bond-Filme teils schon eine Satire ihrerselbst -- ein Konzept, das man in den frühen Moore-Auftritten auf die Spitze getrieben hat.

Kurzum: ein Bond-Abenteuer, das in keiner Heim-Videothek fehlen darf. Die tolle Musik von John Barry -- einer seiner besten Bond-Soundtracks! -- tut ihr Übriges. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß die DVD technisch keine Wünsche offen läßt: gutes Bild, guter Ton.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Spassprediger TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Im Jahr 1974 heißt der Hauptdarsteller der James Bond-Reihe nicht mehr Sean Connery oder George Lazenby, sondern bereits zum zweiten Mal in Folge Roger Moore. Sein Debüt im Vorgänger Leben und sterben lassen" war beim Publikum gut angekommen, und bis Moore die Dienstwaffe Walther PPK an seinen Nachfolger Timothy Dalton weiterreichte, verkörperte er Ihrer Majestät besten Geheimagenten in sieben Filmen - ob Connerys Comeback in Sag niemals nie" wohl damit zu tun gehabt hat, dass auch der Ur-Bond die magische 7 komplett machen wollte ... ?

Bonds Gegenspieler heißt 1974 Francisco Scaramanga, und dargestellt wird er von Christopher Lee. Der war offenbar dankbar für jede Gelegenheit, das Dracula-Cape an den Nagel zu hängen und ist, das erfahren wir in einem der Beiträge auf der Bonus Disc der Ultimate Edition", außerdem ein Cousin von Bonds geistigem Vater Ian Fleming. Wer an solchen trivia" interessiert ist, der kommt mit den DVDs der Ultimate Edition auf seine Kosten und folglich nicht um den Kauf selbiger herum. Dafür, sich die 007-Filme in dieser Ausgabe ins Regal zu stellen, spricht aber nicht nur die gute Zusatzausstattung der DVDs, sondern vor allem die fabelhafte Qualität von Bild und Ton. Von der Restauration des Materials profitieren beileibe nicht nur die älteren Beiträge der Serie aus den 60er Jahren, auch Der Mann mit dem goldenen Colt" hat deutlich an Brillanz gewonnen.

Der Film selbst gehört zwar nicht zu meinen persönlichen Favoriten der Reihe, bietet aber durchaus die Bond-typischen Schauwerte: exotische Drehorte, schöne Frauen, originelle Sets, rasante Verfolgungsjagden - es ist eigentlich alles dabei, was einen Bond ausmacht, und mit der Szene, in der ein Wagen im Sprung" über einen Fluss setzt und in der Luft einen 360°-Turn um die eigene Längsachse vollzieht, haben die Macher wirklich Stunt-Geschichte geschrieben. Woran also liegt es, dass Der Mann mit dem goldenen Colt" in meiner Gunst nur einen mittleren Rang belegt? Ich kann es beim besten Willen nicht sagen, aber sowohl der Vorgänger Leben und sterben lassen" als auch der Nachfolger Der Spion, der mich liebte" haben mir besser gefallen.

Gut möglich, dass mir das für einen Bond-Film der 60er und 70er etwas atypische Schurken-Szenario nicht gefällt, in dem der Bösewicht zur Abwechslung mal kein irrer, die Weltherrschaft anstrebender Ganove vom Format eines Goldfinger oder Blofeld ist. Killer Francisco Scaramanga ist vielmehr eine Art dunkler Zwilling Bonds: ein Meisterschütze, der nicht für Volk und Vaterland tötet, sondern für den eigenen finanziellen Vorteil. Als Bond eine goldene Kugel zugespielt wird, auf der des Agenten Kenn-Nummer 007 eingraviert ist, interpretiert der MI-6 das natürlich als Warnung: Es scheint ganz so, als habe Scaramanga es auf 007 abgesehen. Immerhin hat der Meuchelmörder, dessen Gesicht niemand zu kennen scheint, schon einem von Bonds Kollegen das Lebenslicht ausgeblasen.

Bond wird von Chef M (Bernard Maxwell) vom Dienst suspendiert und darf Ermittlungen in eigener Sache anstellen. Die führen ihn zunächst nach Beirut und dort in die Arme einer Bauchtänzerin, deren Nabel ein makabrer Glücksbringer schmückt: die goldene Kugel, die den Doppelnull-Agenten so plötzlich vom Leben zum Tode beförderte, dass die Dame, in dessen Armen er verschieden ist, noch nicht einmal einen Blick auf das Gesicht des Killers erhaschen konnte. Immerhin gelingt es Bond, des güldenen Projektils habhaft zu werden. Das wiederum bringt ihn auf die Fährte eines Waffen-Manufakteurs mit Sitz in Macau. Der fertigt nicht nur perfekt ausbalancierte Langwaffen für Leute, denen Finger an der Schusshand fehlen, sondern auch Kugeln aus Edelmetall. Eine Personenbeschreibung des Auftraggebers gibt's allerdings auch hier nicht, denn der Herr mit dem Sinn für Goldfüllungen der etwas anderen Art bleibt stets diskret im Hintergrund und lässt die Kugeln durch einen Mittelsmann abholen. Der Mittelsmann entpuppt sich freilich als eine Frau. Die ist, wie sich herausstellt, die Mätresse des Herrn Scaramanga und nimmt die Bestellung mit gehörig Heimlichtuerei in einem Etablissement an sich, das den schönen Namen Bottoms Up Club" hat.

Und wer lauert vis-à-vis? Der Goldschütze höchstpersönlich. Der lauert einem Menschlein auf, der ein kostbares Gut transportiert - und kaum ist der tödliche Schuss gefallen, tritt ein Kleinwüchsiger (Hervé Villechaize) aus den Schatten und nimmt das handliche, verhängnisvolle Kleinteil an sich: Der kleine Mann hört auf den schönen Namen Schnickschnack, ist Scaramangas rechte Hand und durch und durch ein ziemlicher Giftzwerg. Schnickschnack entkommt, während Bond, der ziemlich flott am Ort des Geschehens ist, erstmal von den örtlichen Behörden festgesetzt wird.

Warum wurde da wer umgenietet? Offensichtlich eines technisch sehr ausgebufften Photovoltaik-Artikels wegen, der Solex" heißt und von dem's erst einige wenige Prototypen gibt. Einer davon befindet sich jetzt im Besitz Scaramangas, und es steht zu mutmaßen, das der im Auftrag eines gewissen Chinesen namens Hai Fat gehandelt hat, der ... klingt das verwirrend? Ich für meinen Teil finde das Ganze eine Spur zu verwirrend, und ich ahne, woran das liegt. Offensichtlich erschien den Produzenten, dem Regisseur und dem Drehbuchautor das Gerüst der zugrunde liegenden Romanhandlung etwas zu wacklig: Zwei Pistolenhelden, die sich duellieren - das ist für einen echten Bondfilm einfach zu mager.

Ein 007, der einfach nur eine private Rechnung begleicht? Da fehlt ja auch irgendwie die moralische Rechtfertigung (sprich: ein Auftrag, bei dem Volk, Vaterland, Königin usw. eine Rolle spielen).

Es musste also das her, was Produzent Michael Wilson im Interview ganz richtig als einen MacGuffin" bezeichnet: ein Aufhänger für eine Handlung, die mehr bietet als nur eine Konfrontation zwischen Bond und seinem Gegner, die aus rein persönlichen Motiven geschieht. Dieser Aufhänger heißt, wie gesagt, Solex" und bietet dem Art Director des Films Peter Murton einen netten Vorwand, mal wieder eines der für die Bond-Reihe typischen herrlich überkandidelten Schurken-Verstecke zu entwerfen. Murtons Design orientiert sich zwar in seiner Großspurigkeit an den Kulissen, die der legendäre Ken Adam für viele der Bond-Filme schuf, aber irgendwie fehlt mir die gewisse Handschrift des Meisters: Scaramangas Inselversteck ist hübsch anzuschauen, und seine Mischung zwischen Rödelbahn, Schießstand und Geisterbahn ist ein netter Einfall, der auch optisch gefällt. Trotzdem fehlt mir da das gewisse Etwas.

Dessen unbenommen ist Der Mann mit dem goldenen Colt" das, was unterm Strich alle Filme der Reihe sind: prima Unterhaltung nach der Devise Raus aus dem Alltag, raus aus der Realität - und rein ins Leben der Superhelden, in dem Frauen stets schön sind, Anzüge grundsätzlich maßgeschneidert und die Wodka-Martinis immer bestens temperiert".

Die DVDs der Ultimate Edition machen den Spaß mit Bestwerten in Sachen Ton, Bild und Ausstattung perfekt - Fans der Reihe dürfen blind kaufen, zumal der Preis für die Doppel-DVDs der Ultimate Edition vergleichsweise moderat ist.

PS: In seiner lesenswerten Biographie verrät UNICEF-Botschafter Moore, dass er sich im Nachhinein für eine Szene in "Der Mann mit dem goldenen Colt" sehr geschämt hat. Kenner des Films werden ahnen, welche Sequenz Moore noch heute sehr peinlich ist.
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Sehr viel Schnickschnack!
Der Mann mit dem goldenen Colt ist für mich einer der schwächsten Bonds.

Die Hauptstory, die Wiederbeschaffung des Solex-Generators durch Bond, wird von der... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von sstefangla veröffentlicht
Bitte die Originalversion
Ich verstehe nicht warum man in einem Bondfilm kürzungen vornimmt die nicht sein müßten!
1. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Olaf Wiese veröffentlicht
Der wohl am meisten unterschätzte Bond
Mit Roger Moores zweitem Auftritt als James Bond sind einige Fans leider nicht ganz zufrieden. Dem Film wird vor allem vorgeworfen etwas zu slapstickartig zu sein. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von M. Rth veröffentlicht
Wer Bond liebt, liebt dir Ultimate Edition
Jeder kennt sie, die James Bond Filme.

Wer James Bond liebt, wird diese Ultimate Edition lieben! Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von P. Stahl veröffentlicht
Ein ebenbürtiger Gegner
Toller Film. Super effekte, einbandfreie Ideen und einfach Bond.

James Bond steht einem Ebenbürtigem Gegner gegenüber der nicht unbedingt töten will aber... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Mai 2009 von K. Gent
Eher schwacher Durchschnitt
Nach dem "Durchstarten" von Roger Moore konnte das geneigte Publikum natürlich berechtigt hoffen, dass nun ein wahrer "Knüller" folgen würde. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Januar 2009 von avvocato
The Man with the golden Gun
Der in den 70igern entstandene James Bond Film "Der Mann mit dem goldenen Colt" ist der zweite Einsatz von Roger Moore als Britischer Geheimagent. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2008 von OnceBitten
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Der Eindruck im Kino war schon überwältigend aber als ich dann da selbst durch diese... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Dezember 2008 von MEINE Meinung
Viel Schnickschnack um Christopher Lee
Francisco Scaramanga, "Der Mann mit dem goldenen Colt", wird von niemand Geringerem als Christopher Lee dargestellt. Bond trifft Dracula? Nein! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2008 von the_clairevoyant
Einer der schwächsten Bond Filme
DMGC dürfte einer der schlechtesten Bond Filme sein. Allein schon der Titrelsong von Lulu: He will kill anyone with his go--oo--oolden gun... Grausam. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2008 von TKr
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