11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Anspruchsvolle Schilderung frühchristlicher Ereignisse, 6. Mai 2001
Rezension bezieht sich auf: Jakobus, der Bruder von Jesus (Taschenbuch)
Eisenman macht auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie fragwürdig religöse Überlieferunen sind und bleiben. Besonders interessant ist seine Darstellung der Rolle des Paulus als hemmungslosen Opportunisten und Sympathisanten Roms, durch den wohl ein großer Teil der frühchristlichen Geschichtsschreibung quasi gefiltert und beeinflußt wurde. Der Fanatismus seines "Gegenspielers" Jakobus und dessen Anhänger erscheint einem modernen Menschen ebenfalls wenig sympathisch. Eisenmans anspruchsvolles Werk zeigt auch, wie sehr die damaligen Akteure in ihre Zeitgeschichte eingebunden waren und dass die Gründung einer neuen Religion kaum ihre Absicht war. Einige von Eisenmans Herleitungen erscheinen mir allerdings dennoch sehr gewagt. Insbesondere seine Ansätze, die Person Jesus auf eine Art "Überlieferungskonglomerat" zu reduzieren, bedürfen genauerer Belegung.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht jeder ist an der Wahrheit interessiert!, 29. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Jakobus, der Bruder von Jesus (Taschenbuch)
Das ist wohl die einzige Antwort, die man darauf geben kann, wenn man sich fragt, warum ein dermaßen exakt recherchiertes Werk mit solcherart negativen Rezensionen belegt wird, wie hier vorgefunden!
Die Ungereimtheiten und zusammenhanglosen Angaben in der Bibel, mit der sehr oft Begebenheiten in mehrfach völlig unterschiedlicher Weise dargestellt werden, müßten eigentlich längst jedem Bibelleser ins Auge gesprungen sein.
Jede Zeit hatte ihre Herren und alle Schreiber mußten sich anpassen, wollten sie noch eine Zeit am Leben bleiben, das müßte eigentlich jedem einleuchten, der eine Ahnung davon hat, wie brutal und lebensgefährlich diese Zeiten waren....
Grundsätzlich wiederholt der Autor in seinem Werk mehrfach ausdrücklich, daß er niemanden seinen Glauben ausreden möcht, jedoch ist dieses Werk geschrieben für alle, die wissen wollen, woher die in der christlichen und jüdischen Religion verfechteten Meinungen, Ansichten und Verhaltensregeln tatsächlich ihre Ursprünge haben und warum.
Man findet in diesem Buch weder "Anmaßendes" noch "Weit-daher-Geholtes", sondern nur solche Anstöße zum Nachdenken, die jeder Geist mit Hilfe der vergleichenden Literatur, auf die nach JEDEM Zitat hingewiesen wird, leicht nachvollziehen kann!
Ich persönlich denke, wenn solche wertvollen Werke, zu denen man getrost auch dieses Buch zählen kann, derart abgelehnt werden, dann sind die Ursachen dafür ADERSWO zu finden und haben häufig nichts mit Wahrheitsliebe zu tun...
Trau, schau WEM.....!
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schwierig zu lesen, dafür lohnt es sich, 28. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Jakobus, der Bruder von Jesus (Taschenbuch)
Prof. Robert Eisenman schreibt hier wohl genauso, wie er seine Vorlesungen als Prof. hält. Zum Glück konnte ich alles mehrmals nachlesen. Die Herleitung seiner Thesen sind nachvollziehbar und lieferten mir ein komplett neues Bild der Zeit und der Menschen im 1sten chr. Jhdt. Auch wird dem Leser klar dargestellt, wie sich überlieferte von echter Geschichte unterscheiden kann. Wem es um seinen Glauben geht, könnte für sich nach einigen Entäuschungen etwas Neues, Besseres finden. Zu mindest kann ich mich jetzt kritisch mit dem neuen Testament auseinandersetzen. Da es eine Quelle unserer westl. Kultur ist, ist meine Empfehlung: unbedingt lesen.
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