Pressestimmen
Peanuts ohne Ende
u. si. Der französische Minister für Kultur verlieh ihm den Ordre des Arts et des Lettres, ein Stern auf dem «Walk of Fame» in Hollywood trägt seinen Namen, und seine Comics wurden von der Apollo 10 ins All getragen. Aber Charles M. Schulz, der Erfinder der Peanuts, wäre wohl auch ohne all das glücklich gewesen. Ganz einfach deswegen, weil er sein Leben lang das tun durfte, was er am liebsten tat zeichnen. «Ich wollte immer nur Cartoonist sein», schrieb er kurz vor seinem Tod 1999 in einem Brief an seine Leser, Kollegen und Freunde. Und er ist es gewesen, mit Leib und Seele. Als im Oktober 1950 der notorische Pechvogel Charly Brown in Begleitung seines langohrigen Hundes Snoopy seinen ersten Auftritt in der Presse hatte, konnte noch niemand ahnen, dass seine Karriere ganze 50 Jahre dauern sollte. Und sie dauert noch an, auch nach dem Tod seines Erfinders. Eine Jubiläumsedition fasst die ganze «Lebensgeschichte» der Peanuts zusammen: beginnend bei den ersten Strips über die zahlreichen Fernseh-Specials, die Museumsausstellungen bis zur Weltpremiere des Klavierkonzerts «Peanuts Gallery» der Komponistin Ellen Zwielich, aufgeführt in der altehrwürdigen New Yorker Carnegie Hall. Eine Erfolgsgeschichte der Superlative, auch was die Figuren betrifft. Ganz ausgeschlossen, dass jemand mehr Pech haben konnte als Charly Brown, keine war gemeiner als Lucy, und niemand konnte so den tollkühnen Piloten mimen wie Snoopy, der rote Baron. Der angeblich meistgeliebte Comicstrip der Welt und seine Geschichte: ein Muss für alle Fans. David Larkin (Hrsg.): 50 Jahre Peanuts. Das grosse Jubiläumsbuch. Aus dem Amerikanischen von Hans Kantereit. Baumhaus-Verlag, Frankfurt 2001. 256 S., Fr. 32.. --
Neue Zürcher Zeitung
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Über den Autor
Charles M. Schulz wurde am 26. November 1922 in Minneapolis geboren. Nach seinen eigenen Aussagen, begann seine Faszination für Comics bereits im zarten Kindesalter, als er die sonntäglichen Comics vier unterschiedlicher Tageszeitungen zusammen mit seinem Vater las. Sowohl seine Familie wie auch seine Freunde ermutigten ihn, sich bei einem Fernlehrgang für Cartoonzeichnen einzuschreiben.
1950 schuf er die Peanuts, die zu den erfolgreichsten Comic-Figuren der Welt zählen. Seine ersten Figuren hat Schulz nach Freunden aus der Kunstschule benannt. Er hauchte ihnen Leben ein, indem er ihnen unverwechselbare Charaktereigenschaften verlieh, die sie trotz aller Ecken, Kanten und Macken ausgesprochen liebenswert machen sollten.
Und vielleicht ist darauf der besondere Zauber von Snoopy, Charly Brown und den Freunden zurückzuführen: Sie sind nicht am Reißbrett oder in virtuellen Welten entstanden, sondern aus dem wirklichen Leben erschaffen. Schulz gelang es mit den Peanuts, eine kleine Welt zu bauen, die allen technischen Anstürmen standhalten konnte. Ihre einfachen und dennoch treffenden Weisheiten scheinen aus dem Herzen zu kommen. Heute genauso wie vor fünfzig Jahren.
Im Gegensatz zu vielen anderen Comic Zeichnern hat Charles M. Schulz über fünf Jahrzehnte hinweg alle Comic Strips selbst gezeichnet, geschrieben und coloriert. Die Öffentlichkeit dankte ihm mit unzähligen Preisen.
Nachdem er bereits jahrelang große und kleine Menschen auf der ganzen Welt mit seinen Geschichten bewegte, bewegten sich auch die Peanuts: Im Jahre 1965 erschien der erste Zeichentrickfilm mit dem Titel "A Charlie Brown Christmas". Seither haben mehr als 40 animierte TV Specials, 28 Emmy Nominierungen erzielt und 5 Emmy Awards gewonnen.