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Jahrgang 1926/27: Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz
 
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Jahrgang 1926/27: Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz [Gebundene Ausgabe]

Alfred Neven
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 239 Seiten
  • Verlag: DuMont; Auflage: 4 (14. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832180591
  • ISBN-13: 978-3832180591
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Es ist ein Ereignis der ganz besonderen Art. Wichtig da, wo es um den jeweiligen Autor geht. Aber bedeutungsvoll als Ganzes. Denn als Gesamtwerk spiegelt es das nationale Niveau wider. [ ] Jeder Beitrag für sich eine Besonderheit. Erst in der Gesamtschau wird es ein Werk von herausragendem Charakter. [ ] Ich behaupte, dass es Vergleichbares wie dieses nicht gibt. [ ] Den Schulbehörden ist ausdrücklich zu raten, diesen 'Jahrgang 1926/27 zur Pflichtlektüre zu erklären. Damit unsere Kinder und die Nachkommen endlich ohne falsche Rücksichtnahme erfahren, was damals Sache war. TAGESSPIEGEL Dass es sich dabei um sehr subjektiv gefärbte [ ] Berichte handelt, versteht sich von selbst, entwertet sie deshalb aber nicht. Im Gegenteil. Gerade die subjektiv gebundene Erinnerung gibt Dinge preis, die gewöhnlich durch das Raster einer objektiven Geschichtsschreibung fallen. DIE ZEIT Die Autoren des Bandes schildern ihre Erinnerungen sehr authentisch. [ ] Der Band ist zweifellos für junge Leute heute, die sich die damaligen Bedingungen wohl nur schwer vorstellen können, hochinformativ. Und er tritt all denen entgegen, die Jahrzehnte danach allzu schnell über diese Generation urteilen. STUTTGARTER ZEITUNG Unmittelbar sind die Erzählungen aus diesen letzten Kriegsjahren, ergreifend uns nah. Lassen eine Ahnung zu von einer verlorenen Jugend im braunen Sumpf. Anrührend schildert Verleger Alfred Neven DuMont seine Jugend. KÖLNER EXPRESS Eine bemerkenswerte Sammlung von Erfahrungsberichten. [ ] Nicht nur sprachlich ein Hochgenuss der Beitrag von Schriftsteller Siegfried Lenz. Und Herausgeber Neven DuMont selbst fügt in seiner sehr persönlich gehaltenen, teils anrührenden Schilderung die Facette eines im großbürgerlichen Milieu herangewachsenen Jugendlichen hinzu. KÖLNISCHE RUNDSCHAU Und das ist es, was dieses Buch zu einer wichtigen Lektüre macht: die Aufrichtigkeit vieler Autoren, die nicht vor der Bekenntnis zurückschrecken, damals geirrt zu haben in ihrem juvenilen Glauben an den Nationalsozialismus. NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG Ein bemerkenswertes Buch. ABENDZEITUNG

Kurzbeschreibung

Die Frage nach der Schuld: die "verlorene Generation" erinnert sichHeute um die achtzig, bei Kriegsende kaum volljährig: Die Angehörigen der Jahrgänge 1926/27 sind gleichwohl ins Visier der Kritik geraten. Die Flakhelfer von einst, lange als "verlorene Generation" begriffen, werden jetzt mitunter gar zu Tätern gemacht. Vermeintliche oder tatsächliche NSDAP- oder SS-Mitgliedschaften von Jugendlichen werden als Indiz genommen, um bislang unbescholtene Biographien ins Zwielicht zu rücken. Die Frage nach der historischen Wirklichkeit, nach den Lebensumständen, die seinerzeit herrschten, wird in der Debatte seltsam ausgeblendet. Dem tritt dieses Buch entgegen.Siebenundzwanzig prominente Autorinnen und Autoren der Jahrgänge 1926/27 aus den Bereichen Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erzählen von ihren Erfahrungen aus den Jahren der Nazi-Diktatur, von den Gefahren, denen sich aussetzte, wer zur falschen Zeit am falschen Ort das Richtige sagte, und auch von eigenen Irrtümern und Blindheiten gegenüber den Verbrechen des Regimes. So entsteht aus den unterschiedlichen Lebensläufen und Entwicklungen ein differenziertes Gesamtbild jener Generation, die um ihre Jugend betrogen wurde. Mit Beiträgen u.a. von:Reinhard Appel Günter de Bruyn, Karl Otto ConradyErnst-Otto Czempiel Heinz-Horst DeichmannErhard EpplerAnneliese Friedmann Hans-Dietrich GenscherDieter HildebrandtWalther Leisler KiepOtto Graf LambsdorffSiegfried Lenz Hermann LübbeManfred Messerschmidt Alfred Neven DuMontUta Ranke-Heinemann Barbara RüttingWolf Jobst SiedlerHans-Jochen Vogel Sonja ZiemannDer HerausgeberAlfred Neven DuMont, geboren am 29. März 1927 in Köln, studierte Philosophie, Geschichte und Literatur in München sowie Journalismus in Chicago und trat 1953 in den Verlag M. DuMont Schauberg ein. Er gründete 1964 die Kölner Boulevardzeitung Express und ist seit 1960 Herausgeber des Kölner Stadt-Anzeigers, seit der Wende auch der Mitteldeutschen Zeitung und seit 2006 der Frankfurter Rundschau. Er war von 1980 bis 84 Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger. Alfred Neven DuMont wurde 2001 zum Ehrenbürger der Stadt Köln und zum Honorarprofessor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ernannt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Musikfan
Braucht die Welt ein solches Buch? Das ich-weiß-nicht-Wievielte zur Nazivergangenheit?
Klare Antwort: Ja. Und das nicht nur, weil es exakt der Jahrgang meines Vaters ist, der auf dem Titel angesprochen wird. Sondern weil es überraschender Weise NICHT so ist, dass aus der Distanz eines Lebens diese wenigen Monate oder Jahre, die den Makel des Hakenkreuzes tragen, bagatelisiert oder beschönigt dargestellt werden. Die Generation der ganz Alten, der letzten Augen- und Zeitzeugen, meldet sich noch einmal zu Wort. Durchaus selbstkritisch, aber auch auf ihr Recht auf "Jugend" pochend.
Siegfried Lenz, Hans Dietrich Genscher, Walter Leisler-Kiep, Dieter Hildebrand, viele andere, nur einer fehlt, der mit seiner kurzen, frühen und vielleicht zu spät offenbarten SS Vergangenheit schon genug im Rampenlicht stand: Günter Grass. Schade.
Denn frühe Irrtümer, kindlicher Mitläufer-Zwang sind bei vielen dieser verdienten Persönlichlichkeiten vielleicht sogar GERADE der Garant für ein (selbst)kritisches und freiheitliches Weltbild in der Folge. Aus Fehlern lernt man eben. Ein Buch, das die hektische Generation in den besten Jahren noch einmal gemeinsam mit den zur Ruhe gekommenen Eltern - gelassen, ohne die 68er Häme - lesen und diskutieren sollte.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zeitgeschichte 11. Juni 2009
Von Uwe Malz
Die hier zu Worte kommenden Prominenten besagter Jahrgänge berichten weitestgehend erfreulich unverkrampft über ihr Leben während der letzten Kriegsjahre und das Erleben des Kriegsendes. Ihre Erlebnisse sind Teil unserer Geschichte. Die Zeitzeugenberichte sind allesamt flüssig im Erzählstil, interessant, nicht überlang und daher gut zu lesen. Mir hat das Buch jedenfalls gefallen und ich kann es nur empfehlen.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mitmacher- na klar 29. Dezember 2007
Die Forschung hat es längst erwiesen: der Mensch ist ein Mitmacher. Auch dann, wenn es sich um moralisch Verwrfliches handelt. Dies gilt für sog.Lernexperimente, die mit Elektroschocks durchgeführt werden, das "Milgram-Experiment" wie auch die Teilnahme am Zeitgeist.
Der Erinnerungsforscher Harald Welzer hat konstatiert, wie schnell alle moralischen Bedenken, sollten sie je existiert haben, im Nationalsozialismus über Bord geworfen wurden, " Täter-wie aus normalen Menschen Massenmörder werden".
Eine im Nationalsozialismus aufwachsende Generation ist im Zeitgeist mitgeschwommen.Dies ist weder erstaunlich noch vorwerfbar. Nur wenige widerstanden, genau wie im Milgram-Experiment, und zwar diejenigen, die in ihrer eigenen abweichenden Weltanschauung so gefestigt waren, dass sie das Unrecht des Regimes sofort erkannten und diesem widerstanden.
Wenn man jetzt die späten Rechtfertigungsreden liest, kommt die Erinnerung an die " Unfähigkeit zu Trauern" von den Mitscherlichs ins Gedächtnis.
Es ist sicher unberechtigt, dass eine nachfolgende Generation, die ja gegenüber den Herausforderungen ihrer Zeit ebenso mit Anpassung reagiert, kein " Recht" hat, Vowürfe zu erheben.
Aber man könnte Scham empfinden, sich blindlings einem Unrechtsregime anvertraut zu haben. Diese Scham wird durch Verteidigungsreden gegen die Kritiker vermieden. Genau das meinten die Mitscherlichs. Trauer und Scham setzen voraus, sich dem eigenen Schmerz zu stellen.
Insofern sind viele Beiträge in diesem Buch ein Beleg für die Thesen der Mitscherlichs.
Wer feststellt, dass er bei Unrecht mitgewirkt hat, sollte schweigen und sich schämen. Aber nur derjenige erhebe den ersten Stein, der diesen Zumutungen widerstehen könnte.
So lesen wir von unberechtigten Vorwürfen, auf die mit unangemessenen Verteidigungsreden reagiert wird.
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