Ich habe das Werk in diesem Jahr (2010) erworben. Meine Rezension bezieht sich auf die 2. Auflage 2008.
In dem Buch werden 12 Etappen mit Start in Osnabrück über Lünen bis nach Wuppertal-Beyenburg beschrieben. Es gibt zudem noch im Bergischen eine Alternativroute über Breckerfeld.
Am Anfang und am Ende des Werkes ist eine Klappseite, die zudem als Lesezeichen dienen kann, zwar nicht sehr haltbar über die Dauer von Jahren, aber erst mal gut. Unter dem Anfangsklapptext ist eine Etappenübersicht und am Ende verschiedene Begriffserklärungen zum Thema Jakob(sweg).
Das Buch hat insgesamt 240 Seiten inklusive 36 Karten (Überland- und Stadtpläne im Maßstab 1:25.000). Alle Fotos sind in Farbe (ausgenommen historische Zeitaufnahmen!) und es sind ein paar historische Abbildungen vorhanden.
Die Einleitung bezieht sich auf die Pilgerwege in Westfalen, auf historisch-archäologische Betrachtungen des Weges, sowie auf die verschiedenen Kulturlandschaften zwischen Osnabrück und Wuppertal (Tecklenburger Land, Ostmünsterland, Kernmünsterland, Ruhrgebiet und das Niederbergische-Märkische Land).
Dann gibt es noch ein kurzes Kapitel, welches sich mit Jakobsliedern beschäftigt.
Hiernach fangen die Etappenbeschreibungen an. Die Etappe wird kurz beschrieben mit den wichtigen Infos zum Startpunkt, Hinweisen, Schwierigkeitsgrad für Fußgänger, der Radstrecke und dem Schwierigkeitsgrad für Radfahrer.
Ein prägnantes Bild läutet das Kapitel ein.
Es folgt eine ausführlichere Beschreibung des Pilgerweges mit Hilfe von Fotos (zu markant bestimmten Punkten). Ein Abschnitt widmet sich den (historischen) Pilger- und Wegspuren sowie dem Sehenswerten entlang der genannten Strecke. Prägnante Punkte werden nochmals bravourös und separat beschrieben, teils auch mit Farbfotos. Mittendrin befinden sich kurze Infoblocks zu bestimmten Themen (z.B. Niederwälder oder Hohlwege).
Und so sind die bereits erwähnten 12 Etappenbeschreibungen inklusive einer Alternativroute über Breckerfeld.
Am Ende des Buches gibt es Informationen über Unterkünfte, Touristikinformationen und Öffnungszeiten der beschriebenen und am Weg gelegenen Kirchen. Hierbei werden die Adressen und nötigen Internetseiten genannt.
Die Autoren sind am Ende beschrieben, hinsichtlich ihrer beruflichen Tätigkeit.
Das Buch ist in Zusammenarbeit mit dem LWL entstanden.
Meine Meinung selbst; ich finde das Werk sehr gelungen. Hier stecken viel Detailwissen und fundierte Aussagen drin. Das macht es unheimlich professionell (der geneigte Leser kann diese Aussage auch ins Negative drehen!).
Der Kritikpunkt meinerseits, es gibt nichts zu kritisieren. Es ist vielleicht nicht zum Wandern geeignet, weil es vom Gewicht und Packmaß ein wenig größer und schwerer geraten ist, als die meisten anderen Werke zu diesem Thema. Aber trotzdem überwiegt für mich der positive Effekt dieses Buches.
Und ich spreche mich für eine klare Empfehlung aus. Dabei gibt es kein persönlichen Geschichten, den die erlebt ein jeder Pilger selbst und anders!
Viel Spaß beim Lesen.