Diese Kritik bezieht sich auf die Übersetzung von Siegfrid Lang, erschienen im Fischer-Verlag, durch die eine an sich spannende Romanhandlung aufgrund zahlreicher sprachlicher Mängel derart überschattet wird, daß ein wirklicher Lesegenuß nicht mehr möglich ist. Es ist fast schon erschreckend, daß der Fischer-Verlag offenbar fast jede Qualitätskontrolle für die bei ihm veröffentlichten Übersetzungen aufgegeben zu haben scheint. Englische Redewendungen werden oft allzu wörtlich übersetzt, viele der Sätze wirken holprig (fast computerübersetzt) und damit ungelenk. Hier einige der wirklich schlimmen Beispiele:
"Er vertrat alles, was sie fürchtete" (S. 130, statt "er stand für alles")
Auf S. 177 geht ein Schiff mit Mann und Maus unter "gleich einer großen, flachen Turteltaube"
Auf S. 178 ist eine Strandräuberbande "geschwellt von diesem unverhofften Erfolg"
Auf S. 188 ist dieselbe Strandräuberbande nun "durch die Gegend zerstreut", denn ein Ereignis hat sie "für immer geschreckt" und sie können von Glück reden, wenn sie "ungehängt davonkommen".
"Nicht manches Mädchen in deinem Alter würde einen Tag allein in Launceston zubringen" (S. 190)
"Diesmal hatte sie zu seinem Geisteszustand keinen Zugang" (S. 196)
"Er kämpft auf der gewinnenden Seite" (S. 198f, statt "Gewinnerseite")
"Hast du immer noch nicht gelernt, mich ungefragt zu lassen?" (S. 200)
"Der Anbruch der Frühe" (S. 201)
"Wenn sie das 'Jamaica Inn' bei Abnahme des Lichts verließ" (S. 212)
"der Mörder befindet sich immer noch im Weiten" (S. 232, vermutlich für "at large", also "auf der Flucht")