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Jahrhundertwissenschaft Biologie. Die großen Themen
 
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Jahrhundertwissenschaft Biologie. Die großen Themen [Gebundene Ausgabe]

Peter Sitte
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 452 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406454445
  • ISBN-13: 978-3406454448
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 14,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.510.763 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Biologie: eine Leistungsschau

Im Lichte des zur Neige gehenden Säkulums sprechen wir bei grossen Fortschritten gerne von Jahrhundertleistungen. Der Freiburger Zellbiologe Peter Sitte verleiht mit dem von ihm herausgegebenen Buch der Biologie ein solches Prädikat: Jahrhundertwissenschaft. Wer seinen Blick weitet, erkennt, dass diese Wissenschaft viel üppiger blüht, als es Schlagworte wie Gentechnologie und klonierte Schafe allein vermuten lassen. Die 17  Kapitel, allesamt von hochkarätigen Wissenschaftern verfasst, fangen auch Gebiete ein, welchen die Tagespresse wenig Raum zubilligt: etwa die Bionik, das Bindeglied zwischen Biologie und Technik, oder auch die Bioästhetik. Art und Ausführlichkeit der Darstellungen variieren allerdings. Der Abschnitt über Zellbiologie ist oberflächlich und eher kommentierend, während die Seiten über das Immunsystem Entwicklungen, Durchbrüche und Hypothesen nachzeichnen. Das Kapitel Biophilosophie wiederum ist eher didaktisch-strukturiert aufbereitet.

Leider steht der Stil einem uneingeschränkten Lesevergnügen gelegentlich im Wege. Nicht alle Beiträge sind so anschaulich geschrieben wie jene über Bakterien, Viren, Seuchen oder so hellsichtig wie die Gedanken zu Biologie und soziokultureller Evolution. Selbst der Tod bekommt ein neues Gesicht, wenn der Autor ihn molekularbiologisch ableitet und apostrophiert «als Tod aus innerer Ursache». Im Gegensatz zu diesen Glanzlichtern übertragen sich Erkenntnisse der Hirnforschung höchst schleppend auf den Leser, weil hier trockene Gelehrtensprache ein tieferes Verständnis verhindert. Offensichtlich wünschen sich manche der Autoren den gut vorgebildeten Leser. Erst wer solche Klippen umschifft und Ausdauer mitbringt, wird mit neuen Einsichten belohnt.

Nimmt man den Titel beim Wort, so darf man vor allem von einer Präsentation der Erfolge des zurückliegenden Jahrhunderts sprechen. Die sind zwar allemal beeindruckend, und das Buch dient als Orientierungshilfe im Wissensdschungel; es beachtet aber zuwenig die gegenwärtigen Entwicklungen und die Möglichkeiten für die nächsten Jahre. Eine eher rückwärts gerichtete Leistungsschau reicht naturgemäss nicht aus, um zu erhellen, warum der Biologie auch die Zukunft gehört.

Olaf Schmidt

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Claus Koch ist nicht gerade angetan von diesem Sammelband über die "Jahrhundertwissenschaft" Biologie. Ein Drittel der Texte sei, wie üblich, wenn Naturwissenschaftler anfingen, über sich selbst nachzudenken, lieblos. Ein anderes Drittel findet er gerade mal korrekt, "sauber, aber inspirationslos". Weder die Tatsache, dass die Biologie sich aufspalte in lauter "Biowissenschaften", noch der Zusammenhang zur Medizin, wo sich die dringendsten ethischen Fragen stellten, würden ausreichend reflektiert. Auch ein Nachdenken über den "sozialen und historischen Ort" dieser Wissenschaften, die nach der Computerrevolution die nächste Umwälzung einleiten werden, fehle in den meisten Essays. Ausdrücklich loben will Koch nur den Essay von Wolf Singer über "Die Hirnforschung an der Schwelle zum nächsten Jahrhundert".

© Perlentaucher Medien GmbH

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein netter Ueberblick 20. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Der Band enthaelt eine Sammlung von Artikeln namhafter Wissenschaftler aus verschiendensten Bereichen der Biologie. Das Spektrum umfasst die klassischen biologischen Disziplinen, die molekularbiologischen Faecher und es schliesst auch Kapitel ueber ethische und philosophische Fragen ein. Den einzelnen Kapiteln gehen kurze Einleitungen des Herausgebers (Peter Sitte) voraus.

Die Textsammlung ist in ihrem Umfang und Inhalt gelungen. Wie bei solchen Vorhaben nicht vermeidbar, sind die einzelnen Kapitel von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Die meisten Texte sind sehr gut lesbar und vermitteln einen guten Eindruck was in der jeweiligen wissenschaftlichen Disziplin vor sich geht und welche Schwerpunkte im Moment gesetzt werden. Einige Passagen hingegen (z.B. das Kapitel ueber Hirnforschung) sind jedoch schwerer verdaulich und dem nicht eingeweihten Leser auch ungleich schwerer verstaendlich. Das mag teilweise an der entsprechenden wissenschaftlichen Disziplin liegen, aber auch der Schreibstil der Autoren spielt mit Sicherheit eine Rolle.

Zusammenfassend ist das schoene Buch sehr zu empfehlen fuer alle die, die einen Ueberblick ueber die aktuelle biologische Forschung haben wollen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Band nicht nur in die Haende biologisch vorbelasteter Leser faellt, dazu waere er viel zu schade. Andererseits bliebt die Frage wieviele Laien ihren Obulus fuer den nicht gerade billigen Band entrichten werden ...

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