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Jahrestage: Aus dem Leben von Gesine Cresspahl. Einbändige Ausgabe [Gebundene Ausgabe]

Uwe Johnson
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

25. Juni 2000
»Immer deutlicher zeichnet sich ja ab, daß Johnson - der Autor der >Jahrestage<-Tetralogie - neben, wenn nicht vor Grass und Böll als umfassender, hellsichtiger, unbestechlicher Chronist des gesamtdeutschen Schicksals begriffen werden muß. Als Schriftsteller von weltliterarischem Rang« - so urteilte Joachim Kaiser in der Süddeutschen Zeitung im Jahr 1992. In dem Kulminationspunkt seines Schaffens, in den Jahrestagen, erzählt der »Genosse Schriftsteller«, beginnend mit dem 20. August 1967, in tagtäglichen Eintragungen bis zum 20. August 1968 das Leben von Gesine Cresspahl und ihrer zehn Jahre alten Tochter Marie. Beide leben nun in New York. Von dem Leben in dieser amerikanischen Großstadt berichten die Jahrestage, und zugleich erzählt Gesine ihrer Tochter, »für wenn ich tot bin«, die Geschichte der Familie Cresspahl, so wie diese lebte im Mecklenburg der dreißiger Jahre, während der Herrschaft der Nationalsozialisten, in der sich anschließenden sowjetischen Besatzungszone und den ersten Jahren der DDR. Um »Jahrestage« handelt es sich also in der zweifachen Bedeutung des Wortes. Erzählt werden die einzelnen Tage in einem Jahr, das mit der Invasion der Truppen des Warschauer Paktes in die CSSR endet, und zugleich besondere, erinnerungswerte Tage im Erleben der heranwachsenden Mecklenburgerin. Das Besondere der Erzählweise Johnsons besteht nicht nur in dem lebhaften Panorama New Yorks und der Nachzeichnung der Einflüsse der unterschiedlichsten Gesellschaftssysteme auf den einzelnen, sondern auch in der humor- und liebevollen Weise, in der Uwe Johnson uns seine Gestalten vor Augen führt.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1728 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 6 (25. Juni 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518411659
  • ISBN-13: 978-3518411650
  • Größe und/oder Gewicht: 22,3 x 14,4 x 6,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 654.605 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die Johnson-Forschung befindet sich seit jeher in einem Dilemma: Kaum ein Schriftsteller muss so hart darum kämpfen, dass seine fiktionale Prosa nicht gleichsam durch die ihr immanente Faktizität erdrückt wird. Eifrige Indiziensucher spüren Orte und Namen in Mecklenburg auf, wandeln auf den Spuren der Protagonistin Gesine Cresspahl durch New York, recherchieren in den Archiven alte Ausgaben der New York Times -- alles vor dem Hintergrund, Nachweisbares darzulegen. Hinzu kommt, dass dieser Ansatz von Johnson selbst in seinen Poetik-Vorlesungen thematisiert wird, habe er doch aus seinem Studium der deutschen Literatur "eine Vorliebe für das Konkrete, eine geradezu parteiische Aufmerksamkeit für das, was man vorzeigen, nachweisen, erzählen kann", mitgenommen. Vor diesem Hintergrund mag es kaum verwundern, dass sich die gebundene Ausgabe von 1983 eines Adressbuches erfreut und der jüngst erschienene Kommentar von Holger Helbig über 1.100 Seiten umfasst, die alles zu dokumentieren suchen. So wichtig diese Ansätze auch sein mögen, hier entsteht eine Gefahr, Johnson als Regionalschriftsteller (mit Augenmerk auf interkontinentale Beziehungen) zu missbrauchen.

Kaum gerecht wird man damit jedoch diesem Werk, das 365 Tage aus dem Leben der Gesine Cresspahl und ihrer Tochter Marie erzählt. Doch diese Aufzeichnungen vom 21. August 1967 bis zum 20. August 1968 brauchen mehr an Raum und Zeit: Es geht hier um deutsche Geschichte, um nazideutsche, westdeutsche, ostdeutsche und amerikanische Geschichte. Um zeitgeschichtliche Ereignisse, die ihrerseits in der New York Times berichtet werden -- also ohnehin schon vorgegeben sind. Doch hinter diesem Lauf der deutschen und der amerikanischen, der Weltgeschichte, verbergen sich Einzelschicksale, die das Personal des Romans darstellen. Es geht um die Interaktion dieser Subjekte mit dem Verlauf der Zeitgeschichte, deren Determiniertheit durch den sozialen Kontext, in dem sie sich befinden, dargelegt wird. Diese äußere Determination freilich kann nicht ohne Auswirkungen auf formale und strukturelle Merkmale dieses Romans bleiben: So liest man eine Art Berichterstattung, gleichsam eine Geschichtsschreibung, die sich der Auswertung von Dokumenten, von Quellen verpflichtet hat. Diese auktoriale Erzählsituation steht antithetisch zu der subjektorientierten, die die Romanpersonen kennzeichnet.

Hieraus ergibt sich etwas Bedeutendes: Genau wie die fiktiven Romanfiguren an die realen Gegebenheiten der Zeitgeschichte unausweichlich gebunden sind, ist auch der Erzähler dieser Situation (formal) ausgeliefert, er befindet sich in einer analogen Situation. Das verschafft der Lektüre einen doppelten Boden, der sich erhebt über eine Ebene der Prüfbarkeit von Faktizität. --Kristina Nenninger

Pressestimmen

»Wie man auch in das Universum dieser großen Erzählung Jahrestage hineinkommt - es sind hier immer neue Entdeckungen zu machen. Ein Grund mehr, dieses Werk als aufklärerisches Lesebuch über unsere Zeit zu entdecken, ein Werk, das die Illustrierte Stern vor vierzig Jahren schmähte, während der Kritiker Günter Blöcker in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schon damals schrieb: »Johnson läßt mit diesem Band alle der mit ihm angetretenen Autoren seiner Generation hinter sich zurück.« Wäre das Jahr 2008 nicht Anlass, sich dieser großen Erzählung noch einmal zuzuwenden? Wie aktuell ist sie in vielem, wenn man nur darauf sehen will.« (Rolf Michaelis Süddeutsche Zeitung )

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
57 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Muss für Literaturinteressierte 15. Juni 2007
Von lyrx
Format:Gebundene Ausgabe
Johnson hat für den Roman 15 Jahre gebraucht, wobei eine zehnjährige Schreibblockade mit einberechnet ist. Auch das Lesen des Buchs ist ein Ausdauerleistung. Ich möchte an dieser Stelle die ermutigen, die zwar bereit sind, Zeit zu investieren, aber noch zweifeln, ob sich die Mühe lohnt. Sie lohnt sich!

Johnson verfugt übergangslos zwei Zeitebenen ineinander: Das New York von 1968 und das Mecklenburg-Vorpommern der Dreißiger- und Vierzigerjahre. Die Übergänge sind nahtlos, sie erfolgen abrupt von einem Absatz zum nächsten. Nur aus dem Kontext ist zu erkennen, auf welcher Zeitebene man sich gerade befindet. Da dieses Prinzip aber konsequent und sauber durchgehalten wird, ist die zeitliche Orientierung das geringste Lesehemmnis.

Ein größere Barriere stellt die Detailfülle dar, und die damit einhergehende Handlungsarmut, besonders auf der New Yorker Zeitebene, wo es nichts weiteres zu berichten gibt, als den Alltag der Angestellten Gesine Cresspahl und ihrer zehnjährigen Tochter.

Dies ist kein Spannungsroman, sondern eine Gesellschaftsstudie. Erst wenn man mit dieser Erwartungshaltung an das Buch herantritt, wird man ihm gerecht. Wir lesen hier eine literarisches Modell aller wichtigen Staatsformen des zwanzigstens Jahrhunderts: Faschismus, Kommunismus und Kapitalismus. Dieser gesellschaftpolitische Hintergrund nimmt einen weitaus breiteren Raum ein, als die Geschichte selbst. Die Geschichte, das sind Kindheit und Jugend der Gesine Cresspahl im mecklenburgischen Kleinstädtchen Jerichow. Das ist darüber hinaus die Cresspahlsche Familiengeschichte und viele weitere Einzelschicksale.

Ein Unzahl von Biographien wird geschildert.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lektüre-Kraftakt, aber absolut lohnenswert! 23. Mai 2007
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der ahnungslose Leser steht vor Johnsons "Jahrestagen" wie der Ochs vorm Berg: Schier unüberwindbar erscheint dieser Wälzer von gut 1700 Seiten über die unnahbare Gesine Cresspahl und ihre frühreife Tochter Marie. Die Themen und Motive verschwimmen vor den Augen: Kindheit während der Nazizeit, Jugend in der stalinistisch geprägten DDR, Übersiedlung, Verlust der Heimat und schließlich die New Yorker Gegenwart, geprägt von Rassendiskriminierung und Nachrichten über Kriegstote in Vietnam. Die Gefahr ist groß, dass dem Besteiger dieses Romanbergs nach den ersten Schritten die Puste ausgeht. Allzu leicht kann er – umgeben von plattdeutschen Dialogen, seitenlangen Zeitungszitaten und Stimmen aus dem Jenseits – die Orientierung verlieren. Doch wenn er durchhält und es bis zum Gipfel schafft, bietet sich ihm ein einmaliger Anblick: Vier Jahrzehnte deutscher Geschichte breiten sich vor ihm aus. Er hat die Farben der Mecklenburger Ostseeküste in sich aufgesogen, den einsamen Tod des alten Cresspahl beweint und über skurrile Geschichten wie den Ersatz des Christkindes durch das „Solidaritätsmännchen“ in der DDR gelacht. Es war ein Kraftakt. Aber er hat sich gelohnt!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Bettlektüre 29. August 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Inhaltlich hervorragend gegliedert, besser als die Fernsehausstrahlungen.
Als einbändige Ausgabe leider sehr unhandlich und somit als abendliche
Bett- oder Krankenhauslektüre nur bedingt geeignet! Trotzdem, empfehlenswert.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk der deutschsprachigen Literatur 12. August 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin begeistert von diesem Buch. Auch wenn ich nicht so recht entscheiden könnte ob es zum Beispiel ein "Antikriegsroman" ist (meiner Meinung nach eher nicht) oder eher "Der deutsche Jahrhundertroman". Es ist auf jeden Fall ein echtes Epos, aber gerade darin liegt auch sein Problem. Der Roman, der auf 1700 Seiten das Denken eines ganzen Lebens von mindestens Gesine und ihrem Vater beinhaltet, ist einfach elend schwer zu lesen. Ich habe es ein paar Mal versucht. Ganz egal ob man mit "Mutmaßungen über Jakob beginnt" die quasi die Vorgeschichte liefern oder ob man den Einstieg gleich versucht. Die Geschichte springt ständig zwischen verschiedenen Zeitebenen (Vorkriegszeit in Mecklenburg, Nachkriegszeit in Düsseldorf, 60er Jahr in New York) und verschiedenen Erzählern (Cresspahl, Gesine, Jakob, Marie) hin und her, teilweise mitten im Absatz. Es gab im Dezember 2001 im Fernsehen eine vierteilige Verfilmung dieses Romans im Fersehen (3sat). Für einen "normalen" Leser ist es meiner Meinung nach absolut notwendig sich erst den Film anzusehen. Ansonsten hat man nach sehr anstrengenden ersten 50 Seiten (50 von 1700!) völlig den Faden verloren. Mit dieser Vorbildung macht es dann aber wirklich Spaß das Buch zu lesen. Die ersten Versuche glichen eher dem Durcharbeiten eines sehr schwer verständlichen Textes.
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