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Jakob der Lügner. Taschenbuch – 3. April 1982


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: Reprint (3. April 1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518372742
  • ISBN-13: 978-3518372746
  • Größe und/oder Gewicht: 10,8 x 1,7 x 17,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Man würde Jurek Becker liebend gern Stunden und Tage lang zuhören." (FAZ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Jakob der Lügner
OA 1969 Form Roman Epoche Moderne
Jurek Beckers Erstlingsroman, in den persönliche Erfahrungen einflossen, gehört zu den gelungenen Versuchen, das Grauen der Judenvernichtung während des Zweiten Weltkriegs literarisch zu verarbeiten. Becker selbst wuchs im Warschauer Ghetto sowie in den Konzentrationslagern von Ravensbrück und Sachsenhausen auf. Von 1960 bis 1977 lebte Becker, der erst nach 1945 Deutsch lernte, in Ostberlin, wo auch der Roman entstand.
Inhalt: Der Ich-Erzähler, Überlebender eines polnischen Ghettos, schildert die Geschichte des Ghettobewohners Jakob Heym, der durch Zufall im deutschen Polizeirevier aus dem Radio Satzfetzen einer Meldung vernimmt, die fortan das Leben im Ghetto verändern sollte: »In einer erbitterten Abwehrschlacht gelang es unseren heldenhaft kämpfenden Truppen, den bolschewistischen Angriff 20 km vor Bezanika zum Stehen zu bringen.« Jakob kennt diesen Ort nur vom Hörensagen, doch weiß er, dass Bezanika nicht sehr weit vom Ghetto entfernt liegt. Gleichzeitig wird ihm bewusst, dass diese Nachricht den Ghettobewohnern einen konkreten Anlass zum Durchhalten und Weiterleben geben würde, denn mit dem sowjetischen Vormarsch näherte sich auch die Befreiung.
Um die Glaubwürdigkeit seiner Informationen zu erhöhen, behauptet Jakob, selbst über ein Radio zu verfügen, dessen Besitz streng verboten ist. Durch die Notlüge gerät er unversehens in die Zwangslage, ständig neue Nachrichten erfinden zu müssen; sein Lügengewebe führt zu tragikomischen Situationen und das technische Medium wird zum Symbol von Verheißung und Gefahr. Einerseits schöpfen die Ghettobewohner wieder Hoffnung; sie schmieden Pläne, die Selbstmordrate ist rückläufig. Andererseits befürchten einige seiner Leidensgenossen, dass die Entdeckung des Radios durch die deutschen Besatzer letztlich alle gefährden könne.
Jakob tritt seinen Kritikern entgegen, indem er die Wahrheit enthüllt, doch sein Eingeständnis wird nicht erkannt. Als die Lügen seine Kräfte zu übersteigen beginnen, vertraut er sich seinem Freund Kowalski an, der mit dem Geständnis scheinbar gleichgültig umgeht, in der Nacht aber Selbstmord begeht. Jakob begreift, dass er seine Leidensgenossen weiterhin mit Informationen über die bevorstehende Befreiung versorgen muss, doch schon am darauf folgenden Tag werden die Ghettobewohner ins Konzentrationslager abtransportiert. Der Roman bietet dem Leser zwei Schlüsse an: Das »blasswangige und verdrießliche, das wirkliche und einfallslose Ende« schildert den Abtransport aller Ghettobewohner. Doch gegen diesen Schluss erfindet sich der Erzähler ein hoffnungsvolles Ende aus eigener Fantasie: Zwar stirbt Jakob, der Lügner, bei seinem Fluchtversuch, aber das Ghetto wird von den russischen Truppen befreit.
Wirkung: Die außergewöhnliche Leistung des Romans liegt in seiner unpathetischen Darstellungsweise. Becker erzählt mit distanzierter Ironie vom Alltag der Ghettobewohner und verdeutlicht umso mehr Schrecken und Irrwitz der Situation im von Deutschen besetzten Polen. Der Roman wurde 1974 in der DDR verfilmt (Regie: Frank Beyer; Titelrolle: Vlastimil Brodsky); 1999 folgte eine weitere Verfilmung mit Robin Williams in der Hauptrolle (USA, Regie: Peter Kassovitz). J. R. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Josephine Sterner TOP 500 REZENSENT am 18. April 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Der Jude Jakob lebt in einem Ghetto und muss dort auf den Abtransport von sich und seinesgleichen warten. Zufällig hört er von einer Schlacht um "Bezanika" im deutschen Radio als er sich bei der Wache melden muss. Mit dieser neuen Nachricht ermuntert er die hoffnungslosen, zum Suizid neigenden Menschen im Ghetto und erfindet stets neue Nachrichten, behauptet ein Radio zu haben und sagt die Befreiung durch die Russen dauere nicht mehr lange. Nur Mut. Die Selbstmordrate nimmt ab, die Menschen sehen in seinem Radio einen Hoffnungsträger. Jakob gibt dann doch zu kein Radio zu besitzen, doch keiner will ihm glauben. Die Juden werden dennoch abtransportiert, doch die Russen befreien das Ghetto trotzdem, auch wenn sie zu spät eintreffen...

Die Sprache Beckers wirkt kühl, distanziert, pragmatisch. Es gibt nur wenige Dialoge innerhalb des Romans, der Fokus wird eher auf die Erzählung des Ich-Erzählers gesetzt. Es ist erstaunlich wie schnell und gut eine Lüge als Hoffnung in existenziellen Situationen für Menschen fungieren kann und wie hier die Figur Jakob sich selbst in Lüge und Wahrheit verstrickt, um es erst den Menschen recht zu machen, ihnen Mut zuzusprechen, und dann sich in die Wahrheit zurückschleust, um doch nicht als Lügner dazustehen. Doch seine Wahrheit wird als Lüge angesehen. "Wer Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht!" Becker hat ein einmaliges, in solch einer Form noch nicht gekanntes (Meister)werk erschaffen, dass Anerkennung verdient, zumal Becker auch ein Autor ist, der nicht irgendwas palavert, sondern aus Erfahrung spricht und eigene Einflüsse in sein Werk bringt, da er das Ghetto von Lodz überlebt hat.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 30. August 1999
Format: Taschenbuch
Die Zeit nähert sich dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Deutschen sind auf allen Fronten auf dem Rückmarsch; die vernichtenden Niederlagen in Stalingrad und El Alamein haben dazu beigetragen.
In diese Zeit aus Bewegung und Umbruch, die Angst vor der Niederlage und Hoffnung auf Befreiung, hat Jurek Becker seinen Roman plaziert. Der Protagonist Jakob lebt in einem Ghetto, das sich weiter östlich befindet. Als er einmal gegen die Sperrstunde verstößt und daraufhin zum Revier muß, hört zufällig die verstümmelte Nachricht, daß die Deutschen bis kurz vor Bezanika zurückgeschlagen wurden. Zwar kennt er die genaue Lage des Ortes nicht, weiß aber, daß er nicht unendlich weit sein kann. Eine ungeheulich hoffnungsvolle Nachricht für Jakob, denn Ghettobewohnern wird der Zugang zu Informationen verwehrt.
Er erzählt heimlich Mischa davon, und so erfährt es das ganze Ghetto. Doch um die Nachricht glaubwürdig erscheinen zu lassen, damit sie keine vergebliche Hoffnung weckt, erzählt Jakob, er habe sie mit seinem eigenen Radio gehört, was unter Strafe verboten ist.
Und so wird Jakob zu einem vermeintlichen Lügner: Um den anderen Hoffnung auf Rettung zu verleihen, muß er immer wieder neu Erfundenes von sich geben. Doch inwieweit stimmen Jakobs Berichte? Kommen die Russen wirklich näher?
Geschildert wir auch sehr gut das alltägliche Leben der Ghettobewohner mit Zwangsarbeit, Züchtigungen, den Wohnverhältnissen.
Das Buch ist unbedingt lesenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Francis Pierquin am 26. November 2002
Format: Taschenbuch
Unversehens gerät der Gettoinsasse Jakob Heym ins deutsche Polizeirevier, schnappt dort die Meldung auf, die Russen seien auf dem Vormarsch und kommt ungesehen heil wieder heraus. Und steht somit vor dem Dilemma : Wie denn seinen Leidensgenossen diese erfreuliche Nachricht mitteilen, ohne sich selbst zu gefährden ? Schließlich hat ja noch kein Jude das Revier lebend wieder verlassen, es sei denn, er sei ein Spitzel. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit gibt Jakob also vor, einen Radioapparat zu besitzen und Fremdsender abgehört zu haben. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit deshalb, weil einen solchen Apparat zu besitzen strengstens verboten ist und unter Todesstrafe steht. Somit lässt sich Jakob aber auf ein Spiel mit unabsehbaren Folgen ein. Denn statt - gefährlich genug - eine einmalige Nachricht zu übermitteln, erlegt er sich selbst den Zwang auf, von nun an neue Nachrichten von der Front und den anrückenden Befreiern immer wieder zu streuen. Ob unmittelbar oder über Drittmänner, bald hängt das ganze Getto an seinen Lippen, es wird wieder gehofft, und sogar die Selbstmorde hören auf. Verkehrte Welt : Der einzige, der an diesen neuen Zuständen leidet und mitunter verzweifelt, weil sie ihm über den Kopf zu wachsen drohen, ist Jakob selbst, ausgerechnet er, der den anderen soviel Hoffnung einflößt. Eine durch und durch verzwickte und verstrickte Lage, und eine doch ach wie einfühlsame, feinfühlige, und packende Erzählung, die, obwohl von Lügen nur so strotzend, den Nagel auf den Kopf trifft und der Getto-Wahrheit wohl sehr nahe kommt. Nicht der Wahrheit im historischen Sinne mit Daten, Zahlen, Fakten usw..., sondern der subjektiven und emotionalen Wahrheit derer, die ins Getto gezwungen wurden.Lesen Sie weiter... ›
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