Pressestimmen
»Beratung von Lehrer-innen - nein danke«. Mit diesem Titel ist das Einführungskapitel des Buches überschreiben und gibt damit die Spontanreaktion vieler Berufstätiger - und nicht nur von Lehrer/innen - wieder. Nehmen jedoch Führungskräfte - und Lehrer-innen haben quasi eise solche Funktion - Coaching in Anspruch, dann werden durch vielfältige positive Entwicklungen im Beratungsprozess diese Vorurteile - sofern überhaupt vorhanden - zumindest relativiert. Die Autorin des praxisorientierten und nützlichen Buches steht auf dem Standpunkt, dass, um in der Schule erfolgreich zu sein, Lehrer-innen keine idealen Berater oder Coaches brauchen, genau so wenig, wie Schüler/innen ideale Lehrerinnen und Lehrer brauchen, sondern dass das »Um und Auf« im Lehrberuf vertrauensvolle Beziehungen sind. Vertrauensvolle Beziehungen sind im Übrigen auch die Basis eines erfolgreichen und wirksamen Coaching an Schulen. Das Buch ist Lehrerrinnen, Lehrern und Lehrerkollegien zu empfehlen, die an einer professionellen Stärkung ihrer Beziehungskompetenz interessiert sind. (ooegkk.at Forum Gesundheit - Online Magazin)
Insgesamt betrachtet blieb ich nach der Lektüre dieses Buches mit unerfüllten Erwartungen, der nicht ganz neuen Erfahrung, wie unterschiedlich unsere Bilder von Schulen und den Grundlagen pädagogischen Handelns doch sind, und größerer Klarheit darüber zurück, wie bedeutungsvoll der Unterschied zwischen therapeutischen Beratungssettings und Coaching für mein beraterisches und pädagogisches Selbstverständnis ist. (Psychologie in Österreich)
Kurzbeschreibung
Beate West-Leuer gewährt einen detaillierten und persönlichen, kenntnisreichen Blick hinter die Kulissen von Beratung an Schulen. Sie zeigt nicht nur psychodynamische Prozesse in Kollegien auf, sondern auch typische Verstrickungen zwischen Lehrern und Beratern, die wenn sie unerkannt bleiben dazu führen können, dass Berater Schule als (zu) schwierig, Lehrer externe Beratung als (zu) praxisfern einschätzen. Es wird deutlich, wie gerade sperrige und widerspenstige Situationen in der Beratung zur Entwicklung professioneller Beziehungskompetenzen beitragen können.