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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
abgesang einer reisenden,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Jakobsweg: Mit dem Fahrrad nach Santiago de Compostela (Taschenbuch)
ich habe lange überlegt, ob ich eine rezension über dieses buch von b.selby schreiben soll. es liest sich wie der schwanengesang einer alt gewordenen reisenden (nach meiner rechnung müsste b.selby inzwischen mindestens ende 60 sein) , die ihre letzte reise unter mühen und strapazen absolviert - ohne rechte freude an der reise selbst, an der umgebung, an den begegnungen unterwegs. wer die anderen bücher von ihr gelesen hat, die vor lebensmut strotzen, wo sie keinem abenteuer aus dem weg geht und wo sie keine anstrengungen scheut, wird erschreckt sein und erkennt sie nicht wieder. von anfang bis ende nehmen die klagen über körperliche beschwerden und über die strapazen des weges einen großen raum ein und kehren immerzu wieder. es gibt keine etappe der reise, die ohne sie auskommt. natürlich leidet darunter die ganze erzählung - einmal deshalb, weil's mit der zeit langweilig wird und zum andern, weil sie wohl durch ihre eigenen befindlichkeitsstörungen daran gehindert wird, ihre umgebung mit dem gewohnten objektiven blick zu sehen. dadurch bleibt die ganze erzählung glanzlos - und das hat sie eigentlich nicht verdient. es gibt wie immer kurze rückblicke in die geschichte, aktuelle erlebnisse und gespräche mit mitreisenden - im grunde interessant und lesenswert. damit will ich es gut sein lassen und b.selby danken für die besseren bücher, die sie ihren lesern früher offeriert hat. sie bleibt trotzdem für mich eine der sehr guten reiseschriftstellerinnen der gegenwart. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
der jakobsweg,
Von J. Fromholzer "fromholzer" (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Der Jakobsweg: Mit dem Fahrrad nach Santiago de Compostela (Taschenbuch)
Eines vorne weg: auch ich habe dieses Buch erst nach der Lektüre des Hape Kerkeling Buches über den Jakobsweg gelesen. Und so möchte ich hier auf die Unterschiede eingehen. Bei Bettina Selby, die ein weitgehend nüchternes, aber trotzdem unterhaltendes Reisetagebuch geschrieben hat, erfährt der Leser weit mehr historische Informationen zur Geschichte dieses Pilgerweges, als bei Kerkeling. Man kann es als Ergänzung sehen, wenn man beide gelesen hat! Hape Kerkelings Buch ist natürlich sprachlich brillanter, er versteht es, Begebenheiten geschickt auf den Punkt zu bringen; es ist vor allem lustiger. Auch das gehört zur Pilgerreise. Was ich nicht verstehen konnte: warum kocht sich Frau Selby ständig im mitgebrachten Kocher englischen Pulverkaffee - wenn man in Spanien besten Milchkaffee bekommt, in jeder kleinen Bar??? Das scheint eine britische Eigenheit zu sein. Beide Bücher zusammen machen große Lust, den Weg selbst zu gehen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Abenteuer Europa,
Von Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Der Jakobsweg: Mit dem Fahrrad nach Santiago de Compostela (Taschenbuch)
Letzlich war eine ganz banale Postkarte der Auslöser für diese ehrgeizigeReise. Bettina Selby machte sich Anfang April, alleine, per Fahrrad vom französischen Wallfahrtsort Vèzelay (liegt ca. 100 Kilometer westlich von Dijon) auf, um dem Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela zu folgen. Ihre eigenen Eindrücke vergleicht die Autorin von Zeit zu Zeit mit den Texten eines gewissen Aimery Picaud, welcher dem Jakobsweg einstmals selbst als Pilger folgte - lange vor Selby, im 12. Jahrhundert.... Die britische Autorin hatte zum Zeitpunkt dieser Radtour bereits einige abenteuerliche Ecken der Welt kennengelernt und diverse Reiseberichte veröffentlicht - eine erfahrene Weltenbummlerin entdeckt somit durch ihr eigenes Projekt den europäischen Kontinent aus bisher ungewohnter Perspektive. Ihre detaillierten Beschreibungen sind bemerkenswert kurzweilig geraten, Bettina Selby schildert ihre gewonnen Eindrücke und Begegnungen entlang der Strecke so lebendig, man hat fast das Gefühl selbst mit an den Tischen der Refugios zu sitzen oder die Nase in den eiskalten Wind Nordspaniens zu strecken - es mag wohl auch hier das geübte Auge der ehemaligen Berufsfotografin sein, welches den überaus lesenswerten Schreibstil der bekannten Reiseschriftstellerin befruchtet?! Selby ist mit einer Vielzahl an Talenten ausgestattet - so hat Sie u.a. Religionswissenschaften studiert, der Leser profitiert somit zusätzlich von ihrem fundierten Wissen um die Weltanschauungen religiöser Gemeinschaften aus Vergangenheit und Gegenwart - im Gegensatz zu einem Teil der hier veröffentlichten Meinungen fand ich eben genau die abwechslungsreiche Mischung aus historischer, architektonischer, religiöser, spiritueller und nicht zuletzt sportlicher Berichterstattung sehr gut gelungen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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