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Produktinformation
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Nach zweijähriger tatenloser Rumhockerei bekommt er endlich seinen ersten Auftrag: Ein junges Mädchen ist vergewaltigt und ermordet worden, und da der Chef keinen seiner fähigen Mitarbeiter abkommandieren möchte, wird Bunda auf die Piste geschickt. Jaime stellt sich dann auch exakt so trottelig an, wie es von ihm erwartet wird. Dass er dem Täter trotzdem auf die Spur kommt, hat ebenso viel mit dem berühmten blinden Huhn wie auch mit der Tatsache zu tun, dass er sich in der Hauptstadt Luanda auskennt wie in seiner Westentasche. Allerdings merkt sogar Jaime irgendwann, dass die angolanische Justiz mit -- mindestens -- zweierlei Maß misst, doch da ist es für ihn fast schon zu spät, sich mit heiler Haut aus der Affäre zu ziehen ...
Jaime Bunda, Geheimagent ist eine Parodie auf den Agententhriller, angereichert mit viel Lokalkolorit und mit einer Hauptfigur geschlagen, die dämlicher nicht sein könnte. Humor ist, wenn man trotzdem lacht -- und einige Passagen des Romans sind tatsächlich komisch. Aber insgesamt plätschert die Handlung so dahin, und der unfähige Held ist einfach nicht originell genug, um nicht irgendwann zu nerven. Zugegeben, der durchschnittliche Beamte mag maßlos dumm und korrupt sein, aber das ist ein Klischee mit einem meterlangen Bart, und wenn man die Herren Staatsdiener in einer endlosen Aneinanderreihung immer gleicher Szenen vorgeführt bekommt, wird das peinlich. Schade -- von einem der wichtigsten Autoren Angolas (Klappentext) hätte man mehr erwarten können. Hier haben Herausgeber und Verlag grundlegend danebengegriffen. --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Stil wie die Hauptstadt, in der ein Krimi spielt.,
Von fairunterwegs "Fair handeln - auch auf Reisen!" (Basel, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Jaime Bunda, Geheimagent (Broschiert)
Jaime Bunda ist nicht James Bond, auch wenn er es noch so gerne sein möchte. Der vom angolanischen Schriftsteller Pepetela geschaffene Detektiv ist ein Antiheld: Tollpatschig, verkommen, dummdreist, verwechselt er gerne Krimis und Wirklichkeit. Seine Auftraggeber bei der Geheimpolizei hätten nie und nimmer damit gerechnet, dass er im Laufe seiner Ermittlungen über die Vergewaltigung und Ermordung einer 14jährigen nicht nur den Schuldigen findet, sondern gleich die ganze korrupte Elite Luandas in Aufruhr versetzt. Ein Krimi, der über vier Erzählstimmen, gespickt von schwarzem Humor, Luanda mit seiner ganzen Lebendigkeit und seiner korrupten Verwaltung detailreich näher bringt. Selbst die epische Erzählweise, welche die Lesenden mitunter zur Verzweiflung bringen kann, ist Teil der Strategie, lässt die Lesenden miterleben, wie es halt ist in der Hauptstadt, die über 30 Jahre Krieg überlebt hat: zum Verzweifeln komisch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kolonialsatire für Afrikafans,
Von
Rezension bezieht sich auf: Jaime Bunda, Geheimagent (Gebundene Ausgabe)
Jaime Bunda, die angolanische Antwort auf James Bond, ist Geheimagentenpraktikant - weil er über Beziehungen verfügt. Und nur wer über Beziehungen verfügt, kann es in dem postkolonialen Land zu etwas bringen. Autor Pepetela, Ex-Guerillero, nimmt die Filzokratie seines Heimatlandes und viele lokale Eigenheiten mit Jaime Bunda ganz kräftig auf die Schippe. Ein schöner, unterhaltsamer und satirischer Blick von innen auf die Befindlichkeiten eines Landes, das für die meisten Europäer weit weg ist. Und so zieht Jaime aus, um den Leser von Luanda ins angolanische Hinterland zu führen und einen Mordfall aufzuklären, den seine Vorgesetzten so gar nicht gelöst haben wollten... Leider ist die Sprache oft gestelzt- Pepetelas Wechsel zwischen vier unterschiedlichen Erzählstimmen macht es um so schwieriger, sich mit den etwas verqueren und teilweise schwerfälligen Charakteren anzufreunden. Als Krimi ist das Buch eher eine Fehlbesetzung, in den 3.-Welt-Unterricht könnte man es jedoch ganz spaßig einbringen. Als Hörbuch eines Ich-Erzählers wäre es vielleicht sehr peppig, so kommt der Roman oft leider nur ein wenig fad mit erhobenem Zeigefinger daher. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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