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Jahrmarkt der Eitelkeit. Oder Ein Roman ohne Held.
 
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Jahrmarkt der Eitelkeit. Oder Ein Roman ohne Held. [Taschenbuch]

William M. Thackeray , Makepeace Thackeray , Theresa Mutzenbecher
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Jahrmarkt der Eitelkeit
OT Vanity Fair, or, A Novel without a HeroOA 1848 (Vorabdruck 1847/48 in Monthly Numbers)DE 1849 Form Roman Epoche Viktorianismus
Der erste Sittenroman von William Makepeace Thackeray, der im Untertitel Ein Roman ohne einen Helden heißt, entwirft ein panoramisches Bild der englischen Gesellschaft zur Zeit der napoleonischen Kriege. Wie in seinen frühen satirischen Romanen werden Heuchelei, Eitelkeit und Snobismus vorgeführt und auf ingeniöse Art durch die Interaktion von Erzählerkommentar und Figurenrede entlarvt. Der ursprünglich als Titel geplante Untertitel macht Thackerays programmatische Ablehnung der romantischen Konzeption des Helden deutlich.
Inhalt: Im Zentrum des Romans stehen die unterschiedlichen Biografien der zwei Schulfreundinnen Amelia Sedley und Becky Sharp. Amelia, passiv und selbstlos, entspricht dem konventionellen idealisierten Frauentypus. Die selbstbewusst und egoistisch agierende Verführerin Becky verkörpert eine Variation der Femme Fatale. Um sie gruppieren sich mehrere andere Figuren, die für verschiedene Liebeskonzeptionen und Lebensentwürfe stehen. Amelia heiratet den Kaufmannssohn George Osborne, der seine Frau mit der attraktiven Becky betrügt, die mittlerweile den Offizier Rawdon Crawley geehelicht hat, fällt im Krieg. Amelia idealisiert ihren Mann und ist nicht bereit, auf die ehrlichen Absichten Dobbins einzugehen. Die Wende führt ausgerechnet Becky herbei, die nach einer Affäre mit dem Aristokraten Lord Steyne von ihrem Mann verstoßen wurde. Als sie Amelia den wahren Charakter ihres verstorbenen Mannes offenbart, willigt diese in eine Hochzeit mit Dobbin ein. Dobbin heiratet Amelia, obwohl er längst erkannt hat, dass sie nichts weiter ist als ein »kleiner Parasit«.
Aufbau: Zusammengehalten werden die einzelnen Episoden und Handlungsstränge durch die Figur des Erzählers, der sich immer wieder kommentierend in das Geschehen einmischt. Auf den vom Autor angefertigten Skizzen stellt sich der Erzähler als Narr da, der das Geschehen, wie im Prolog angedeutet, präsentiert wie ein Puppenspieler. Der Erzähler ist zwar allgegenwärtig, nicht aber allwissend. Durch seine zahlreichen Versuche, die Handlung zu bewerten, wird der Leser selbst angeregt, sich ein Bild zu machen. Eine thematische Konstante der einzelnen satirischen Charakterskizzen ist die menschliche Eitelkeit, die Thackeray dem Werk Die Pilgerreise (1678–1684) von John R Bunyan entlehnt hat.
Wirkung: Das Buch wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge neuerer Romantheorien als veraltet zurückgewiesen, da es Thackeray weniger um ein szenisches Erzählen ging. Später wurden Autor und Werk jedoch rehabilitiert. Der Roman zählt seitdem zu den Klassikern der Weltliteratur. Das zentrale Thema des Romans, die satirisch-humoristische Darstellung menschlicher Eitelkeit, wurde 1987 von dem amerikanischen Schriftsteller Tom R Wolfe in Fegefeuer der Eitelkeiten wieder aufgegriffen. In dem Roman zeichnet Wolfe das realistische Bild einer statusversessenen New Yorker Börsen- und Mediengesellschaft. K. v. H. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Das Leben der oberen Zehntausend war seit jeher faszinierend, amüsant und ein Pandämonium des Allzumenschlichen. In Thackerays großem Gesellschaftsroman von 1847/48 ist jedes Mitglied der Upper Class der "vanity" verfallen, ob nun aus Bosheit, Dummheit oder Ehrgeiz. Die Schärfe der Kritik wird jedoch gebrochen durch Ironie, Satire und Situationskomik und die Lektüre dieses Klassikers so zum reinen Vergnügen - nicht zuletzt wegen der Figur der Becky Sharp, einer der wunderbarsten Frauengestalten der englischen Literatur.

Über den Autor

William Makepeace Thackeray, 1811 in Calcutta geboren, studierte Jura und war danach journalistisch tätig, u. a. bei der Satirezeitschrift "Punch". Neben seinem Freund Charles Dickens ist er der bedeutendste Romanautor des viktorianischen England.

Auszug

Wenn der Leiter des Puppentheaters vor dem Vorhang auf seiner Bühne sitzt und auf den Jahrmarkt hinunterschaut, dann überfällt ihn beim Anblick des geschäftigen Treibens eine tiefe Melancholie. Da wird tüchtig gegessen und getrunken, geliebt und kokettiert, gelacht (oder das Gegenteil), geraucht, betrogen, gerauft, getanzt und gewedelt. Da drängen sich Raufbolde durch die Menge, Schwerenöter werfen den Frauen Blicke zu, Diebe greifen in fremde Taschen, Schutzleute geben acht, Marktschreier (noch andre außer mir, hol sie die Pest!) grölen vor ihren Buden, und Bauerntölpel gaffen zu den flitterbehangenen Tänzerinnen... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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