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am 13. Juli 2013
Nach vier Jahren Pause kehrte der beste Geheimagent aller Zeiten wieder zurück auf die Leinwand. Nachdem die Reihe immer kitschiger und unglaubwürdiger wurde, vor allem mit dem letzten Streifen, beschloss man mit Daniel Craig einen Neuanfang zu starten. Casino Royale erzählt die Geschichte, wie Bond zum Doppelnull-Agenten wird...

Kritik:

Der Film öffnet ungewohnt. Wo ist die berühmte Gunbarrel"-Sequenz? Warum ist alles schwarz-weiß? Zunächst macht sich Verunsicherung beim Bond-Kenner breit. Völlig unbegründet. In der Eröffnungssequenz wird gezeigt, wie James Bond sich den Doppel-Null Status des MI6 verdient: durch zwei Auftragsmorde. Das ist nicht der Bond, den wir bis jetzt kannten. Es geht sofort hart zur Sache. Schon in den ersten Minuten zeigt sich, dass Casino Royale brutaler und bodenständiger als alle anderen Bondfilme zusammen ist.

Der Regisseur Martin Campbell hat einen perfekten Mix aus Action und Story geschaffen. Die Geschichte ist bis zum Schluss spannend, flüssig und tiefgründig inszeniert wurden. Endlich gibt es eine Storyline in einem Bondfilm, die Haken schlägt und überraschen kann. Statt dem Hightechspielzeug von "Q" gibt es nun knallharte Agentenaction. Die Kameraführung ist genial und fällt besonders positiv bei der Verfolgungsjagd in Madagaskar, sowie in den Pokerszenen auf.

Die Macher haben sich dazu entschlossen viele weltbekannten Sprüche Bonds wegzulassen oder zu veralbern. So trinkt er z.B. im Film nicht mehr seinen heißgeliebten, geschüttelten Wodka Martini. Nur ein einziges Mal bestellt Bond nach einer herben Niederlage im Pokern an der Bar einen Martini und auf die bekannte, traditionelle Frage des Barkeepers "Geschüttelt oder gerührt?", antwortet Bond genervt: "Sehe ich aus, als ob mich das interessiert?".
Auf altbekannte Figuren wie "Q" oder "Monneypenny" wurde ganz verzichtet, was meiner Meinung nach den Film sehr an Realität bereichert.

Daniel Craig als James Bond ist hart, ernst, sportlich und lässig-zynisch. Man nimmt ihn die Rolle als den harten Hund" voll und ganz ab. Er ist ein Mann dem es nichts ausmacht zu töten. Er kennt keine Gefühle und Emotionen. Genau so sollte ein Agent des 21. Jahrhunderts aussehen. Wenn er in eine Schlägerei gerät, dann blutet er und kommt nicht ungeschadet davon. Gegen Ende des Films gerät Bond sogar in eine unausweichliche Lage, was bei den Vorgängern, die in einem Kampf keinen einzigen Tropfen Martin verschüttet haben, nie der Fall war. Genau diese veränderten Eigenschaften machen den Geheimagenten nun viel glaubwürdiger.

Das Bongirl Vesper Lynd wird dargestellt von Eva Green. Die Wortgefechte zwischen Bond und ihr sind ein wahrer Genuss, die geradezu vor Ironie sprühen. Vesper ist zunächst eine undurchschaubare Persönlichkeit, deren ungewohntes und abweisendes Verhalten umso anziehender auf Bond wirkt. Hier haben die Dialogschreiber sehr gute Arbeit geleistet! Punkten kann der Film darüber hinaus mit einem wunderbar-fiesen Bösewicht. LeChiffre, dargestellt von Mad Mikkelsen, ist ein richtig guter Gegenspieler für Bond, viel besser als die sonst mehr oder weniger austauschbaren und größenwahnsinnigen Superschurken, die sich die Weltherrschaft unter den Nagel reißen wollen. Das Besondere an diesem Charakter ist, dass es für ihn ebenfalls um das nackte Überleben geht. Er tritt nicht gegen Bond an, weil er es will, sondern weil er es muss!

Bild (Blu-ray):

Klasse Schärfe, vor allem in Nahaufnahmen. Schöne und vorallem kräftige Farben und ein guter Kontrast. Berüksichtigt man, dass der Film 2006 veröffentlicht wurde und damit schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist das Bild schon sehr nahe an der Referenznote.

Fazit:

Casino Royale ist meiner Meinung nach nicht nur ein gelungener Neuanfang der Reihe und der beste Bondfilm aller Zeiten, sondern einer der besten Action-Thriller der Jahrzehnte. Der Film glänzt vor allem mit den gut gecasteten Schauspielern, allen voran Daniel Craig , der den Charakter des James Bond völlig neu definiert, und der grandiosen Story. Martin Campbell hat es geschafft den perfekten Mix aus Story und Action zu finden. David Arnold hat den Film mit seiner Musik gut untermalt.

Ich verleihe deshalb 8,5 von 10 Punkten und kann jedem nur raten, den Film in seine Filmesammlung aufzunehmen. Diesen Film sollte man auf keinen Fall verpasst haben!
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am 19. März 2007
Eins vorweg:

Ich mochte Bond nie so wirklich. Zu platt, zu dumpf, zu inhaltslos.

Gerade die letzten beiden Teile haben meine Meinung bzgl 007 stark beeinträchtigt. Materialschlacht und Effektorgien aber miese Stories und lächerliche Gimmicks, wie zB. der Aston Martin "Vanish" lassen die letzten Teile meiner Meinung nach zu einer reinen Zeitverschwendung werden.

Ich hatte nicht gerade die allerhöchsten Erwartungen an den neuen Bond, auch, weil ich ein paar unschöne Dinge über Daniel Craig gelesen hatte.

Doch dann kam kurz vor dem Kino-Release die "Cinema" mit exklusiven Fotos etc. raus und machte mir wieder Lust auf Bond, denn was ich da las ging genau in die Richtung, die 007 nötig gehabt hatte.

Also war ich am Premierenabend im Kino und habe ihn gesehen.

Und ich muss sagen:

Allerallerallererste Sahne!

Erstens macht Craig seinen Job verdammt gut, er ist smart, britisch-unterkühlt, aber nie unsympathisch und ein bißchen verschmitzt und geheimnisvoll. Dennoch ist er ein deutlich schmutzigerer und rauherer Bond als seine Vorgänger. Und immer mit ein bißchen Selbstironie.

Toll! Besser als Brosnan auf jeden Fall!

Die Story hat mir sehr gefallen, keine Weltuntergangs-Szenarien, alles etwas mehr down to earth. Klischees werden vermieden, so sind die Bösewichte keine Nazis, Moslems oder Russen, sie tragen nicht permanent Sonnenbrillen und schwarze Anzüge, sie haben nicht Geld en masse.

Eine Stelle hat mir besonders gefallen, in der Bond nun endgültig mit alten Zeiten aufräumt.

Er bestellt einen Martitni. Der Barkeeper fragt: "Geschüttelt oder gerührt?"

Bond entgegnet: "Seh ich so aus, als würde mich das interessieren?"

Das lies mich doch schmunzeln.

Mit einem Satz mit allen antiquierten Bond-Klischees aufgeräumt!

Natürlich ist der Film absolut bondgerecht inszeniert, allein die Anfangssequenz ist spektakulär und absolut fesselnd, kommt jedoch, wie fast der ganze Film, ohne visuelle Effekte aus. Absolut sympathisch, handfeste und nicht gerade zimperliche Action (Bonds "Folterung", heissa....), keine Effekt-Orgien. Timing und Kamera sind toll, der Film hat wirklich Spaß gemacht.

Nur eins hat den Spaß getrübt:

007 hat seinen Aston Martin DB-S nach etwa zwei Minuten Fahrt zerschrotet, aber wie! Spektakulär!

Der schöne Wagen....

Seht ihn euch an, es lohnt sich. Der beste Bond, den ich je gesehen habe!
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am 30. März 2007
Vorab:

Lassen Sie sich nicht durch Kommentare irreleiten, die behaupten, dies sei KEIN Bond-Film. Es ist nämlich sehr wohl einer.

Wie immer ist es für viele schwer eingefahrene Wege zu verlassen und sich Neuem hinzuwenden.

Es handelt sich hier um einen völlig neuen BEGINN der erfolgreichsten Kinoserie aller Zeiten. Nichts bezieht sich mehr auf frühere Filme. Insofern befinden wir uns im Jahr 1962, als Dr.No in die Kinos kam und wie damals wurde hier ein (neuer) Stil festgelegt. Was keine Floskel ist. Düsterer, die Szenen in denen getötet wird härter und ein Geheimagent, der auch mal blutet und dem eben nicht alles leicht von der Hand geht. Jemand der Bond nur in der Vergangenheit gestreift hat mag das nicht interessieren. Bond-Fans, oder solche die sich dafür halten, haben damit schon ihre größeren Schwierigkeiten.

Eben ein Bond, der im Casino selber mal schnell ausgetrickst wird und all seine schönen Chips verliert und sich mit Müh und Not wieder einkaufen muß... Das wäre Roger Moore nie passiert.

Und genau deswegen ist der Film klasse. Ein Film der für die Zukunft alle Türen offen läßt und die Möglichkeit gibt den Charakter Bond sich mal ENTWICKELN zu lassen. Mit all seinen Stärken und Schwächen. Deshalb bin ich als echter Bond-Fan wirklich von diesem enormen Bruch mit der bisherigen Serie und so wie es umgesetzt wurde sehr begeistert.

Zum Schluß noch eine Anmerkung: Wer behauptet die Actionszenen seien unrealistisch, der hat sich nicht mal die Mühe gemacht das Making of zu sehen. Der Kampf auf dem Kran hat tatsächlich in 60m Höhe stattgefunden. Also mehr als realistisch.

Auch hier sind die Macher zur "Handarbeit" zurückgekehrt.

Wenn etwas explodiert, gehts wirklich hoch. Wenn jemand über Krokodile läuft, läuft dort wirklich jemand über Krokodile. Auch dies macht alle Bondfilme einzigartig.

Auch hier bin ich froh das man von Mickey Maus computeranimierten(noch dazu grottenschlecht) Surfriesenwellen nach Eisabbruch des Vorgängers weggekommen ist.

Daniel Craig hat tatsächlich, schauspielerisch und auch finanziell an den Kinokassen, das geschafft was Tim Dalton in den 80ern versuchte, aufgrund der Konzeption der damaligen Filme aber nicht leisten konnte.

Nämlich einen völlig anderen Bond zu zeigen, der den Büchern fast 1:1 entspricht.
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Der neue Bond überzeugt fast auf ganzer Linie. Es ist schwer zu sagen, ob "Casino Royale" nun der beste Bond aller Zeiten ist, denn dann würde man Filmen wie "Goldfinger", "Dr. No" oder "Feuerball" u.a. Unrecht tun.

Dennoch schlägt dieser ganz andere Bond richtig ein, wie schon lange keiner mehr. Der Film ist im Prinzip genau das, was man erwartet hat: Ein roher, sachlich gemachter Actionfilm im Stil der "Bourne" Filme, der größtenteils ohne Spielereien auskommt und Figuren aufweist, mit denen man sich tatsächlich identifizieren kann. Trotzdem kommen, wie bei Bond-Filmen üblich, die Schauwerte definitiv nicht zu kurz.

Das Highlight des Films ist jedoch ganz unbestreitbar Daniel Craig, ein echter, maskuliner Charakterdarsteller mit unglaublich kantigen Gesichtszügen. Er bringt eine große Verletzlichkeit in die Rolle ein, man hat jedoch trotzdem immer das Gefühl, das er im nächsten Moment explodieren kann. Dies gibt ihm eine menschliche, aber zugleich auch ungemein gefährliche, animalische Aura. Im Grunde trägt er diesen Film mit seiner wuchtigen Präsenz und gerade deswegen überzeugt "Casino Royale" auch am meisten. Sein Gegenspieler Mads Mikkelsen ist allerdings ebenso faszinierend und der Film wirkt durch ihr Zusammenspiel ausgesprochen dynamisch. Auch er ist ein nachvollziehbarer, menschlicherer Bösewicht, der auch Schwächen hat und nicht nur Bond fürchten muss. Eva Green als Vesper Lynd überzeugt ebenfalls, obwohl sie trotzdem eher Beiwerk bleibt.

Die Actionszenen sind hervorragend und routiniert inszeniert, ganz besonders die erste Verfolgungsjagd, die eine regelrecht atemlose Intensität besitzt. Der Film wirkt alles in allem ernster und clever konstruiert, auch wenn manche Wendungen vielleicht etwas vorhersehbar sind.

Der Unterhaltungswert ist natürlich enorm hoch, die stattliche Laufzeit von 145 Minuten verfliegt eigentlich ganz schnell und man ist nicht eine Sekunde gelangweilt. Großartig sind auch die vielen komischen Momente, die zu keiner Zeit aufgesetzt wirken, sondern die Handlung unterstützen.

Vielleicht hätte der Film noch etwas härter sein können, dennoch ist "Casino Royale" eine starke Wiedergeburt der Reihe, auch wenn einige Fans vielleicht zurecht kritisieren, dass dies zwar ein guter Actionfilm ist, aber dafür ein weniger guter Bond. Aber diese neu eingeschlagene Richtung ist meiner Meinung nach sehr willkommen.
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Vier Jahre (gefühlte acht) später ist es soweit: endlich wieder ein neuer Bond-Film! Und dann auch noch mit einem Blond Bond. Frevel! Aber was soll ich sagen: es funktioniert!

Nach gut zweieinhalb (gefühlten anderthalb) Stunden kann man nur feststellen, dass die Wiederbelebung und Reinvention des langlebigsten Seriencharakters der Filmgeschichte perfekt gelungen ist. Anstelle der smarten Womanizer vom Schlage Brosnan und Moore, die auch während der heftigsten Fights kaum einen Tropfen Martini verschütteten, erleben wir mit Daniel Craig einen blutenden, schwitzenden und kompromisslos grimmigen Bond. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass Craig die physisch forderndste und erkennbar oft ohne Stuntdouble auskommende Performance der Serie abliefert. So kommt der erste Akt, der eine spektakuläre Actionsequenz nach der anderen in im Bond-Universum selten gesehener Rasanz aufbietet, über weite Strecken ohne viel Dialog aus.

Ab dem Schauplatzwechsel zum titelgebenden Casino macht sich dann die Verpflichtung des oscargekrönten Drehbuchautoren Paul Haggis (MILLION DOLLAR BABY, L.A. CRASH) bemerkbar, der eine Handvoll der (in den vergangenen 2-3 Bondstreifen vermissten) geschliffensten Dialoge der Serie geschrieben hat, die der Klasse eines bspw. GOLDFINGER in nichts nachstehen. So findet Bond in Kollegin Vesper Lynd (schön und klug: Eva Green) kein weiteres williges Laken-Opfer, sondern eine komplexe, zunächst undurchschaubare Persönlichkeit, deren für das Alphatier Bond ungewohnt abweisendes Verhalten umso anziehender wirkt. Ihr verbaler Schlagabtausch sprüht vor Ironie und tatsächlich Erotik. Ähnliche ironische Brechung sorgt auch dafür, dass eine für empfindsame Gemüter zu lang geratene Foltersequenz - der fiese Gegenspieler Le Chiffre traktiert den nackten Bond mit einem Schiffstau an des Mannes sensibelster Stelle - nicht die komplette Stimmung des bereits ernster als die unmittelbaren

Vorgänger ausgefallenen Films kippt.

Im Schlussakt werden noch einmal die Schauwerte aufgeboten, die der Fan erwartet und die für erhöhten Puls und freudigen Glanz in den Augen sorgen. Der Mann-gegen-Mann Schlussfight in einem zusammenstürzenden Gebäude hebt sich dabei wohltuend ab von den zu oft gesehenen, abgehobenen Materialschlachten in Raumstationen, Flugzeugen oder U-Booten, die bis dato zwangsläufig den Rahmen jedes 007 Showdowns bildeten. Und wenn in der letzten Filmsekunde endlich die magischen Worte "Mein Name ist Bond - James Bond" gesprochen werden, wird hoffentlich auch der letzte Zuschauer überzeugt sein, der ersten und sicher nicht letzten Mission des einzig wahren Doppelnullagenten mit dem Namen Craig, Daniel Craig beigewohnt zu haben.
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am 9. April 2013
Der 1. James Bond Film mit Daniel Craig ist einfach super. Tolle Aktion Super Spannung einfach toll. Ich bin sehr überascht.
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TOP 500 REZENSENTam 26. Dezember 2014
Über diesen Film wurde in den letzten Jahren viel gesprochen, und es ist offenkundig, das CASINO ROYALE auch im Nachhinnein sehr polarisiert. Sicherlich hat sich Daniel Craig in bislang drei Filmen als Bond etabliert, aber ohne Frage, die neue Gangart war sicherlich ein Bruch zu dem, was man bisher gemeinhin unter einen "James Bond Film" verstand.

Persönlich muss ich auch nach mehrmaligem Sehen sagen: ich finde CASINO ROYALE sehr gelungen und würde ihn sofort zu den besten Bond-Filme aller Zeiten rechnen... zumindest ist es aber der Wichtigste und Überraschenste.

Technisch ist der Film über alle Zweifel erhaben, die Action ist sehr stylisch in Szene gesetzt, das Tempo hoch, die Stimmung oft sehr dicht (Poker wurde selten spannender verfilmt), die Dialoge gut - und das Ensemble macht seinen Job großartig.

Craig gibt den Bond völlig anders als seine Vorgänger, passt ihn aber damit erstaunlich an Ian Flemmings Romanfigur und somit der Vorlage an. Der "neue Bond" ist halt nicht nur ein Neuling, sondern zeigt sich manchmal als ein kaum kontrollierbarer Psychpath. Craigs Bond ist tatsächlich eine Figur, welche die Mentalität hat, wekcher es wohl bedarf, wenn man mit der Lizenz zum Töten ausgestattet wird - kaltblütig, aggressiv, zynisch, emotional instabil... und dennoch James Bond.

Sicherlich: CASINO ROYALE hat seine Macken, der Film ist irgendwie kautzig. Gerade das Finale des ersten Akts in Nassau und Miami wirkt etwas zerfasert, das Finale ist ebenfalls etwas unrund. Hier gelang es beim dritten Craig-Film "Skyfall", die Handlung etwas stringenter zu halten.

Dennoch: CASINO ROYALE macht sehr Vieles sehr gut und sehr richtig. Im Verhältnis zu den Vorgängern mit Brosnan (welcher mir in der Rolle des Bond prinzipiell gut gefiel), welche m.E. bestenfalls "ganz unterhaltsam aber belanglos" waren, ist CASINO ROYALE der sicherlich kontroversere, aber eben auch spannendere, interessantere und aufregendere Film.

Von mir gibts 4 Sterne mit der Tendenz nach oben - und ich glaube, Ian Flemming hätte der Film gefallen.
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am 17. September 2008
Schade das hier ohne weitere Recherche schlechte Bewertungen abgegeben werden. Denn diese Neuauflage bietet wirklich etwas Neues, das Tonformat. Denn im Gegensatz zur ersten Blu-ray-Version ist auf der Deluxe Edition auch High-Definition-Ton vorhanden, nämlich Dolby True HD 5.1 in Deutsch und Englisch.
Mir reicht das als Begründung für eine Neuauflage eines hervorragenden Films.
Casino Royale (2 Disc Deluxe Edition) [Blu-ray]
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James Bond muss mal wieder die Bösen entlarven und für den Geheimdienst in London arbeiten. Dafür reist er um die halbe Welt, um den Betrüger Le Chiffre zu schnappen, den er schließlich im Casino ausfindig macht und für ihn beinahe draufgeht. Doch alles ist nicht so einfach und Bonds Coup für die Gerechtigkeit und Ordnung wird stets durch Verzögerungen unterbrochen...

Der Film ist sehr actionreich und teils auch brutal, wie immer gibt es ein Bond-Girl, das seine Rolle gut spielt. Dafür, dass es Craigs erster Bond-Film ist, überzeugt er dennoch und kann als würdiger Nachfolger von Pierce Brosnan angesehen werden. Er besitzt diesen umwerfenden Bond-Charme, den nur ganz bestimmte Schauspieler rüberbringen können. Der Plot des Films ist eigentlich sehr einfach zu verstehen und als Zuschauer fiebert man vor der Mattscheibe mit. Man möchte gar nicht glauben, auf welche Art und Weise der Film endet, denn es ist ein sehr unvorhergesehener Schluss mit viel Raffinesse und Spannung gestaltet. Will man einen guten Bond-Film gesehen haben, sollte man zu diesem unbedingt greifen!

~Bücher-Liebhaberin~
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am 9. September 2008
Nachdem die Bond Reihe schon mit der Ultimate Edition Ihre dritte Neuauflage hatte (Normal / Special Edition / Ultimate) ist mit Casino Royale wieder eine völlig neu aufgemachte Version herausgekommen, die sich in keine der drei Reihen eingegliedert hatte.
Schlimmer noch - so wenig Bonusmaterial wie in der alten Doppel DVD Version war man nicht gewohnt.
Hatten einen die alten Special Edition schon mit nur einer Scheibe sehr gut bedient (Stirb an einem anderen Tag war eine doppel DVD), war man von der doppel DVD von Casino Royale eher enttäuscht. Mageres Bonusmaterial und fehlende Inhalte (oder hat irgendjemand den auf der Packung aufgeführten Trailer gefunden ?).
Nun wird also in einer drei DVD Box, die natürlich wieder einen höheren Preis rechtfertigt, nachgelegt (wobei ein Trailer immer noch nicht dabei ist...).
Das Bonusmaterial überschneidet sich dabei sogar noch, sodaß wahrscheinlich nur die dritte Scheibe neu ist.
Aber was solls... der wackere Sammler wird wieder zuschlagen (mich eventuell nicht ausgeschlossen).
In England wird übrigens die komplette Reihe neu aufgesetzt - bleibt zu hoffen dass eine potentielle deutsche Neuauflage (wäre dann die 4.) wenigsten homogen ist, und dass nun nicht nach jedem weiteren Bond eine weitere Neuauflage erscheint. Es wurden hier schon genug Sammler verärgert - und wenn es so weitergeht wird man vom Sammeln eher abgehalten.
Da nun endlich viel Bonusmaterial dabei ist gibt es 5 Punkte - abzüglich einen Strafpunkt weil das Material eigentlich schon auf die vorherige Doppel DVD gehört hätte und hier wieder die Fans abgezockt werden.
Bleiben 4 Sterne übrig... Das Cover ist auch nicht gerade das beste Bild von CR...
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