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Auf den ersten Blick ist Jakob Rubinstein weder der geborene Held noch besonders sympathisch. Mit seiner ausgeprägten Fresssucht, seiner Neigung zum Sprücheklopfen und seiner Schusswaffenphobie scheint er für den Job des Privatermittlers denkbar ungeeignet zu sein. Zum Glück verfügt er über eine intelligente Sekretärin, eine Schwester mit Kontakten in der High Society und einen reichen Freund, der ihm in jeder Situation hilfreich zur Seite steht.
Und Hilfe kann Jakob gebrauchen: Immer wieder bekommt er es mit Geheimprojekten der Regierung zu tun. Menschen verschwinden in anderen Dimensionen oder werden Opfer gefährlicher Experimente. Ein Klient sucht den Kontakt zu seiner ehemaligen großen Liebe, die nur in seiner Einbildung existiert. Und wie ein Kastenteufel taucht Innenminister Frank Rohrschach stets dann auf, wenn Rubinstein den fiesen Bürokraten am wenigsten gebrauchen kann.
Trotz guter Ansätze und Grubers offenbarem Erzähltalent bleibt nach der Lektüre des Buches ein fader Beigeschmack zurück. Keine der Storys weiß durch eine besonders spannende Handlung zu überzeugen, und die Figuren entsprechen fast durch die Bank peinlichen Klischees -- von der erfolgreichen Galeriebesitzerin bis hin zum schwulen Trottel. Und was bitte soll ein "jiddischer Privatdetektiv" sein? Jiddisch ist eine Sprache und keine irgendwie geartete Gruppenzugehörigkeit. Aber auch als einfach nur jüdischer Detektiv mit sonderbaren Eigenheiten bliebe Jakob Rubinstein blass, und das ist schade. Denn von dem unschönen Titelbild einmal abgesehen hat der Basilisk Verlag ein ansehnliches Buch produziert, in dessen Inhalt allerdings noch viel Arbeit investiert werden müsste. --Helge Basler
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Spannung nur auf Sparflamme,
Von
Rezension bezieht sich auf: Jakob Rubinstein (Gebundene Ausgabe)
Einen originellen Privatdetektiv wollte Autor Andreas Gruber offenbar schaffen, der sich in spannenden Fällen bewährt, in Fällen, die noch dazu die Grenzen der Realität sprengen. Das Unterfangen ist misslungen.Dieser Jakob Rubinstein ist nicht originell, sondern langweilig. Dick, eigenwillig, Liebhaber chinesischer Küche - das reicht nicht, da hätte sich Gruber entschieden mehr Mühe geben müssen. Was das spezifisch "jiddische" an Rubinstein sein soll, erschließt sich dem Leser nicht. Noch schlimmer: die immer wieder einmal eingestreuten jiddischen Wortfetzen nerven eher, als das sie unterhalten, denn sie haben in der Geschichte keinen richtigen Sinn, wirken lediglich bemüht. Die Geschichten sind akzeptabel, aber nicht originell. Spannung schwächelt auf Sparflamme. Nicht zuletzt die Wiederholung von bestimmten Erläuterungen in den Storys nervt. Offenbar sind die Geschichten ursprünglich als Einzelveröffentlichungen entstanden. Das hätte das Lektorat für die Sammelausgabe bemerken und ausbügeln müssen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Haaatschi - immer diese Innenministerallergie,
Rezension bezieht sich auf: Jakob Rubinstein (Gebundene Ausgabe)
Jakob Rubinstein ist ein jiddischer Detektiv in Wien. Vom Polizeidienst suspendiert machte er sich als Privatdetektiv selbständig. Ein schrulliger Kerl, der vor allem durch die Unterstützung seiner Assistentin alle Fakten bei einander hat und durch Glanzmomente im richtigen Augenblick seine Fälle lösen kann. Und all diese Fälle führen zu .. haaatschi ... Danke, Herrn Rohrschach dem Innenminister, dessen Erwähnung Jakob Rubinstein gegenüber bereits für einen kräftigen Niesser ausreicht.Die fünf Geschichten sprühen vor Charme und Witz und bringen den Leser immer wieder zum Schnuntzeln. Ein sehr kurzweiliges und unterhaltsames Buch, dass es einem schwer macht am Ende von all den lieb gewonnenen Figuren Abschied zu nehmen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rubinstein - ein Detektiv zum mit(er)leben,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jakob Rubinstein (Gebundene Ausgabe)
Andreas Gruber schafft es mit Rubinstein wieder einmal, spannend, unterhaltsam und kurzweilig zu schrebein. Wien ersteht vor dem geistigen Auge. Der tolpatschige Detektiv löst seine Fälle mit Glück und der Hilfe seiner nicht weniger schrägen Freunde.Es ist zwar eine Kurzgeschichtensammlung, die sich aber wie ein Roman in mehreren Kapiteln liest. Einziger Nachteil: zu kurz, aber hoffentlich kommt schon bald der nächste Gruber, vielleicht als Roman! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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