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»Dieses Buch ist ein üppiger, oft sarkastischer Gesellschaftsroman – allein seine Schilderung der Schlacht von Waterloo aus der Perspektive der Etappe ist ein historischer wie erzählerischer Leckerbissen.«
Katharina Döbler, rbb Kulturradio, Bücher für den Sommer 2009
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Starke Frauen im Viktorianismus,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jahrmarkt der Eitelkeit. (Broschiert)
Ich kann jedem, der ein wenig Ausdauer besitzt, diesen Roman wärmstens empfehlen! Gut, knapp 900 Seiten sind keine Kleinigkeit, aber dafür wird man reichlich belohnt. Die Frauenfiguren, vor allem Becky, ist eine "Powerfrau", die sich nicht von den strengen moralischen Konventionen des 19. Jahrhunderts unterdrücken läßt. Sie geht ihren eigenen Weg, ob es sich nun schickt oder nicht. Besonders gut hat mir Thackerays Stil gefallen. Er schafft es mühelos und mit einer unbeschreiblichen Leichtigkeit, das bunte Treiben des Lebens mit komischen und satirischen Mitteln zu karikieren. Auch Gesellschaftskritik bleibt dabei nicht aus. Besonders die Doppelmoral der damaligen Zeit nimmt der Autor aufs Korn. Manche Szenen sind so unglaublich witzig und zugleich bösartig, daß ich vor Lachen nicht mehr weiterlesen konnte. Mir gefiel besonders gut, daß die Lebensläufe zweier unterschiedlicher junger Frauen kunstvoll miteinander verwoben sind. Wie sich die schlaue, etwas amoralische Becky und die naive Amelia durchs Leben schlagen und versuchen, ihre Träume zu verwirklichen, ist ebenso amüsant wie spannend. Wer also auf satirische Schmöker mit starken Frauen und die Epoche der Viktorianismus steht - hier seid ihr richtig. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bunt wie ein Jahrmarkt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Jahrmarkt der Eitelkeit. Oder Ein Roman ohne Held. (Taschenbuch)
Ein wenig skeptisch begann ich das Werk eines Zeitgenossen von C. Dickens, an den ich nicht so gute Erinnerungen hatte. Doch wollte ich unbedingt erst das Buch gelesen haben, bevor ich mir den Film ‚Vanity Fair' ansah. Und mal wieder wurde ich nicht enttäuscht. Der Roman stellte sich als so großartig heraus, dass ich gar nicht weiß, ob ich mir den Film überhaupt noch anschauen werde. Zu Beginn des Romans bedarf es einiger Konzentration, die verschiedenen Familien und Personen auseinander zu halten. Thackeray webt ein dichtes Netzt aus vorder- und hintergründigen Verbindungen, spinnt Intrigen und Ungerechtigkeiten. Er kann sich unglaublich gut in die Leiden und Bedürfnisse einer Frau - wie selten ein Mann -hineinversetzen. Er beschreibt rührende Szenen voller Sehnsucht und Liebe. Man leidet mit, obwohl die Geschichte schon so alt ist und sich seit dem so viel in der Gesellschaft verändert hat. Die Grundprobleme sind heute dieselben wie vor fast 200 Jahren. Auch stilistisch ist das Werk vollendet. Wer Bücher wegen seiner Sprache liest, kommt ebenso auf seine Kosten, wie diejenigen, die den Klatsch und Tratsch aus vergangenen Zeiten im alten London kennen lernen wollen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eitelkeit als Generalnenner?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Jahrmarkt der Eitelkeit. Oder Ein Roman ohne Held. (Taschenbuch)
Thackeray behauptet implizit, die Eitelkeit sei die treibende Kraft in der Gesellschaft. Ein soziologischer Befund. Aber schon seine beiden Heroinen, Becky und Amelia, widerlegen den Befund insofern, als nur eine von ihnen durch die Eitelkeit getrieben ist, Rebekka, Becky Sharp nämlich. Eine wichtige Figur, Major Dobbin, ganz zuletzt noch Oberst Dobbin, ist ein ganz feine Persönlichkeit, Rawdon Crawley ist zumindest noch durch anderes getrieben und getragen, seine Kumpels nämlich, den Club, die Freunde und Joseph, Joe Sedley der Steuereinnehmer und der Bruder von Amelia, ist auch noch von der Kulinarik fasziniert, nicht nur vom gesellschaftlichen Aufstieg.Der These entspricht ganz scharf nur Becky Sharp, verheiratete Crawley. Sie ist die flexible Zynikerin, die alle ihr zahlreichen Fähigkeiten skrupellos für den Aufstieg aus der Bohème-Herkunft in die adligen Zirkel einsetzt. Aber selbst sie hilft zuletzt bei gemeinnützigen Basaren mit. Ganz nebenbei und wie es auch bei Dickens und der Austen zu finden ist, ist es ein Panoptikum der damaligen Gesellschaft, eine Geschichtsstunde, in der auch z.B. Napoleon vorkommt, das Bild der damaligen Engländer von Frankreich und Deutschland, denn als Aufführungsorte kommen auch Paris und das Rheinland in den Fokus und indirekt die englischen Kolonien, in deren Sumpfwinden Rawdon fern der Heimat stirbt. Die Exotik der distanten Zeit verbirgt aber nicht,inwiefern Thakeray auch zu uns redet und dass Vieles des "Jahrmarktes" weiterhin gilt. Wie bei Henry James wird die Struktur z.B. mit den Gegenfiguren, die bei weitem nicht bei Becky und Amelia und ihren Söhnen endet und in der Heirat von Amelia mit Dobbin kulminiert, erst nach der Lektüre offensichtlich. Das ist ein Zeichen von guter Literatur. Dazu zählt Thackeray wirklich und ich ziehe ihn Dickens vor, denn bei Thackeray fehlt es an diesen willkürlichen und kaum nachvollziehbaren Wendungen, die Dickens Geschichten durchsetzen. Bei Thackeray entwickelt sich alles langsam und authentisch, konsistent und nachvollziehbar. Diese DTV-Ausgabe schliesst zahlreiche Zeichnungen des Autors ein, die die Geschichte neckisch illustrieren. Sehr reizvoll. Aber reden wir noch davon, wie Thackeray zu lesen ist: Es ist eine exzellente Lektüre. Thackeray versteht es Witz und Ernst zu vermengen, nach einer fröhlichen eine traurige Bühne zu eröffnen und die Gesellschaftskritik läuft erhellend und locker nebenher. Er stellt trotz der Thesenhaftigkeit Menschen aus Fleisch und Blut vor uns, die er uns mit viel Ironie und Menschenkenntnis näher bringt. Der Auf- und Abstieg von Becky, die familiären Tragödien, der Auf- und Abstieg von Kaufleuten, das Schicksal aller Figuren hält die Erzählung auf Trab und uns bei der Stange, denn es ist 900 Seiten lang spannend und unterhaltsam, ohne Hänger whatsoever, was man z.B. vom ebenso grossen Zauberberg nicht behaupten kann. Prädikat: Sehr empfehlenswert Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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