Gleich vorweg: Dieses Album aus dem Jahr 1980 ist eines seiner allerbesten! Es ist der etwas frühere Mey, erkennbar an der helleren und klareren Stimme des Sängers und dem sparsameren Einsatz von Studiotechnik. Mey's Melodien sind bestechend schön, ganz egal ob es sich um romatische Liebeslieder (Sommermorgen), kritisch-humorvolle oder einfach lyrisch schöne Songs handelt. Textlich geht es um Freundschaft, Liebe, dem Verdrängen der Deutschen Sprache, das Leben als Vater und andere, gesellschaftskritische Themen. Dieses Album ist auch ein bisschen ein Konzeptalbum. Im letzten Viertel ist jeweils ein Song über Mey's Kindheit (und wie er sie, eingebettet in der Familie/Verwandtschaft erlebt hat), über seinen ersten Sohn (Kleiner Kamerad) und über Mey's eigene Eltern, die nun schon die letzten Tage des Lebens entgegegen zu sehen scheinen, gewidmet. Die Generationen stehen wohl für die Jahreszeiten. Textlich sind die Lieder zeitlos, die Instrumentalisierung ist zurückhaltender, als in den späteren Jahren, wiewohl es teilweise zu einem recht oppulenten Einsatz von Streichern kommt.